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"...öfter mal was Neues !"

 

Ja, die Kirmes ist trotz des steten gesellschaftlichen Wandels und der negativen demografischen Entwicklung immer noch eine hochgehaltene Tradition. Sie stellt immer noch etwas Besonderes im dörflichen Veranstaltungskalender dar.

In diesem Jahr war die Kirmes sogar ganz besonders.

Keinesfalls wegen des Wetters, das hat uns eher seine bescheidene Seite gezeigt. Aber da es bei der Häusertaufe jedenfalls vom Himmel her trocken war und sogar die Sonne gesichtet werden konnte, wollen wir zufrieden sein.

Aber eines war auf jeden Fall besonders, da anders : die Kirmes wurde nicht nur wie immer gefeiert, nein, in diesem Jahr wurde sie gelebt. Sie wurde mit neuem Leben gefüllt. Vielleicht stellenweise etwas aus der Not geboren, aber dafür umso mehr mit Einfallsreichtum und Engagement.

Und dies soll wirklich etwas heißen !

Für alle die, die jetzt unwissend mit der Schulter zucken, hier die Erläuterung dazu:

Irgendwie anders verlief in diesem Jahr schon der übliche Prozess der Mädchenversteigerung. Heraus kam dabei mit Isabel Schröder und Lukas Hellenthal ein engagiertes Maikönigspaar, das an allen Tagen seinem hoheitlichen Titel alle Ehre machte, sowohl von der Kondition als auch von der Feierlaune her.

Dies wirkte vor allem in der Familie der "Queen" offenbar ausgesprochen ansteckend, da man letztlich noch weitere Inthronisierungen verbuchen konnte, mit dem Ergebnis, dass am Ende der Kirmes sogar ein ganz neuer Titel geboren war : "DQD" : Double Queen Daddy. Dazu aber später !

Neu war 2012 der Maibaumständer, der samstags offiziell und feierlich bei Kaffee und Kuchen eingeweiht und in Betrieb genommen wurde. Und das unter den Augen zahlreicher Zuschauer, die sich auch von den kühlen Temperaturen und dem leichtem Nieselregen nicht abhalten ließen.

 

 

Ein Einsehen hatte dann der Wettergott beim abendlichen Umzug zur Kirmeseröffnung, so dass nach dem Ausgraben des Kirmesknochens der Kirmesumzug in Begleitung des Musikvereins Freilingen trockenen Fußes bei der Maikönigin aufmarschieren konnte. Dort wurde den beiden Hoheiten dann natürlich gebührend zum Ehrentanz aufgespielt.

 

 

Anschließend steuerte die Kirmesgesellschaft dann wieder die Lammerswiese an, wo ich als Ortsvorsteherin den Umzug, wenn auch leicht lädiert begrüßen durfte. Danach ging es zum Ball in den Saal von Meiershof, wo mal wieder jeder nach Herzenslust das Tanzbein schwingen konnte. Die Tanzband "Tropicals" sorgte mit flotter und abwechslungsreicher Tanzmusik schnell für beste Feierlaune.

Einen Höhepunkt stellte der offizielle Ehrentanz des Maikönigspaares mit anschließendem "Hochlebenlassen" dar, der den ganzen Saal in ausgelassene Kirmesstimmung versetzte.

 

 

Und obwohl der Abend für unser "Hoheiten" sicherlich erst am frühen Morgen beendet war, ließen es sich die zwei nicht nehmen, am nächsten Tag in Amtsschärpe um 10.30 Uhr am Hochamt teilzunehmen. Hochachtung !

Bei der anschließenden Kranzniederlegung konnte unser Ehrenmal mit einem besonders schönen Kranz mit frischen Rosen eine angemessene Ehrung erfahren.

 

 

Eine andere Kirmestradition, nämlich der Frühschoppen wurde anschließend im Saal Meiershof fortgeführt. Am Nachmittag gab es dann dort Tanzmusik von der Borsalino-Dance-Band und ein Kuchenbuffet, dass aber mangels anwesender Junggesellen von den Freilinger Junggesellinnen betreut werden musste.

Ach ja die Junggesellinnen, die zeigten sich dann im Laufe des Nachmittags dann auch von ihrer besten Stimmungsseite und trugen damit ganz wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Sie hatten es sich daher auch wahrlich verdient, ja regelrecht erarbeitet, am Montag, 06.05.2012 eine Änderung der herkömmlichen Kirmestraditionen in Bezug auf das "Hahneköppen" einzufordern.

Diesmal durfte nämlich auch die holde Weiblichkeit auf den zunächst sehr widerspenstigen Hahn-Nachbau aus der nähgewandten Hand von Roswitha Hermeling  "einschlagen", und zwar im Wechsel mit den Junggesellen.

 

Und tatsächlich war es dann auch eine Hahnekönigin, der der entscheidende Schlag gelang : Carolin Schröder, Schwester der amtierenden Maikönigin, die Philip Jüngling zu ihrem Hahnekönig erwählte. Ob der doppelte Königinnenvater Günter zu diesem Zeitpunkt unbedingt so begeistert davon war wie das anwesende Publikum, konnte nicht genau geklärt werden. Im Laufe des Tages bzw. Abends schien der sich in der Rolle des "DQD"s dann aber doch zu gefallen.

 

 

Mit dem frisch gekürten Hahnekönigspaar ging es dann nahtlos zur Häusertaufe über, die erstmals in der Geschichte vom Maikönig Lukas Hellenthal selbst moderiert wurde. Der hatte trotz seines "Amtsstresses" Sonntagnachmittags  noch Zeit gefunden, sich auf seine Vorträge vorzubereiten. Dafür sei ihm an dieser Stelle ausdrücklich Hochachtung und Dank ausgesprochen.

 

 

Zuerst stand die Taufe bei Claudia und Jörg Lange an. Die beiden gebürtigen Duisburger zogen vor zwei Jahren von Xanten nach Freilingen in das Holzhaus im Auenweg, an dem sie sofort Gefallen gefunden hatten und das heute mit zahlreichen selbst gefertigten Holzarbeiten dekoriert ist. Besonders der große Garten hatte es der gelernten Floristin sofort angetan, so dass es nicht verwundert, dass der alte Hausname " Haus Löwenzahn" beibehalten wurde.

 

 

Nach dem obligatorischen Ständchen und Ehrentanz der beiden ging es dann weiter zum alten Jugendheim am Marienplatz.

Dort wurde dann auch eine neu Variante der Häusertaufe eingeführt, weil erstmals ein Mietobjekt feierliche Kirmesehren erhielt. Ende November letzten Jahres war in den kirchlichen Räumen von Roswitha und Michael Hermanns eine Versicherungsagentur eingerichtet und das Gebäude damit vor einem Leerstand bewahrt worden.

Und da die beiden Karnevalsjecken aus Düsseldorf und Köln nun einmal gerne feiern, kam man schnell auf die Idee, den "Einstand" ihrer Filiale im Rahmen der Häusertaufe zu feiern. Da man im Vereinskartell flexibel ist und dem auch keine Kirmesstatuten entgegenstanden, wurde dieses Angebot gerne angenommen.

 

 

Dabei konnten die neuen Büroräume auch direkt in Augenschein genommen werden, wovon zahlreiche Teilnehmer des Umzuges auch Gebrauch machten. Getauft wurde das Mietobjekt sinnigerweise auf den Namen "Am Altärchen".

Die dritte Station in der Lommersdorfer Straße war dann aber wieder eine traditionelle Eigentümertaufe.

 

 

Christiane Henrichs und Matthias Klose-Henrichs kommen beide gebürtig aus Dortmund (eine eventuelle Fußballverbundenheit wurde nicht geklärt).

Mit den beiden Theologen hat Freilingen nach Aussage von Lukas nun prozentual gesehen mehr evangelische Pfarrer zu bieten als das Ruhrgebiet, obschon sie in Freilingen sicher eher ihren Ruhestand genießen als lange Predigten halten wollen.

Vor drei Jahren kauften die Eselliebhaberin und der Sprachenfan das Haus in der Eifel, das zuerst aufwendig umgebaut wurde, ehe man Ende letzten Jahres mit Hund und Huhn komplett nach Freilingen zog. Das Haus wurde auf den Namen "Kettges Arche" getauft.

Nach der Häusertaufe zog die zwischenzeitlich auf eine beachtliche Größe angewachsene Kirmesgesellschaft geschlossen in den Saal von Meiershof ein, wo im Laufe des Abends dann auch die neue "Rinne" auf der Herrentoilette offizielle Taufehren erhielt. Dank der von den Täuflingen gesponserten Freibieraktion konnte ohne Unterbrechung weiter gefeiert werden. Die drei Besseler Brüder sorgten mit ihrer Borsalino-Dance-Band nicht zuletzt dank der zusätzlichen Spenden an diesem Abend für einen lange andauernden, stimmungsvollen Abend.

Und bei all der Feierlaune war es überhaupt nicht verwunderlich, dass neben dem Maikönigs- und Hahnekönigspaar dann auch noch die im Laufe der Kirmes ermittelten weiteren Tollitäten eine entsprechende Würdigung samt "Hochlebenlassen" erhielten.

So wurden nämlich dieses Jahr auch erstmalig (wenn auch eher inoffiziell) das " Ü30-Maikönigspaar" Hans-Georg Hellenthal und Karina Bichler ermittelt.

Ebenso zum ersten Mal wurde in einem spontanen Wettbewerb das sog." Barbie-Köppepaar" Siegfried Bonzelet und Ramona Bichler gekürt, womit die beiden wohl eine in der Kirmestradition und gemeinde-, ja wahrscheinlich landesweit einzigartige hoheitliche Würde errungen haben.

Sogar mit entsprechenden Schärpen konnten die vier Hoheiten aufwarten, die auf die Schnelle von Nadine Kolvenbach genäht und Dietmar Faber bedruckt worden waren. Was man aus einer alten Fahne nicht alles machen kann !

 

 

Was die Schar an Königinnen und Königen samt Gefolge dann an Tanzkreationen, Hebefiguren und akrobatischen Einlagen auf das Parkett legten, war schon mehr als beachtlich und kaum noch steigerungsfähig. Die zahlreichen Bildbelege lassen nur erahnen, dass so manche einer ganz bestimmt am nächsten Tag unter Rückenproblemen zu leiden hatte.

 

 

In jedem Fall kann nach dieser Kirmes mit Fug und Recht behautet werden, dass Freilingen ein Ort für und von Königinnen und Königen ist.

Ich bedanke mich bei allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen der Kirmes beigetragen haben, insbesondere dem Musikverein Freilingen für seine musikalische Unterstützung an allen Tagen, dem Junggesellenverein Freilingen für das unfallfreie Aufstellen des Maibaumes und die Durchführung der Häusertaufe, den Junggesellinnen für die Organisation des Kuchenbuffets  und die "Stimmungsmache" und dem Team um Käsper und Ingrid für den perfekten Thekendienst.

Ein besonderer Dank geht an Rolf Dülsner für seinen unermüdlichen Einsatz beim Fotografieren. Weitere tolle Bildbelege unter eifelfotograf.de.

 

 

Theater in Freilingen „Schöne Ferien“

 

 

Am vergangenen Wochenende, 30. März bis 1. April 2012, konnte sich die Theatergruppe des Dorfvereins für Brauchtum und Kultur in Freilingen wieder einmal über regen Andrang, viel Applaus und Lacher im Saal Meiershof freuen.

Das überaus gut situierte und äußerst rücksichtsvolle Ehepaar Gisela und Gottfried Hansemann, gespielt von Rita Ramers und Hubert Schneider, das seit Jahren die himmlische Ruhe ihres Campingurlaubs genießt ist wenig erfreut über die neuen Zeltnachbarn. Denn als das Ehepaar Klaus und Erika Muffel, gespielt von Siegfried Bonzelet und Brigitte Schneider, nebst Erikas Mutter Martha (Dagmar Birk-Schröder) gleich auf dem Platz nebenan ihr Zelt aufbauen wollen, ist es aus mit der Ruhe.

Klaus Muffel, ein streitsüchtiger Stänkerer, der im Dauerclinch mir seiner Schwiegermutter Erika liegt, legt sich auch gleich mit den Hansemanns an. Dumm nur, dass die Essensvorräte, die seine Frau Erika in die Kühltasche gepackt hat, zu Hause auf dem Kühlschrank liegen, weil er einem immensen Vorrat an Dosenbier den Vorrang in der Kühltasche gegeben hat.

Auch mit der Campingplatz-Nachbarin Frauke, gespielt von Jana Reiferscheid, legt er sich gleich an. Die allein erziehende Ernährungs- und Erziehungsberaterin beißt beim therapieresistenten Klaus Muffel nämlich auf Granit. Auch der unscheinbare Peter (Norbert Schnichels), der sich ständig alles Mögliche ausleiht, lehnt die Therapieangebote von Frauke ab.

Die Nachricht, dass ein benachbarter Campingplatz von einer Diebesbande heimgesucht wird, versetzt die Camper allerdings in Aufruhr. Hansemanns rüsten ihren Wohnwagen sogleich mit einer Alarmanlage aus, doch den Muffels wird die Geldbörse und der Schmuck gestohlen.

Als auch noch überraschend Tom, der Sohn der Hansemanns gespielt von Peter Reiferscheid, sein Kommen ankündigt, hecken die Hansemanns mit den Muffels einen Plan aus. Tom, der sich alle Jubeljahre immer nur dann blicken lässt, wenn er bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt und Geld braucht, ist angeblich erfolgreicher Besitzer einer Modell-Agentur.

Er hat die Schönheit Jenny (Verena Biesen) im Schlepptau, der er die große Karriere auf den Laufstegen der Welt versprochen hat. Doch augenscheinlich wird nichts aus der Finanzspritze seiner Eltern. Die haben nämlich, um ihrem Sohn eine Lehre zu erteilen, mit den Muffels nicht nur den Wohnwagen gegen das Zelt getauscht, sondern auch noch sämtliches Inventar nebst Inhalt des Kühlschrankes.

Als Jenny, die sich auf Grund des angeblichen Reichtums der Muffels plötzlich zu Klaus Muffel hingezogen fühlt, und Erika Muffel aus Rache ein Abenteuer mit Tom sucht, ist das Chaos perfekt. Jenny zeigt ihr wahres „Ich“ und entpuppt sich als Punkerin, Schwiegermutter Martha schlägt in einer stuntreifen Actionszene Tom nieder, der ihrer Tochter Erika das Portemonnaie geklaut hat und Peter, der sich die Dinge des täglichen Lebens überall ausgeliehen hat, wird als der Dieb enttarnt, der die Zelte systematisch ausgeraubt hat.

Alles ist wieder gut, als Erika Muffel von ihrem Mann zum Silberhochzeitstag dann doch noch den lang ersehnten Mantel und die Kette bekommt auch wenn es nur ein Fahrradmantel- und eine neue Fahrradkette ist.

Souffliert haben Regisseur Heinz Ramers, der, wie Hubert Schneider treffend bemerkte, wie jedes Jahr für „dieses Theater“ verantwortlich war sowie Regina Koll.

Viel Anerkennung fand das künstlerisch einmalig gestaltete Bühnenbild, das Dietmar Faber unterstützt von seiner Frau Alwine zu verantworten hatte.

Nach allen drei Vorstellungen war man sich einig, dass die Rollen wieder einmal optimal verteilt worden waren.

Wer da keinen Spaß hatte, der geht sicher zum Lachen gerne in den Keller!!!

 

 

"Ne, wat wor dat schön" !



 

... so die einhellige Meinung nach dem fast fünfstündigen Sitzungsmarathon bei der diesjährigen Karnevalssitzung am 17.02.2012 im Saal Meiershof. Die Stimmung bei der karnevalistischen Veranstaltung war an diesem Abend aber auch kaum mehr zu übertreffen und zeigte wieder einmal auf eindrucksvolle Weise, dass man in Freilingen bestens zu feiern versteht, ob jung oder alt.

Es gab im Laufe dieses Abends übrigens drei Geburtstagskinder vor Ort zu verzeichnen, einmal mit 83 Jahren und zweimal mit 85 Jahren. Das muss erst einmal getoppt werden. Aber es wurde ja auch für jede Altersklasse etwas geboten, so dass bei den insgesamt 14 Programmpunkten letztlich jeder auf seine Kosten kam.

Schon die Anmoderation unserer langjährigen Sitzungspräsidentin Dagmar Birk-Schröder war eine gelungene Einstimmung auf die folgenden Auftritte, in der sie in wieder einmal selbst geschneiderter Zimmermädchen-Garderobe über den Sinn und Zweck des Hausputzes philosophierte. Anschließend moderierte sie in bewährter, unterhaltsamer Weise die kurzweilige Sitzung, bei der sie sich wie schon im letzten Jahr der organisatorischen Hilfe von Peter Reiferscheid bediente.

Als erster Programmpunkt standen die Suetenischer Traumtänzer auf der Auftrittsliste. Und diese gestandenen Männer sorgten mit ihrer Darbietung schon direkt für erste Begeisterung. Als "The Royal Guard of Süetenich" boten sie in originalgetreuen englischen Gardeuniformen einen unterhaltsamen Tanz dar, in dem auch akrobatische Einlagen und der Einsatz von Wunderkerzen nicht fehlen durften und die Darbietung zu einer perfekten Show machten. Die Trainerin Nadine Recktenwald hatte ihre Akteure Marcel Höger, Bernd Lütgen, Werner Schreiber, Michael Dreßen, Ralf Albrecht, Michael Neumann, Egon Deist, Ludwig Werle, Dietmar Weiß, Stefan Dümmer und Ludger Joepen wahrlich bestens vorbereitet.

Danach stand ein erster Redebeitrag auf dem Programm. Als "Scheng und Schengche“ (Vater Martin und Sohn Markus Plützer aus Ripsdorf) machten die beiden ihre Witzchen über so beliebte Themen wie Ehefrauen und Arztbesuche und verwiesen dabei u.a. auf den "Doktormat im Schlecker", wenn die Arztpraxis Dr. Schneider, Schneider, Schneider und Schneider in Blankenheim wieder einmal geschlossen haben sollte.

Und dann war es endlich soweit. Das Geheimnis um das diesjährige Prinzenpaar wurde gelüftet. Bis zur letzten Sekunde war wirklich jeder unter allgemeinen Verdacht gestellt worden, der noch nicht im Saal erschienen war. Als sich dann unter großem Beifall und Jubelstürmen ausgerechnet der Freilinger Wirt als Prinz Käsper mit seiner holden Lieblichkeit Prinzessin Ingrid präsentierte, war das Narrenvolk nicht mehr auf den Bänken zu halten. Von einem solch triumphalen Einzug können andere Tollitäten nur träumen.

Natürlich hatte es sich der als größter FC Fan unter der Freilinger Sonne bekannte Prinz Käsper nicht nehmen lassen, seine verteilten Rosen eigens mit einem FC Emblem zieren zu lassen.

Wie die beiden es allerdings geschafft hatten, ihren Auftritt sogar vor ihrer Familie geheim zu halten und sich trotz vorher geleisteten Thekendienstes unbemerkt und in Windeseile umzuziehen, blieb allerdings weiterhin ein Geheimnis. Die Narrenherzen lagen den beiden bei der Prinzenansprache jedenfalls zu Füßen und die Stimmung war auf einem absoluten Höhepunkt angelangt und hielt im Grunde genommen bis zum Sitzungsende an.

So wurde dann auch die nachfolgende Darbietung der Gruppe mit dem einprägsamen Namen " 8 Pils, 3 Kölsch, 2 Radler und 2 Apfelschorlen" von der Woge der allgemeinen Begeisterung getragen. Auch bei diesem Auftritt stand ein Prinzenpaar im Vordergrund, und zwar eines, das aus der Zukunft kam. Man schrieb das Jahr 2250 und aus den unendlichen Weiten des Universums waren die futuristische Version der Jecke Böhncher ( Silvia Berners und Andrea Hierlwimmer) samt einer kompletten Karnevalsgesellschaft mit Funkemariechen (Denise Radermacher und Lena Hellenthal) und Teilnehmern des Geisterzuges (Peter Hierlwimmer als berittener Obergeist, Michael Scholl und Wilfried Radermacher) angereist. Als Darth Vader verkleidet berichtete der Imperator Christoph Berners von den Zuständen in Freilingen in der Zukunft. In passender musikalischer Umrahmung wurde dabei auch das Prinzenpaar des Jahres  (Markus Jüngling und Jutta Weingartz-Jüngling) mit ihrem Gefolge (Kerstin Scholl und Anja Radermacher) vorgestellt, die allesamt im wahrsten Sinne glänzten mit ausgefallenen und aufwendigen Kostümen samt Laser-Schwertern.

Anschließend ging es dann etwas "bodenständiger" weiter. Als Bauernpaar Hilde und Erwin verkleidet berichteten die mittlerweile zum dritten Mal auf der Bühne stehende „Neu-Freilingerin“ Irmgard Dülsner und der alte Theaterprofi  Siegfried Bonzelet über die Ängste eines Bauern um seinen guten neuen A-Klasse Mercedes, wenn die Angetraute auf einmal doch nach mehreren Anläufen den Führerschein geschafft hat und nun selbst mit dem besten Stück die Straßen unsicher macht. Doch die zum Entsetzen des Ehemanns geschilderten Beschädigungen am geliebten Fahrzeug waren nur Rache für die Verheimlichung des Führerscheinentzuges des Göttergattens. So kann es gehen, wenn man sich mit seiner Frau anlegt.

Nach dieser humoristischen Einlage füllten dann wieder drei gestandene Männer in einem Dreigestirn samt großem Gefolge die Bühne. Na, eigentlich war ja eine Frau dabei, denn als Jungfrau Andrea hatte Andreas Biesen seine Karnevalsfreunde aus Arloff/Kirspenich mit nach Freilingen gebracht, letztlich wahrscheinlich auch, um seinen Schwiegervater Käsper einmal zu zeigen, was man in seiner Heimatort alles auf die Beine stellen kann.

An der Spitze der zahlreich und unter lautem Trommelwirbel auf die Bühne strömenden Gesandtschaft stand Prinz Patrick I. (Eßer), der außer von seiner bereits erwähnten Jungfrau noch von Bauer Christian Zimmermann unterstützt wurde. Die Drei kennen sich seit Kindertagen und konnten sich seit der Ankündigung ihrer Regentschaft vor drei Jahre ausreichend auf die großen Auftritte im diesjährigen Karneval vorbereiten. Und dieses harmonische Zusammenspiel konnte man dem Dreigestirn auch anmerken. Natürlich ließ es sich Prinz Patrick nicht nehmen, seine Freilinger Amtskollegen auf die Bühne zu bitten und gemeinsam mit Prinz Käsper und Prinzessin Ingrid auf der Bühne zu schunkeln. Ein wirklich schöner Anblick, vor allem das auch noch dargebotene Tänzchen von Prinzessin und Jungfrau!

Es blieb aber auch nach diesem Auftritt keine große Verschnaufpause für die strapazierten Hände, da auch der nächste stimmungsmachende Auftritt von viel Beifall begleitet wurde. So präsentierte das „Freilinger Buschvolk “ mit Rita Ramers, Petra Lohmann, Gaby Schnichels, Heike Riethmeister, Elisabeth Ramers, Marion Ramers, Christina Ramers, Anna Ramers, Anne Kremer, Nadine Kremer und Helga Kremer einen mitreißenden „Mehrgenerationentanz“. Mit Speeren ausgestattet wirbelten hier zu afrikanischen Rhythmen zum großen Teil Mütter mit ihren Töchtern in unterhaltsamer Weise über die Bühne.

Aber an diesem Abend wurden nicht nur tolle Tänze geboten. Denn nach der "Mutter-Kind-Truppe" stand ein absoluter Knüller in der Bütt, der kein Auge trocken ließ. Der Büttenredner „ne bonte Pitter“ alias Edgar Andres aus Belgien und bekannt aus zahlreichen Fernsehauftritten, hielt eine gepfefferte Rede, in der er auf alle Sparten des täglichen Lebens in gekonnt trocken-witziger Manier einging. Er hatte die Lacher von der ersten Minute an auf seiner Seite und konnte trotz schon fortgeschrittener Stunde mit seinem Redebeitrag die Karnevalsjecken im Saal bestens unterhalten. Mit diesem überregionalen Star hatten die Organisatoren einen echten Glücksgriff getätigt, wie der langanhaltende Applaus nach dem Auftritt bewies, mit dem sich das Publikum bedankte.

Viel Applaus gab es auch für die anschließende, von Ulrike Korth einstudierte Darbietung der Tanzgruppe "Hot Pants" (Anne Besseler, Jana Korth, Inga Dümmer, Jessica Sigel, Pia Neu, Amelie Franzen, Monika Gossen und Jessica Koch) aus Lommersdorf. Die Cheerleader aus dem Nachbarort sorgten wie schon in den vergangenen Jahren wieder für eine tänzerische Augenweide und eine mitreißende Abwechslung im Sitzungsverlauf.

Danach zeigten die "Spaßbremsen" alias Claudia Hellenthal und Simone Böhm in dem wortlosen Sketch "Zwei Damen im Zug", dass man sich auch auf alternative Weise "attraktiv" schminken kann. So müssen eben manchmal auch z.B. Mehl als Puder, Tomatenmark als Lippenstift oder Maggie als Parfüm herhalten, wenn man denn nichts anderes zur Verfügung hat. Allerdings muss man schon mit einem etwas anderen Ergebnis rechnen !

Obschon es mittlerweile nach 23.00 Uhr war, konnten danach auch die Freilinger Blaumeisen mit ihrem wie immer beeindruckenden Tanz den Saal noch einmal so richtig zum Kochen bringen. Unter der bekannt professionellen Leitung von Gabi Schnichels hatten Sabrina Bonzelet, Clara Hierlwimmer, Corinna Caspers, Elisabeth Ramers, Anna Ramers, Christina Ramers, Anne Kremer, Eva Kremer,Vanessa Mai, Ines Mauel, Maren Mauel, Carolin Schröder, Annika Wassong und Alina Rosenow in monatelangen, mühevollen Proben eine sehenswerte und anspruchsvolle Darbietung zum Thema "Seemänner" einstudiert. Auch bei diesem Tanz wurde sich natürlich wieder in Windeseile umgezogen, so dass neben verschiedenen Seemanns-Hymnen auch verschiedene maritime Outfits gezeigt wurden. Bei dem Tempo, das insgesamt auf die Bühne gelegt wurde, kam man als Zuschauer schon fast selber aus der Puste. Da wunderte es nicht, dass sich das Publikum auf für diesen flotten Auftritt mit viel Beifall bedankte.

Reichlich Beifall gab es dann anschließend auch für den Blankenheimer Prinz und sein Gefolge, der natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen durfte. Prinz Werner V (Poensgen) und seine Prinzessin Gaby (Poensgen) sorgten wieder einmal für einen gelungenen traditionellen Auftritt der Blangemer Jecken auf der Freilinger Bühne samt tänzerischer Darbietung der "Blangemer Danz Pänz".

Dabei hatte es zunächst nicht danach ausgesehen, dass man auch 2012 in Freilingen diesen Programmpunkt bieten könnte. Der Karnevalsverein Blankenheim hatte die geplante Prinzenvorstellung im vergangen November nämlich absagen müssen, da es an den entsprechenden Tollitäten gefehlt hatte. Passend vor Karneval konnte man dann letztlich doch noch dieses Prinzenpaar mit Gefolge aufbieten und das auch noch mit einem Prinzen, der bereits 1974 in Blankenheim die Prinzenhosen anhatte. Zusammen mit den Pagen Harry Balter und Georg Böcker sowie den Jecke Böhnchen Jannik Lenz und Philipp Elsen wurde unter dem Motto: "Lasst uns den JUH-JAH springen und jecke Lieder singen; so klingt es hell vom Schlossblick bis zur Quell" unter der Anmoderation von Präsident Stefan Meyer dem Blangemer Karneval auf jeden Fall wieder alle Ehre gemacht und für reichlich Stimmung im Saal gesorgt. Es ist ja auch wirklich jeder in jeder Verfassung in der Lage, die Nationalhymne des Blankenheimer Karnevals: „Juja Krebbel en de Botz“ mit einzustimmen.

Den absoluten Höhe- und Schlusspunkt setzten dann nach fast 5 Stunden Programm (ohne Pause!) die „Grazien“ vom Männerballett Freilingen. Unter der Leitung von Verena Biesen zogen Markus Ramers, Siegfried Bonzelet, Markus Böhm, Alfredo Sanz, Thomas Renner, Sebastian Caspers, Dennis Scholl, Michael Berners, Johannes Hilgers und Max Hierlwimmer zunächst in der Montur von "Straßenfegern" mit Besen bewaffnet in den Saal ein. Nach der anschließenden Entkleidung legten die Herren dann in aufgepolsterten Muskelshirts, die so manchen Bierbauchansatz verdeckten, einen wie immer sehenswerten Tanz zu der passenden Musik von Brings, dem Titel " Dat is geil" auf die Bühne. Dabei wurden trotz der späten Stunde und des leichten Alkoholkonsums sogar noch Hebefiguren geboten.

Da blieb der lautstarke Ruf nach einer Zugabe natürlich nicht aus, dem die Herren gerne Folge leisteten, und zwar mit einer jeweils eigenen tänzerischen Kreation zur momentanen Nr. 1 der deutschen Charts "Ai se eu te pego (nossa, nossa)" von Michel Telo.

Und die Stimmung im Saal brach nach der Sitzung nicht etwa ab. Im Gegenteil, zu der Live-Musik des Duos „T(w)o Smile“, die schon während des Programms mit Ein-und Ausmärschen und Tuscheinlagen für die musikalische Untermalung der Auftritte gesorgt hatten, konnten dann alle Jecken noch einige Stunden das Tanzbein schwingen.

An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an alle, die an dem großen Erfolg der Karnevalssitzung mitgewirkt haben, sei es im Hintergrund (vor allem Markus Birk und Stefan Franzen an der Technik), bei der Organisation oder auf der Bühne.

Ein besonderes Dankeschön gebührt dabei auch wieder Ingrid und Käsper. Sie haben neben ihren ganzen heimlichen Vorbereitungen für den eigenen Auftritt uns nicht nur einen bunt geschmückten Saal zur Verfügung gestellt, sondern mit ihrer durchorganisierten Bewirtung wieder dafür gesorgt, dass keine Kehle trocken blieb und bis in den frühen Morgen weiter gefeiert werden konnte. Zudem hat Käsper sich insofern wieder als Organisationstalent erwiesen, als er im Hinblick auf das angekündigte Großaufgebot aus Arloff den Akteuren eigens einen "Umkleideraum" im Biergarten erbaut hatte. Das beheizte Zelt war wirklich bestens ausgestattet, mit Tischen, Stühlen, Heizstrahlern, Teppichen und einem großen Spiegel. Sogar an einen nervenberuhigenden Willkommenstrunk war gedacht worden. Alle Achtung !!! 

Last but not least gebührt ein ganz großer Dank natürlich Jana Reiferscheid, die wie schon in den vergangenen zwei Jahren mit aller Geduld Orden eingefädelt, Listen erarbeitet und Programmpunkte organisiert hat, zusammen mit dem eingangs bereits erwähnten Ehemann. Übrigens, der Karnevalsorden wurde auch in diesem Jahr wieder von Simon Hellenthal designt. Auch ihm an dieser Stelle ein ganz herzliches Danke !

Ein Dank geht natürlich auch an die vielen Karnevalsjecken, die an diesem Abend den Weg zu Käsper gefunden haben. Schön, dass so viele Freilinger und Freunde des Freilinger Karnevals aus anderen Ortschaften der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt sind und das überwiegend sogar in tollen Kostümen.

Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr wieder eine so tolle Karnevalsveranstaltung mit so vielen einheimischen Talenten geboten werden kann.

Driemol Frellenge ……..erste Bilder von der Sitzung von Rolf Dülsner unter folgendem Link Karneval Freilingen 2012. Herzlichen Dank für diese tollen Fotos !!!

Weitere folgen !

 

Rundum gelungene vorweihnachtliche Veranstaltung

Am Sonntag, 11.12.2011 ist sicherlich auch der letzte Skeptiker davon überzeugt worden, dass der Umbau des ehemaligen Kindergartens zu unserem neuen Bürgerhaus sich in jedem Fall mehr als gelohnt hat.

Denn beim mittlerweile vierten Adventskaffee des Vereinskartells Freilingen hat sich gezeigt, dass die Räumlichkeit für diese Art der dörflichen Veranstaltung genau die richtige Größe und Atmosphäre bietet. Gerade der Umstand, dass man an diesem Nachmittag dicht gedrängt beieinander saß, gestaltete den Adventskaffee so gemütlich und unterhaltsam. Da wurde an allen Tischen viel erzählt, fröhlich gelacht und reichlich verzehrt.

Die Voraussetzungen für all dies waren ja auch optimal. Denn es war wieder einmal eine reine Augenweide, was die Damen am Kaffeestand alles an Köstlichkeiten zu bieten hatten. Neben belegten Brötchen und Siedewürstchen luden über 20 Kuchen an diesem Nachmittag dazu ein, sämtliche Diätpläne zu vergessen.

Ob z.B. Trüffeltorte, Käsekuchen, Mokkatorte, Apfelkuchen oder Marzipantorte, hier konnte jeder genau nach seinem Geschmack fündig werden und die Backkünste der Freilinger Kuchenbäckerinnen bestaunen.

In diesem Jahr kamen neben Porzellantellern und -tassen übrigens auch erstmals nur "richtige" Kaffeelöffel und Kuchengabeln zum Einsatz, so dass am Kuchenbuffet kaum Müll produziert wurde. Wir konnten also auch noch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. An dieser Stelle recht herzlichen Dank an alle helfenden Damen hinter der Kuchentheke, am Spülbecken und natürlich auch an all diejenigen, die sich an diesem Wochenende die Zeit in der Küche genommen haben, um diese Veranstaltung mit einer Kuchenspende zu unterstützen.

Unterstützt wurden wir an diesem Nachmittag auch vom Musikverein Freilingen, der für die musikalische Unterhaltung der Gäste draußen vor dem Glühweinstand sorgte. Sie ließen es sich nicht nehmen, trotz kalter Finger einige Weihnachtslieder zu präsentieren. Für den unermüdlichen Einsatz im Sinne der Musik noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Musiker.

Und so herrschte auch vor den Türen des Bürgerhauses beste Stimmung in vorweihnachtlichem Ambiente, nicht zuletzt dank der freundlichen Damen in der Glühweinbude und am improvisierten Grillstand. Sie gaben sich trotz der niedrigen Temperaturen alle Mühe, gute Laune zu verbreiten und versorgten die Besucher bis zum Schluss mit leckerem, weihnachtstypischen Heißgetränk und liebevoll gewendeten Würstchen. Einen recht herzlichen Dank für diesen Einsatz an der Wetterfront.

Aber draußen wurde ja auch ohne viel geboten. So konnte man bei Andre Schmickler und Eva Wiesner schon einmal einen Weihnachtsbaum erwerben oder sich zumindest einen vorbestellen. Wer diese Gelegenheit verpasst hat, bekommt übrigens am Sonntag, 18.12.2010 ab 11.00 Uhr noch einmal die Gelegenheit, sich in der Seestr. 5 ein passendes Tannengrün für die bevorstehenden Feiertage auszusuchen.

Aussuchen konnte man sich die Gewinne bei der Adventsverlosung an diesem Tag leider nicht, auch wenn einige nach einem Blick auf die zu gewinnenden Preise schon so manche Favoriten für sich ausgewählt hatten. Es gab ja auch wieder einmal tolle Laternen, Windlichter, Kerzenständer usw. zu gewinnen. Aber auch die männlichen Besucher kamen trotz der vielen Deko-Artikel nicht zu kurz. Es standen etliche Schraubenzieher-Sets und Autowintersets auf der Preisliste, die zum Teil von der Fa. Jochen Bichler zur Verfügung gestellt worden waren. Und für die kalten Füße gab es drei Paar handgestrickte Socken zu gewinnen, die Marianne Riethmeister freundlicherweise gestiftet hatte.

Absolutes Highlight neben der Senseo-Kaffeemaschine, der Digitalkamera und der Theaterkarten für die Aufführung im nächsten Jahr war sicherlich der von Stefan Franzen gespendete, selbst gemachte Schwibbogen, der nun das Fenster von Simon Hellenthal erleuchtet, der sich glücklicher Gewinner dieses Preises nennen konnte.

Dass bei der Verlosung nicht jeder gewann, der eins von den 440 handgemachten Losen erworben hatte, liegt allerdings an der Natur der Sache. Aber gerade dies macht ja auch den Reiz einer solchen Veranstaltung aus, bei der in diesem Jahr immerhin über 70 kleine und große Preise überreicht werden konnten und damit letztlich doch viele Besucher auf ihre Kosten kamen und entsprechend Spaß an der Verlosung hatten.

Eine Art "Weihnachtsgeschenk" haben alle Gäste und Besucher an diesem Tag auch dem Vereinskartell gemacht. Denn durch ihr Kommen und Verweilen, Essen und Trinken haben sie alle dazu beigetragen, dass letztlich sowohl Glühwein, als auch Würstchen und Kuchen ausverkauft waren und die Kasse für das Bürgerhaus wieder gut gefüllt wurde. Denn auch nach der Fertigstellung gibt es noch viel zu tun bzw. anzuschaffen.

Ach übrigens, wer an diesem Nachmittag als vorweihnachtlichen Schmuck den normalerweise die Veranstaltung zierenden Weihnachtsbaum vermisst hat, dem sei gesagt, dass alle Wiederbelebungs- und Rettungsversuche am gemeindeseits zur Verfügung gestellten Baum im Vorfeld vergebens waren. Auch der schönste Christbaumschmuck hätte diesem Elend nicht zu entsprechendem Glanz verholfen. Wir mussten daher kurzfristig, wenn auch schweren Herzens auf geschmücktes Tannengrün verzichten.

Aber ich glaube, das Bürgerhaus war auch so ausreichend dekoriert.

Im nächsten Jahr werden wir uns im Vorfeld dann höchstpersönlich um einen schönen Tannenbaum bemühen, versprochen !

Und zum Schluss noch ein besonderes Dankeschön an Lena Hellenthal, die zwischendurch nicht nur für den Kaffeenachschub an den Tischen sorgte, sondern auch die Fotos für unsere Internetseite machte.

 

...unsere gute Stube, bis auf den letzten Platz besetzt

 

Viel zu tun für Rita und Marion Ramers am Kuchenbuffet und Irmagard Dülsner und Petra Lohmann in der Küche

 

Anja Radermacher in der Glühweinbude

 

Auch draußen war viel los !

 

Claudia Hellenthal am improvisierten "Würstchengrill"

 

Der Musikverein sorgte wie immer für musikalische Unterhaltung

 

...überalle froh gestimmte Menschen !

 

Helene Ramers, Gaby Schnichels und der Nachwuchs Denise Radermacher ... die fleißigen Helferinnen in der Küche

 

Unser "Kassenmann" Markus Ramers

 

Tolle Preise !

 

Selbstgemachte Lose !!!

 

Erwartungsvolle Gesichter !

 

Glücklicher Gewinner !

 

... und der Hauptpreis für Franz-Josef Giefer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Publikum wie Organisatoren waren begeistert

 

2682 €, so die stolze Summe, die bei der zweiten Benefiz-Musik-Gala in Freilingen am Samstag, 29.10.2011 für die Peruhilfe und die Ost-Afrika Hungerhilfe der Organisation Ärzte ohne Grenzen dankenswerter Weise zusammen gekommen ist.

Und am Ende der Veranstaltung waren alle mehr als zufrieden, Veranstalter wie Besucher. Denn was die sieben Gruppen im Laufe des langen Abends (letztlich wurde bis fast 2 Uhr in der Früh live Musik gemacht), das ließ keine musikalischen Wünsche offen. Über mangelnde Abwechslung im Programm konnte sich wirklich keiner beklagen.

So sorgten zu Beginn der Musikshow direkt die Gastgeber FDH & Bums erst einmal selber für die richtige Stimmung. Vor allem einer zeigte sich so begeistert von der Art und Weise, wie die Truppe Musik macht, dass er als "Friend" gleich mit auf die Bühne ging. "Jupp" aus Kölle hatte sichtlich Spaß bei der Sache.

Spaß hatte in jedem Fall auch die Nachwuchsband Contrast.Silver, die nach der "alten Garde" bewies, dass auch sie es schon verstehen, das Publikum zu begeistern. Da stand der Hellenthal Junior dem Senior in keiner Weise nach. Gerade bei den jüngeren Besuchern kam der Cover-Rock von Lukas, Leon, Sebastian, Carsten und Jonas gut an. Da durfte dann natürlich auch eine Zugabe nicht fehlen.

Gut an kam und kommt nach wie vor auch die Tanz- und Unterhaltungsmusik von der Band Calypso. Sie spielten an diesem Abend wie zu ihren besten Zeiten und irgendwie war gar nicht vorstellbar, dass sich die 6 vor rund 6 Jahren tatsächlich als Band getrennt haben. Der Spaß, den die Truppe beim gemeinsamen Musizieren miteinander hatte, übertrug sich in jedem Fall sofort auf das Publikum. So dauerte es auch nicht lange, bis die ersten Tanzbeine geschwungen wurden. Und so manch einer wünschte sich spontan, dass die Band doch noch einmal auf der Freilinger Kirmes spielen könnte, so wie früher.

Alles andere als Kirmesmusik bot dagegen Dominic Sanz, der an diesem Abend von Uwe Reetz an der Gitarre und Matthias Poth am Saxofon begleitet wurde. Gefühlvolle Balladen bestimmten hier das Programm und die drei Musiker verstanden es gekonnt, die Besucher mit mehrstimmigen Gesang und eindringlichen Saxofonklängen zu begeistern.

Begeistern konnte auch der Auftritt der Blaumeisen, die mit der Premiere ihrer neuen Bühnenshow "Freilingen Ahoi" schon einmal einen Vorgeschmack auf die kommende Karnevalssession boten. Mit gelungenen Kostümen bewiesen die 14 jungen Damen, dass sich die wöchentliche Probe seit März in jedem Fall gelohnt hat.

Gelohnt hatten sich auch die Bemühungen der Veranstalter, die "Männer von Flake" zu einem Auftritt bei der Benefiz-Gala zu bewegen. Denn die vier Rocker aus dem Münstereifeler Gebiet boten Cover-Rock vom Feinsten. Sie heizten den rund 250 Musikfreunden im Saal so richtig ein und sorgten für einen weiteren musikalischen Höhepunkt an diesem Abend. Und die Freude an der fetzigen Musik und der Performance war ihnen ganz offensichtlich anzumerken.

Dass anschließend das legendäre Maryland-Sextett sich ohne große Proben für ihren Auftritt bei der Benefizveranstaltung zusammen gefunden hatte, war der Truppe in keinem Fall anzumerken. Fast 40 Jahre nach Gründung der Band und 25 Jahre nach dem letzten großen offiziellen Auftritt bewies die Formation, dass man nichts verlernt hat. Und wie eh und je verstand es die Band, mit gekonnter Moderation und hohem instrumentalen Können das Publikum mitzureißen.

Da hielt es am Ende trotz fortgeschrittener Stunde dann auch die anderen Musiker nicht mehr zurück. Und so versammelten sie sich dann zum Schluss dann fast alle noch einmal zu einer Jamsession, also einem zwanglosen Zusammenspiel, auf der Bühne.

Insgesamt also eine tolle Veranstaltung mit erstaunlich vielen Freilinger Musikern bzw. Freilinger Talenten, die noch einiges erwarten lassen.

Freuen wir uns jetzt schon auf eine dritte Auflage der Musik-Gala !

 

 

 

 

 

 

 

Erste offizielle Veranstaltung im umgebauten Gebäude voller Erfolg

Da war im Vorfeld in der Einladung wirklich nicht zu viel versprochen worden: das Kuchenbuffet, das beim Einweihungsfest des Bürgerhauses präsentiert wurde,  konnte sich wirklich sehen lassen. Weit über 30 Kuchen waren von den spendierfreudigen Bäckerinnen aus Freilingen angefertigt worden. Und die Auswahl, die sich einem am Sonntag, 11.09.2011 in den umgebauten Räumen des ehemaligen Kindergartens bot, ließ wirklich keine Wünsche offen.

Ja, wer sich da vom schlechten Wetter hat abhalten lassen, das Fest aufzusuchen, hat wirklich etwas verpasst. Denn aufgrund der üppigen Regenschauer drängten alle Besucher in das Bürgerhaus, auch diejenigen, die üblicherweise den Aufenthalt an der Bierbude vorziehen. So wurde es zeitweise schon recht eng, was allerdings der tollen Stimmung keinen Abbruch tat.

Im Rahmen des offiziellen Teils wurde zunächst auf die Hintergründe des Umbaus des Kindergartens eingegangen. Ausgangspunkt für die Idee eines Bürgerhauses waren zwei einschneidende Ereignisse und Entwicklungen, die im Jahr 2007 die Ortschaft und das Ortsbild von Freilingen schicksalhaft geprägt hatten: der Brand des alten Feuerwehrhauses im April und  die Schließung des Kindergartens im Juli.

Mit der Notwendigkeit eines Neubaus für die Freilinger Feuerwehr ergab sich die Frage, inwieweit das benachbarte leerstehende Gebäude mit einbezogen werden könnte. Nicht nur aufgrund finanzieller Aspekte, sondern auch aus planerischen Gründen, um einen weiteren Leerstand im Ort zu vermeiden.

Letztlich wurden mit wesentlichem Einsatz unseres damaligen Ortsvorstehers Franz-Josef Giefer und intensiver Unterstützung von Bürgermeister Rolf Hartmann ein Bau- und Finanzplan aufgestellt, der die beiden Gebäude, Neu- und Altbau verband, sowohl in der Errichtung als auch in der Nutzung.

Diese Idee, ein Bürgerhaus in Freilingen zu verwirklichen, war stellenweise allerdings mit einer gewissen Skepsis aufgenommen worden. Schließlich waren mit dem Jugendheim, dem Turnraum in der alten Schule und dem Saal der Gaststätte Meiershof vermeintlich genug Räume für Probe- und Trainingsstunden sowie Feste und Veranstaltungen vorhanden.

Allerdings waren die Räumlichkeiten sehr beengt und hinsichtlich ihrer Nutzungsmöglichkeit auch nicht auf unbegrenzte Zeit gesichert. Um Raumnot einerseits und unnötigen Gebäudeleerstand andererseits zu vermeiden, entschloss man sich daher trotz aller Bedenken zum Umbau.

Und dies wirkte sich nicht nur positiv auf das Ortsbild von Freilingen aus, sondern schlug sich auch im gesellschaftlichen Bereich nieder : hier sind alle Vereine Hand in Hand gegangen und hier zeigen auch alle Vereine zukünftig Verantwortung und Zusammenarbeit, sowohl in der Nutzung als auch in der Unterhaltung der Gebäude, das nach weit mehr als 1500 Arbeitsstunden nun seit Anfang  Mai in Betrieb ist.

Es wird inzwischen auf vielfältige Weise genutzt. Es dient vor allem dem Musikverein, Turngruppen und verschiedenen, von der Freilinger Tanzpädagogin Gabi Schnichels geleiteten Tanzkursen als Übungsstätte. Dazu wurde der Raum eigens mit einer Akustikdecke und einem großen Tanzspiegel ausgestattet. Mittlerweile bietet aber auch die Caritas ambulante Tagespflege in Freilingen an. Ab dem Herbst trifft sich zudem noch die örtliche Handarbeitsgruppe zum gemeinsamen Häkeln und Nähen im neuen „Dorfsaal“.

Das Bürgerhaus soll also nicht in Konkurrenz zu unserer Gastwirtschaft betrieben werden, deren Wert für alle größeren dörflichen Feste wie Kirmes, Karneval und die Theateraufführungen außer Frage steht. Der neue Raum ist vielmehr in erster Linie als Lehr, Lern und Probestätte gedacht und soll für kleinere Feste zur Verfügung stehen.

Die Freilinger Bevölkerung nutzte auf dem Einweihungsfest jedenfalls in großer Zahl die Gelegenheit, sich selbst einen Eindruck von dem vorzeigbaren Umbau zu machen. Auch etliche Ratsmitglieder waren der Einladung zu diesem Fest gefolgt, zumal das Gebäude mit ihrer Zustimmung Mittel aus dem Konjunkturpaket II für einen Wärmedämmputz erhalten hatte.

Heinz-Toni Schneider, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim betonte in seinem Grußwort, dass der Rat nach anfänglichen  Bedenken gegenüber dem Bauvorhaben doch inzwischen restlos von dem Ergebnis überzeugt sei. Die Bevölkerung habe hier in anerkennenswerter Weise den alten Kindergarten als Bürgerhaus nutzbar gemacht.

Pfarrer Meuser konnte die gelungene energetische Sanierung in seiner Ansprache nur bestätigen: „ Bei den Temperaturen, die hier drinnen herrschen, benötigt man in Freilingen zukünftig gar keine zusätzliche Heizung mehr“. Mit Fürbitten und einem Gebet segnete er das Bürgerhaus dann ein. Dabei wurde auch das Kreuz geweiht, das die Räumlichkeit ab sofort unter himmlischen Schutz stellen soll : eine Handarbeit aus Südtirol, die dem Vereinskartell von einem großzügigen Spender gestiftet worden war.

Geschenkt wurde dem Vereinskartell auch ein Gemälde des Freilinger Künstlers Hans-Jürgen Wolff, das das Gebäude nebst der alten Schule vor dem Umbau zeigt. Eine schöne Erinnerung, die nun ebenfalls die Wände des neuen Bürgerhauses ziert.

Nach dem offiziellen Teil ging es dann zünftig weiter. FDH & Bums hatten es sich nicht nehmen lassen, als Freilinger "Hausband" ihren Beitrag zum Einweihungsfest beizusteuern. Sie hatte dabei mit ihrer Musikauswahl genau den Geschmack des Publikums getroffen, von denen nicht wenige die angestimmten und ohne technische Hilfe vorgetragenen Lieder lauthals mitsangen.

Da der Wettergott am späten Nachmittag dann doch noch ein Einsehen mit dem Veranstalter hatte, kam dann auch der vor den Toren des Bürgerhauses aufgestellte Bierpavillon richtig zur Geltung. Dort wurde noch bis in den Abend hinein erzählt, getrunken und sogar noch Musik gemacht.

Insgesamt blicken wir damit auf eine rundherum gelungene Veranstaltung zurück, die wieder einmal gezeigt hat, dass die Freilinger Bevölkerung zur Stelle ist, wenn es heißt : wir feiern ein Fest.

Auch Uwe Schmitz, Vorsitzender der Bürgerstiftung der Kreissparkasse zeigte sich von dem Fest und den Räumen beeindruckt. Das Vereinskartell konnte damit der Bürgerstiftung zeigen, dass die uns 2010 zugesprochenen 1000 € für die Jugend-und Seniorenarbeit in den Freilinger Händen gut aufgehoben waren.

Den vielen Helfern, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben, an dieser Stelle ein recht herzliches Dankeschön.

Ein Dankeschön sei auch noch einmal an die vielen ehrenamtlichen Helfer ausgesprochen, die am Umbau des Kindergartens beteiligt waren und damit eigentlich eine Gedenktafel im Bürgerhaus verdient gehabt hätten. Dafür ist aber leider mittlerweile aufgrund der Spiegel, des Kreuzes und des Gemäldes kein Platz mehr. Aber das Ergebnis spricht für sich und ich glaube, dass jeder Helfer beim Anblick und Betreten des Bürgerhauses entsprechend stolz ist und auch absolut stolz sein kann.

Es soll auch nicht versäumt werden, Rat und Verwaltung der Gemeinde Blankenheim Dank auszusprechen. Dies betrifft zum einen die zugebilligten Mittel aus dem Konjunkturpaket II, mit deren Hilfe die äußere Hülle des Gebäudes energetisch aufgewertet wurde. Zum anderen gilt dies aber auch für Rat und Tat mancher Gemeindemitarbeiter, die als Ansprechpartner in vielfältiger Weise das Bauprojekt geduldig unterstützt haben.

Diejenigen, die das Einweihungsfest verpasst haben, bekommen dann an St. Martin Gelegenheit, sich von dem tollen Umbauergebnis und der Sinnhaftigkeit der Räumlichkeiten zu überzeugen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 



 

...da wore mer op de Kirmes injelade


Also, in diesem Jahr hat es der Wettergott mit den Freilinger Kirmesfreunden wirklich gut gemeint : 3 Tage lang konnte bei sonnigstem Wetter ausgiebig Kirmes gefeiert werden. Und nicht zuletzt dank der äußeren Umstände war an allen Tagen und bei allen Veranstaltungen diesmal richtig etwas los.

Und das auch schon bevor die Kirmes überhaupt gestartet war. Denn Ostersonntag war auf der traditionellen Maiversteigerung eine "Aussiedlerin", nämlich Sandra Hermeling vom Heidehof von Thomas Renner durch ein entsprechendes Höchstgebot zur Maikönigin 2011 gekürt worden. Nach dem ersten Jubel wurden auch schon die wildesten Überlegungen angestellt, wie denn die Maikönigin wohl vom Maikönig und dem gesamten Kirmesgefolge gebührend an ihrem Wohnsitz in Empfang genommen werden könnte.

Mutig hatte man schon einige Bauern zwecks Ladewagentransportes der gesamten Kirmesgesellschaft inklusive des Musikvereins angesprochen. Aufgrund nicht weg zu diskutierender Transportrisiken entschied man sich letztlich dann doch lieber dazu, den "Almauftrieb" abzusagen und den Kirmeszug nach dem Ausgraben des Kirmesknochens durch die diesjährigen Neuaufnahmen, Lukas Hellenthal und Leon Böhm, auf den Marienplatz zum Wohnsitz des Maikönigs zu leiten.

Der Kirmesumzug wurde dabei natürlich wieder vom Musikverein Freilingen begleitet, der den beiden Hoheiten anschließend gebührend zum Ehrentanz aufspielte.

Anschließend steuerte die Kirmesgesellschaft dann wieder die Lammerswiese an, wo ich als Ortsvorsteherin den Umzug begrüßen durfte.

Danach ging es zum Ball in den Saal von Meiershof, wo mal wieder jeder nach Herzenslust das Tanzbein schwingen konnte. Die Tanzband "Sunset" sorgte mit flotter und abwechslungsreicher Tanzmusik schnell für beste Feierlaune.

Erste Höhepunkte der Kirmes stellten der lautstarke Auftritt der Junggesellen (wie immer gesanglich angeführt von unserem stimmgewaltigen Kreistagsmitglied) und der offizielle Ehrentanz des Maikönigspaares mit anschließendem "Hochlebenlassen" dar, der den ganzen Saal in ausgelassene Kirmesstimmung versetzte. Und obwohl der Abend für unser "Hoheiten" sicherlich erst am frühen Morgen beendet war, ließen es sich die zwei nicht nehmen, am nächsten Tag in Amtsschärpe um 10.30 Uhr am Hochamt teilzunehmen. Hochachtung !

Bei der anschließenden Kranzniederlegung konnte unser neu gestaltetes Ehrenmal mit einem besonders schönen Kranz mit frischen Rosen eine angemessene Ehrung erfahren. Im Beisein eines der letzten Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft von Freilingen, Ernst Plötzer, wurde den gefallenen und vermissten Soldaten unseres Dorfes aus beiden Weltkriegen gedacht. Diese Tradition erlangt in den zur Zeit weltweit sehr kriegerischen Zeiten eine besondere Bedeutung und ist in ihrem mahnenden Charakter mehr denn je aktuell.

Eine andere Kirmestradition, nämlich der Frühschoppen wurde anschließend im Saal Meiershof fortgeführt. Am Nachmittag gab es dann dort Tanzmusik von der Borsalino-Dance-Band und ein umfangreiches Kuchenbuffet von den Junggesellen.

Die Feierlaune hielt dann auch am Montag, 03.05.2010 noch an. Am frühen Nachmittag wurde zunächst wieder ein "Hahneköppen" durchgeführt. Bei der Konstruktion des Hahn-Nachbaus hatte man sich in diesem Jahr offenbar besonders viel Mühe gegeben, vor allen Dingen Edith Giefer, die wieder einmal die Stoffhülle liebevoll genäht hatte. Letztlich dauerte es bis halb vier, bis die Gummi-Bauschaum-Gestalt den "Geist" aufgab.

Dies muss aber nicht unbedingt etwas über die Schlagqualitäten der Junggesellen aussagen, sondern zeugt vielmehr von den handwerklichen Fähigkeiten der Jungmänner. In jedem Fall hatten alle Zuschauer gehörigen Spaß, als die Junggesellen eifrig versuchten, dem tierschutzgetreuen Stoffhahn den Kopf abzuschlagen. Letztlich gelang dem erst später zu der Veranstaltung erschienen Dominik Plötzer mit einem wahrlich kräftigen Schwung der entscheidende Hieb.  Eine Hahnekönigin war dann auch ganz schnell erkoren. So durfte sich Vivien Allendorf von der begeisterten Kirmesschar beglückwünschen und von den Junggesellen, begleitet von einem Tusch des Musikvereins, die Schärpe der Hahnekönigin umhängen  lassen.

Mit dem frisch gekürten Hahnekönigspaar ging es dann nahtlos zur Häusertaufe über, die erstmals von Bastian Karschat moderiert wurde. Der hatte trotz Abiturstresses morgens noch einige Stunden Zeit gefunden, sich auf seine Vorträge vorzubereiten. Zuerst stand die Taufe bei Irmgard und Rolf Dülsner in der Steinstraße an.  Zwar leben die gebürtige Brühlerin und der aus Köln-Kalk, also von der "scheele Sitt" stammende Hausherr schon seit 12 Jahren in dem Haus. Doch erst nach der "offiziellen Einbürgerung" auf der letztjährigen Karnevalssitzung haben sich die karnevalsmäßig sehr engagierte Hausherrin und ihr Mann überlegt, ihr Haus taufen zu lassen.

Die beiden ließen es sich auch nicht nehmen, die in den letzten Tanzkursen erworbenen Fähigkeiten zu den Klängen des Musikvereins umzusetzen. Da konnten sie sich dann auch gleich den gesamten Stress der vorherigen Tage von der Seele tanzen, da zu der ganzen Vorbereitung der Häusertaufe auch noch die Anlieferung und Montage einer neuen Küche gekommen war. Und was das bedeutet, kann wohl unschwer nachvollzogen werden. Feierlich getauft wurde ihr Haus auf den Namen "Jecke Immi-Huus", wieso wohl ?

Von der Steinstraße aus bewegte sich die gesamte Kirmesschar dann in die Industriestraße zum Anwesen von Katharina Giefer-Bichler und Sascha Bichler. Die zwei hatten an dem Tag nicht nur das Fest der Häusertaufe, sondern nebenbei noch ein kleines Jubiläum zu feiern : denn es war ausgerechnet die Kirmes, die vor 14 Jahren das Leben der beiden veränderte, als sie sich beim Tanz und später beim Eierbacken näher kamen. Da war es doch selbstverständlich, dass die Kirmestradition auch hinsichtlich des 2008 erworbenen Hauses fortgeführt wurde, das bald neben Katharina, Sascha und dem kleinen Jakob auch noch von einem weiteren Familienmitglied bewohnt sein wird. Getauft wurde das Heim der jungen Familie mit Blick auf das gegenüberliegende Haus (Schmedde) auch ganz traditionell dann  auf den Namen "Neu-Schmedde".

Als letztes Gebäude stand das Feuerwehrhaus auf dem Taufplan. Das Gerätehaus war zwar schon im letzten Jahr auf dem Kinderfest offiziell eingeweiht worden, sollte aber nach dem Willen der Hausherren auch noch die ortsüblichen Kirmesweihen erhalten. Doppelt gesegnet hält halt besser. Damit kann die Feuerwehr, die seit der Grundsteinlegung im Dezember 2008 über 3000 Stunden Eigenleistung in das Gebäude investiert hat, eigentlich getrost beruhigt sein, dass dem Gebäude nicht das feurige Schicksal des Vorgängermodells drohen kann. Ganz im Hinblick auf den Sinn und Zwecks des Gebäudes wurde das Feuerwehrhaus auf den Namen "Frellenger Spritzehuus" getauft. Danach durfte dann auch der Ehrentanz des Löschgruppenführers und Quasi-Hausherr Siegfried Bonzelet mit seiner Frau Almut nicht fehlen.

Nach der Häusertaufe zog die zwischenzeitlich auf eine beachtliche Größe angewachsene Kirmesgesellschaft geschlossen in den Saal von Meiershof ein, wo man zunächst im Rahmen der von den Täuflingen gesponserten Freibieraktion weiter feierte. Die drei Besseler Brüder sorgten mit ihrer Borsalino-Dance-Band nicht zuletzt dank der zusätzlichen Spenden an diesem Abend für einen lange andauernden, stimmungsvollen Ausklang der Kirmes.

Und bei all der Feierlaune war es überhaupt nicht verwunderlich, dass neben dem Maikönigs- und Hahnekönigspaar auch Siggi (Bonzelet) und Tino (Bichler) einen Ehrentanz auf die Tanzfläche legten, und zwar von einer solch tänzerischen Perfektion, dass die Blankenheimer Originale blass vor Neid hätten werden können. Wer sich jetzt nicht vorstellen kann, in welcher besonderen Weise die beiden Herren über den Tanzboden regelrecht gesprungen sind, dem wird empfohlen, einfach einmal nächstes Jahr montags die Kirmes in Freilingen zu besuchen. Die ebenfalls an diesem Abend noch vorgeführte original Dirty-Dancing-Hebefigur habe ich aber leider auch nicht mehr miterlebt.

Nach so viel Stimmung und guter Laune kann man in jedem Fall davon ausgehen, dass diese und die anderen Kirmestraditionen auch im kommenden Jahr wieder in gleicher Weise und hoffentlich auch wieder mit einer solch großen Beteiligung gefeiert werden.

Ich bedanke mich bei allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen der Kirmes beigetragen haben, insbesondere dem Musikverein Freilingen für ihre musikalische Unterstützung an allen Tagen, dem Junggesellenverein Freilingen für das unfallfreie Aufstellen des Maibaumes, die Organisation des Kuchenbuffets und der Häusertaufe und dem Team um Käsper und Ingrid für ihren unermüdlichen Thekendienst.

 

Übrigens, so geht der JGV Freilingen mit den armen, nichtsahnenden Neuaufnahmen um !!!

 

...weitere tolle Kirmesschnappschüsse :

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Theaterwochenende in Freilingen vom 15. bis 17. April 2011

„Es irrt der Mensch, so lang er strebt!“


Das wochenlange Proben der Theatergruppe des Dorfvereins Freilingen wurde am Wochenende vom 15. bis 17. April 2011 mit einem an drei Tagen nahezu bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal belohnt.


Dabei schien das von der Gruppe ausgewählte Stück von Bernd Gombold „Es irrt der Mensch, so lang er strebt“ wieder mal eine gute Wahl gewesen zu sein, wie an den Reaktionen des Publikums unschwer zu erkennen war.


Dem von sich sehr eingenommenen Bürgermeister Richard Schnösel (Norbert Schnichels) ist die heruntergekommene Kneipe „Zur eisernen Faust“ samt Wirt Johannes Werter (Hans-Georg Hellenthal) schon lange ein Dorn im Auge und möchte den „Schandfleck“ am liebsten kaufen, um ihn dann sofort abreißen zu lassen. Doch der Wirt weigert sich, zu verkaufen.

Mit hinterlistigen Tricks und mit Unterstützung seines Kumpels und Gemeinderats Florian Brenner (Peter Reiferscheid) setzt der Bürgermeister ihn unter Druck und droht sogar mit der Zwangsenteignung. Unterstützung erhält der Wirt lediglich von seinem Stammgast, dem Obdachlosen Willi (Hubert Schneider) und der resoluten Putzfrau Rosi (Helga Kremer). Auf dem Dachboden der Kneipe entdeckt Rosi eine Kiste mit seltsamen alten Papieren und Handschriften. Willi, der früher einmal Gymnasiallehrer war, glaubt, in diesen Dokumenten die Handschrift des großen Johann Wolfgang von Goethe zu erkennen.

Plötzlich wittert Bürgermeister Schnösel die Chance, dass sein Ort als „Goethe-Gemeinde“ berühmt werden könnte und er selbst davon profitieren kann. Dies ruft seine erbitterte Kontrahentin, die überhebliche Fraktionsvorsitzende Klara Schnalzer (Rita Ramers) auf den Plan. Als selbsternannte Vorsitzende des Kulturvereins will sie den Goethe-Fund zum Anlass nehmen, um endlich ein Kulturzentrum zu bauen.


Großspurig wird eine Pressekonferenz anberaumt, um die sensationellen Schriften der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Kneipe wird über Nacht renoviert und als „Goethe-Haus“ unter Denkmalschutz gestellt. Der Obdachlose Willi wird als Goethe-Experte präsentiert und Putzfrau Rosi fungiert als Marketingberaterin. Rosis Freundin Elli (Rita Hellenthal) gibt sich gegenüber Bürgermeister Schnösel als spendable Vorsitzende eines Goethe-Instituts aus und bestärkt ihn in der Hoffnung, sich um den Titel „Kultur-Hauptstadt Europas“ bewerben zu können. Lediglich Sonja Maus (Brigitte Schneider), die etwas beschränkte Sekretärin und Geliebte des Bürgermeisters, glaubt nach wie vor, Goethe sei ein Schlagersänger.


Am Ende stellt sich heraus, dass die angeblichen Goethe-Handschriften Fälschungen sind. Der Bürgermeister ist bis auf die Knochen blamiert, doch wenigstens ist die Kneipe gerettet – Goethe sei Dank!

Souffliert haben Heinz Ramers und Regina Koll. Für die Maske verantwortlich war  Jana Reiferscheid, für das aufwendige Bühnenbild Dietmar Faber. Regie führte Heinz Ramers, der das Publikum bereits für die Aufführung im nächsten Jahr, wie immer am Wochenende vor Ostern, zum Theater in Freilingen einlud.

 

 

Tolle Veranstaltung !

 

... so die einhellige Meinung am späten Abend des Karnevalfreitags auf die Frage, wie denn die diesjährige Karnevalssitzung in Freilingen war. Bei dieser Veranstaltung kam wahrlich jeder auf seine Kosten, egal ob jung oder alt - kein Wunder bei insgesamt 14 Programmpunkten. Denn es passte wirklich alles an diesem Abend im voll besetzten Saal der Gaststätte Meiershof, Stimmung wie Unterhaltung.

Schon die Anmoderation unserer langjährigen „Sitzungspräsidentin“ Dagmar Birk-Schröder war eine gelungene Einstimmung auf die folgenden Auftritte. Zunächst als Frosch über die Bühne quakend verwandelte sich hinter eigens erbauter Burgkulisse nach wundersamer Verwandlung aus echtem Rauch steigend in einen Märchenprinzen.

In diesem wie immer aufwendigen und  selbst geschneiderten „Herrschaftskostüm“ moderierte sie in bewährter, unterhaltsamer Weise die folgende Sitzung, bei der sie sich wie schon im letzten Jahr der organisatorischen Hilfe von Peter Reiferscheid bediente, vor allem was die Übergabe des Freilinger Ordens anging.

Als erster Programmpunkt stand dann auch schon direkt ein absoluter Höhepunkt an : Dagmar  lüftete nämlich das wohl seit Wochen best gehütete Geheimnis in Freilingen, und zwar die Frage, wer 2011 wohl als Prinzenpaar auftreten würde. Hier hatte es im Vorfeld mancherlei Spekulation gegeben. Zur Überraschung aller wurden dann aber Prinz Andre (Schmickler) und Prinzessin Eva (Wiesen) angekündigt und durch die Blaumeisen auf die Bühne geführt.

Die beiden meisterten ihren ersten Auftritt im Freilinger Karneval wie alte Hasen. Und sie hatten sichtlich Spaß dabei, auch wenn Prinzessin Eva darauf hinwies, dass Andre zwar an diesem Abend das schöne Prinzenkostüm tragen dürfe, aber doch jeder wisse, dass sie im wahren Leben die Hosen anhabe.

Nach diesem stimmungsmachenden Auftritt der beiden legten dann die Freilinger Blaumeisen wie immer einen beeindruckenden Tanz auf das Bühnenparkett. Unter der professionellen Leitung von Gabi Schnichels hatten Corinna Caspers, Elisabeth Ramers, Anna Ramers, Christina Ramers, Anne Kremer, Eva Kremer,  Vanessa Mai, Ines Mauel, Maren Mauel, Victoria Göbel, Carolin Schröder, Isabel Schröder, Annika Wassong und Alina Rosenow in monatelangen, mühevollen Proben einen sehenswerte und anspruchsvolle Darbietung u.a. zu den Klängen des Musicals König der Löwen einstudiert.

Anschließend führte beim Autritt des "Bauenpaares" Bauer Erwin (Siegfried Bonzelet) seine beste „Kuh“ auf die Bühne. Das hölzerne Vieh war Kulissen für ein unterhaltsames Zwiegespräch mit der Bäuerin Hilde (Irmgard Dülsner) u.a. über ihre tänzerischen Ambitionen. In seiner typischen Art konnten der Theaterprofi Siggi und die mittlerweile zum zweiten Mal auf der Bühne stehende „Neu-Freilingerin“ Irmgard das Publikum in bester Weise unterhalten.

Die jungen Damen der Tanzgruppe aus Vussem setzten danach mit ihrem sehenswerten  Gardetanz den Programmablauf fort. Dass ausgerechnet eine Tanztruppe aus dem Mechernicher Stadtgebiet auf der Freilinger Sitzung auftrat, erklärte die Sitzungspräsidentin bei der anschließenden Vorstellung der Damen damit, dass mit Franziska Hein aus der Lommersdorfer Str. ein Freilinger Mädel in der Formation mittanzte.

Danach wurde mit dem „Höfener Sparensemble“ ein echter Karnevalskracher auf der Bühne geboten. Die drei Bauersfrauen „Gertrud, Kathrin und Marie“, verstanden es wie immer gekonnt, ihr Publikum mit einem abwechslungsreichen Vortrag aus einer Mischung von Gesangsdarbietung und Redebeitrag zu unterhalten.

Als Höhepunkt kann dabei sicherlich die Einlage der „deftigen Bauersfrau“ Heino Breuer angesehen werden, der auf einem vermeintlichen Wäscheständer eine  musikalische Darbietung auf einem Xylophon präsentierte, die den gesamten Saal mitriss. Schade nur, dass das „Sparensemble“ sich nach dieser Karnevalssession nach 13 Jahren von der Bühne verabschiedet und man nicht so schnell wieder einen solchen Auftritt der vier  Karnevalsjecken in Freilingen erleben wird.

Erleben konnte man dafür danach einen weiteren Prinzen : so durfte auch im diesjährigen Programm natürlich auch der Blankenheimer Prinz mit seinem Gefolge nicht fehlen. Prinz Mike (Bruins) und seine im fünften Monat schwangere, aber nicht weniger feierfreudige Prinzessin Elena sorgten wieder einmal für einen gelungenen traditionellen Auftritt der Blangmer Jecken auf der Freilinger Bühne.

Nicht fehlen durften dabei natürlich die Jecke Böhnchen und der Präsident Stefan Meyer, die dem diesjährigen Prinzenmotto "De Fastelovend im Herzen, de Juh-Jah im Blut, uns geht es damit richtig gut" alle Ehre machten und für reichlich Stimmung im Saal sorgten, zumal  ja wirklich jeder in jeder Verfassung in der Lage ist, die Nationalhymne des Blankenheimer Karnevals: „Juja Krebbel en de Botz“ mit einzustimmen.

Anschließend stand dann wieder ein Redebeitrag auf dem Programm. Als „En ahle Frellinger" nahm Norbert Bichler Freilinger Eigenheiten in den Fokus. Er ging dabei sowohl auf Freilinger Originale als auch auf die Freilinger Straßen ein, zu denen er jeweils etwas zu vermelden hatte. 

Danach gab es dann wieder eine tänzerische Augenweide, nämlich den Auftritt der Tanzgruppe „Hot Pants“ aus Lommersdorf. Auch sie sorgten mit ihrer flotten, von Ulrike Korth einstudierten Darbietung für eine mitreißende Abwechslung im Sitzungsverlauf.

Die „Ahrbiturienten“ brachten im Anschluss daran das aktuelle Schulthema auf die Bühne. Nach einem Einmarsch mit Collegehut und Examensrobe führte die Truppe vor, was alles bei einer normalen Anmeldung an der neuen Insgesamtschule Prachtstück passieren konnte.

So hatte die Direktorin (Simone Böhm) bei der Anmeldung von Jaqueline Chantall Zindler (Lena Hellenthal) durch ihren Vater Ronny Zindler (Hans-Georg Hellenthal) nicht nur mit der nervösen Sekretärin Frau Strubbel (Rita Hellenthal) und der freizügigen Tanzpädagogin Tanja Sakowski (Claudia Hellenthal) zu kämpfen. Am Schluss erschienen auch noch Bürgermeister Hartmann (Markus Böhm), der die Schule inspizieren wollte und ein eiliger Paketbote aus Kall (Leon Böhm), der die neue Schule letztlich „hochgehen“  ließ.

Im nächsten Programmpunkt brachten die „Freilinger Piraten“ mit Rita Ramers, Petra Lohmann, Gaby Schnichels, Heike Riethmeister, Elisabeth Ramers, Marion Ramers, Christina Ramers, Anna Ramers, Anne Kremer und Helga Kremer dann einen mitreißenden „Mehrgenerationentanz“ auf die Bühne. Säbelschwingend wirbelten zur Musik aus dem Kinohit  „Fluch der Karibik“ hier zum großen Teil Mütter mit ihren Töchtern in unterhaltsamer Weise herum.

Unter der Anleitung von Christina Ramers und Anne Kremer konnten vor allem die „älteren Semester“ dabei noch zeigen, dass sie der Jugend tänzerisch in keiner Weise nachstand.

Anschließend wurde die Sitzung dann hinter „Käspers Pissrinne“ fortgesetzt. Dabei wurde demonstriert, welche Schwierigkeiten bei einer karnevalistischen Sitzung am eigentlich stillen Örtchen überwunden werden müssen.So musste sich u.a. die Funkengarde  gegenseitig beim Wasserlassen aushelfen, als beim „Pinkelnachbarn“ das Handy klingelte und keine Hand mehr zum Telefonieren frei war.

Obwohl dieser Beitrag völlig ohne Kommentar und Worte auskam, rüttelte dieser Sketch heftig an den Lachmuskeln, weil die spielfreudigen Akteure (Peter Hierlwimmer, Andrea Hierlwimmer, Markus Jüngling, Jutta Weingartz-Jüngling, Robin Klütsch, Lukas Hellenthal, Lena Hellenthal, Christoph Berners, Silvia Berners, Kerstin Scholl, Michael Scholl, Anja Radermacher, Wilfried Radermacher, Denise Radermacher)  allesamt durch ihre witzige Mimik und Gestik überzeugen konnten.

Überzeugen konnten anschließend auch wieder die Mitglieder der Show-Tanzgruppe „Blau-Weiß-Absturz“ aus Blankenheimerdorf. Die Tänzerinnen und Tänzer brachten mit einem atemberaubenden Vortrag zur Musik der 80er den Saal auf Hochtouren. Bei ihrem fetzigen Tanz, gespickt mit akrobatischen und mit komplizierten Hebefiguren, mussten die in die Lüfte gehobenen Damen allerdings stellenweise ihre Köpfe einziehen.

Den absoluten Höhe- und Schlusspunkt setzten dann nach gut 4 Stunden Programm (ohne Pause!) die „Grazien“ vom Männerballett. Unter der Leitung von Verena Biesen legten Markus Ramers, Siegfried Bonzelet, Markus Böhm, Andreas Biesen, Michael Berners, Lothar Plötzer Johannes Hilgers und Max Hierlwimmer in feurigen Spanierinnenkostümen zu dem Karnevalshit „Schenk mir dein Herz“ von De Höhner einen wie immer sehenswerten Tanz auf die Bühne, der sogar Hebefiguren enthielt.

Da blieb der lautstarke Ruf nach einer Zugabe natürlich nicht aus, dem die Herren gerne Folge leisteten.

Und die Stimmung im Saal brach nach der Sitzung nicht etwa ab. Im Gegenteil, zu der Live-Musik des Duos „T(w)o Smile“, die schon während des Programms mit Ein-und Ausmärschen und Tuscheinlagen für die musikalische Untermalung der Auftritte gesorgt hatten, konnten dann alle Jecken noch einige Stunden das Tanzbein schwingen.

An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an alle, die an dem großen Erfolg der Karnevalssitzung mitgewirkt haben, sei es im Hintergrund (vor allem Markus Birk und Stefan Franzen an der Technik), bei der Organisation oder auf der Bühne.

Ein besonderes Dankeschön gebührt dabei Ingrid und Käsper. Sie haben uns nicht nur einen bunt geschmückten Saal zur Verfügung gestellt, sondern mit ihrer durchorganisierten Bewirtung wieder dafür gesorgt, dass keine Kehle trocken blieb und bis in den frühen Morgen weiter gefeiert werden konnte.

Last but not least hat den größten Dank sicherlich Jana Reiferscheid verdient, die in den vergangenen Wochen trotz wachsender Körperfülle und zunehmender Beschwerlichkeiten mit aller Geduld Orden eingefädelt, Listen erarbeitet und Programmpunkte mit-organisiert hat, ohne überhaupt zu wissen, ob sie die Sitzung selbst noch live ansehen kann.

Wir wünschen ihr für die bevorstehende Geburt schon jetzt alles, alles Gute. Dass hier ein neues Karnevalstalent geboren werden wird, ist eigentlich schon absehbar, bei all der Beschallung mit karnevalistischen Hits.

Schön, dass so viele Freilinger der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt sind und das überwiegend sogar in tollen Kostümen.

Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr wieder eine so tolle Karnevalsveranstaltung mit so vielen einheimischen Talenten geboten werden kann.

Driemol Frellenge ……..Bilder von der Sitzung (herzlichen Dank übrigens an Dirk Lohmann für die tollen Aufnahmen !) in der Bildergalerie unter Album Kanrneval 2011

Stimmungsvoller Nachmittag am dritten Advent

Auch die dritte Auflage des Adventskaffees des Vereinskartells Freilingen war wieder für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Zwar gestalteten sich die Aufbauarbeiten im Vorfeld noch etwas chaotisch, da sich einige organisatorische Schwierigkeiten insbesondere hinsichtlich der Holzbude des Musikvereins ergeben hatten. Doch pünktlich zum Startschuss am Kuchenbuffet um 13.30 Uhr stand auch die Glühweinbude dort, wo sie hingehörte und die vorweihnachtliche Veranstaltung konnte beginnen.

Es war eine reine Augenweide, was die Damen am Kaffeestand (Helene Ramers, Petra Schmitz, Rita Ramers, Petra Lohmann, Regina Koll und Nicole Koch) alles an Köstlichkeiten zu bieten hatten. Weit über 20 Kuchen luden an diesem Nachmittag dazu ein, sämtliche Diatpläne zu vergessen. Ob Nussecken, Mokkatorte, Schwarzwälder Kirchkuchen, Käsekuchen oder Marzipantorte, hier konnte jeder genau nach seinem Geschmack fündig werden und die Backkünste der Freilinger Kuchenbäckerinnen bestaunen. An dieser Stelle noch einmal einen recht herzlichen Dank an alle Damen, die sich an diesem Wochenende die Zeit in der Küche genommen haben, um diese Veranstaltung mit einer Kuchenspende zu unterstützen.

Unterstützt wurden wir an diesem Nachmittag auch vom Musikverein Freilingen. Für den unermüdlichen Einsatz im Sinne der Musik übrigens noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Musiker. Sie ließen es sich nämlich nicht nehmen, trotz zwischenzeitlichen Schneeregens und eiskalter Finger vor dem Feuerwehrgerätehaus einige Weihnachtslieder zu präsentieren. Damit die besinnlichen Klänge nicht unbeachtet blieben, wurde während der Vorträge einfach einmal das Rolltor heraufgezogen, damit auch die Besucher im gut geheizten Feuerwehrgerätehaus etwas von der musikalischen Darbietung hatten und nicht nur die hartgesottenen Glühweintrinker.

Die wurden ihrerseits bestens an unserem Glühweinstand betreut. Überhaupt, die zwei Damen vom Grill bzw. Kochkessel  (Helga Kremer und Claudia Hellenthal) gaben sich alle Mühe, trotz der Kälte gute Laune zu verbreiten und versorgten die Besucher bis zum Schluss mit leckerem, weihnachtstypischen Heißgetränk und liebevoll gewendeten Würstchen. Einen recht herzlichen Dank noch einmal für diesen Einsatz an der Wetterfront.

Aber draußen wurde ja auch ohne viel geboten. So konnte man bei Andre Schmickler und Eva Wiesner schon einmal einen Weihnachtsbaum erwerben oder sich zumindest einen vorbestellen. Wer diese Gelegenheit verpasst hat, bekommt übrigens am Sonntag, 19.12.2010 noch einmal die Gelegenheit, sich in der Seestr. 5 ein passendes Tannengrün für die bevorstehenden Feiertage auszusuchen.

Aussuchen konnte man sich die Gewinne bei der Adventsverlosung an diesem Tag leider nicht, auch wenn einige nach einem Blick auf die zu gewinnenden Preise schon so manche Favoriten für sich ausgewählt hatten. Es gab ja auch wieder einmal tolle Laternen, Weihnachtskugeln, Weihnachtsfiguren, Windlichter, Kerzenständer usw. zu gewinnen. Aber auch die männlichen Besucher kamen trotz der vielen Deko-Artikel nicht zu kurz. Es standen immerhin 3 Akku-Schrauber, ein Schraubenzieher-Set, einen Handschleifer, Autowintersets, Bierfässchen und einen Fußball auf der Preisliste. Dass bei der Verlosung schließlich nicht jeder sein gewünschtes Teil gewann, liegt allerdings an der Natur der Sache. Aber gerade dies macht ja auch den Reiz einer solchen Veranstaltung aus, bei der in diesem Jahr immerhin über 70 kleine und große Preise überreicht werden konnten und damit letztlich doch viele Besucher auf ihre Kosten kamen.

Auf seine Kosten kam man in jedem Fall auch bei der an diesem Nachmittag erstmals angebotenen Lesung. Rita Hellenthal hatte sich dankenswerter Weise mit einer stimmungsvollen Kerze im Gepäck in den Besprechungsraum in der oberen Etage des Feuerwehrgerätehauses begeben und viele folgten ihr dorthin, vor allem auch ältere Interessierte. Vor einem recht ansehnlichen Zuhörerkreis las sie dort aus dem Erstlingswerk ihres Sohnes, Simon Hellenthal "Land der Mächtigen und Unbeugsamen. Und wer weiß, vielleicht hat auch jemand an diesem Nachmittag eine Idee für ein schönes Weihnachtsgeschenk bekommen.

Eine Art "Weihnachtsgeschenk" haben alle Gäste und Besucher an diesem Tag auch dem Vereinskartell gemacht. Denn durch Ihr Kommen und Verweilen, Essen und Trinken haben Sie alle dazu beigetragen, dass unsere Umbaukasse für das Bürgerhaus wieder etwas gefüllt wurde und wir weiter zügig an der Fertigstellung des Bürgerhauses arbeiten können.

Und nächstes Jahr können wir dann auch hoffentlich in diesem neuen Bürgerhaus unseren Adventskaffee feiern !

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und auch an Erwin Mungen, der sich an diesem Nachmittag die Zeit genommen hat, zwischendurch immer wieder ein paar Fotos zu machen !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gelungene Veranstaltung trotz "winterlicher" Wetterverhältnisse

Normalerweise ist die Feuerwehr bei einem Einsatz sicherlich glücklich, wenn sie über ausreichende Wasserzufuhr verfügt und kühle Witterungsbedingungen herrschen. Beim "Aufmarsch" der Feuerwehrkameraden am 19. und 20 Juni anlässlich der Einweihung des Feuerwehrgerätehauses und des diesjährigen Kinderfestes hätte man sich aber dann doch eher die eigentlich um diese Jahreszeit zu erwartenden trockenen und sommerlichen Verhältnisse gewünscht. Nichts desto trotz ließen sich Veranstalter und Gäste an diesem Wochenende nicht von den äußeren Bedingungen beeindrucken bzw. abhalten, so dass insgesamt trotz der Schafskälte und des zeitweiligen Regens auf eine gelungene und erfolgreiche Veranstaltung zurück geblickt werden kann.

Offiziell begannen die Feierlichkeiten am Samstag, 19. Juni mit einem Festgottesdienst in der Kapelle, der von Pfarrer Meuser unter Einbeziehung der anwesenden Kinder ganz auf die Feuerwehr als Freund und Helfer zugeschnitten gestaltet wurde. Anschließend begab sich der Festzug unter Mitwirkung des Musikvereins Freilingen zum neuen Feuerwehrgerätehaus. Dort wurden zunächst vom Löschgruppenführer Siegfried Bonzelet die zahlreich erschienenen Gäste und Abordnungen der anderen Löschzüge der Gemeinde Blankenheim begrüßt. In seiner Ansprache wies er darauf hin, dass nach dem Brand des alten Feuerwehrhauses im April 2007 insgesamt 3518 Stunden von Feuerwehrleuten aber auch etlichen Freiwilligen aus der Dorfgemeinschaft in den Neubau des Feuerwehrgerätehauses investiert worden seien. Somit wurden rund 90 % der Arbeiten in Eigenleistung erbracht. Von diesem Arbeitseinsatz zeigte sich auch Bürgermeister Rolf Hartmann begeistert und führte aus, dass ein Durchschnittsbeamter dafür über 1 1/2 Jahre arbeiten gehen müsse und dabei nicht so ein Ergebnis erzielt würde. Er verwies zudem darauf, dass die Gemeinde letztlich nur 120.000 € Materialkosten beisteuern musste, um dieses beeindruckende Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Nach weiteren Ansprachen von Gemeindewehrleiter Willi Heck, dem stellvertretenden Kreisbrandmeisters Walter Wolff und der Ortsvorsteherin Simone Böhm wurde dann die Einsegnung von Herrn Pfarrer Meuser vorgenommen, der hervorhob, dass die Feuerwehr zurecht stolz auf ihre Leistung sein könne.

Zum Schluss wurden dann noch besonders verdienstvolle Feuerwehrkameraden geehrt bzw. befördert. So wurde Clemens Neubusch für seine wahrlich beachtliche 60 jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Freilingen ausgezeichnet. Michael Scholl, Markus Jüngling und Michael Luppertz wurden offiziell per Urkunde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Max Hierlwimmer, Markus Rieß, Andre Scholl, Andreas Franzen und Stefan Franzen wurden von Bürgermeister Rolf Hartmann und Gemeindewehrleiter Willi Heck zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Als besondere Überraschung bekam Siegfried Bonzelet von Bernhard Hellenthal im Namen aller Freilinger Feuerwehrkameraden als Dankeschön für seinen unermüdlichen Einsatz auf der Baustelle einen Gutschein überreicht. Almut Bonzelt durfte sich derweil über einen wunderschönen Blumenstrauß freuen, quasi als Wiedergutmachung für die viele entgangene gemeinsame Freizeit.

Nach diesem offiziellen Teil wurde anschließend der gemütliche Teil am Bierpavillon eingeläutet, bei dem man sich noch an der musikalischen Darbietung des Musikvereins Freilingen erfreuen konnte. Trotz winterlicher Temperaturen hielten noch viele Feuerwehrleute und Gäste lange an diesem Abend an der Theke der Feuerwehr Freilingen aus.

Am nächsten Tag, Sonntag, dem 20. Juni 2010 stand dann das eigentliche Kinderfest auf dem Programm. Nach einem musikalischen Frühschoppen mit dem Musikverein Hüngersdorf wurden ab 14.00 Uhr die Spiele offiziell eröffnet. Auch in diesem Jahr wurde wieder allerhand für die kleinen Gäste geboten. Neben den üblichen Spielen wie Heißer Draht, Kegelbahn, Kuhmelken usw. konnten die Kinder sich auch wieder am Minnibagger üben oder auf der Hüpfburg austoben. Neben der Jugendfeuerwehr bot auch das Deutsche Rote Kreuz wieder eine anschauliche Vorführung, bei der man sich über Rettungsmaßnahmen im Notfall informieren konnte. Natürlich ließ man auch diesmal wieder etliche Luftballons auf eine mehr oder weniger lange Reise starten. Dabei wurden dann auch die Gewinner des letztjährigen Luftballonwettbewerbs verkündet. Insgesamt waren nur 6 Karten zurück geschickt worden. Den ersten Platz belegte dabei Denise Radermacher. Ihr Ballon war im letzten Jahr eine Strecke von 325 km geflogen, während es die zweit und dritt Platzierten auf 320 km bzw. 245 km brachten.

Den Höhepunkt des Kinderfestes stellte dann zum Schluss die Verlosung der insgesamt 100 Sachpreise dar. Den ersten Preis, eine Motorsäge, konnte dabei Jonas Lohmann in Empfang nehmen. Über den zweiten Preis, eine exklusive Kaffeemaschine, durfte sich Felix Giefer freuen. Und als dritten Preis gewann Dennis Scholl einen Motorradhelm. Letztlich brauchte aber kein Kind darüber traurig sein, wenn es an diesem Tag kein besonderes Losglück hatte. Denn jedes Kind bekam am Schluss für seine "Spielkarte" eine Tüte, die wieder mit vielen kleinen Überraschungen gefüllt war.

Am Ende konnten somit alle auf ein erfolgreiches Kinderfest zurückblicken, vor allem die Feuerwehr als Veranstalter dieses Festes. Denn trotz einiger Tropfen konnte das Fest wie geplant ohne Ausfälle und Zwischenfälle ablaufen. Und aufgrund des umfangreichen Angebots am Kuchenbuffet und Imbisstand war auch für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher und Gäste bestens gesorgt.

An dieser Stelle sei nochmals ein ausdrückliches Lob und Dankeschön an die Feuerwehr und die zahlreichen freiwilligen Helfer ausgesprochen, ohne die eine solche Veranstaltung nicht denkbar und durchführbar wäre.

Bleibt der Freiwilligen Feuerwehr nur zu wünschen, dass die Sonne beim nächsten Mal freundlicher gestimmt ist. Ansonsten kann man sich jetzt schon auf das Kinderfest 2011 freuen !!!

 

  

 

 

 

 

 

... wechselhaftes Wetter, aber beständig gute Stimmung auf der Kirmes 2010 !

Trotz durchwachsenen Wetters und niedriger Außentemperaturen haben wir in diesem Jahr wieder eine stimmungsvolle und sogar von Politprominenz und Bundesligafußballern besuchte Kirmes erleben dürfen.

Den offiziellen Auftakt machte dabei der traditionelle Kirmesumzug durch das fahnengeschmückte Dorf am Samstag, 01.05.2010. Zwar hingen an diesem Abend die Wolken bedrohlich niedrig, aber das Wetter meinte es dennoch gut mit der Kirmesgesellschaft. Und so konnte nach dem erfolgreichen Ausgraben des Kirmesknochens durch die Neujunggesellen Björn Plötzer, Marcel Pley und Lukas Böhm der diesjährige Maikönig Dominic Sanz seine Maikönigin Christina Ramers trockenen Fußes im Auenweg in Empfang nehmen. Mit musikalischer Unterstützung des Musikvereins Freilingen absolvierten die beiden auf nicht gerade optimalem Tanzboden erfolgreich ihren ersten Ehrentanz. Erstmalig steuerte der Kirmesumzug in diesem Jahr danach die Lammerswiese an, wo ich als neue Ortsvorsteherin den Umzug begrüßen durfte. 

Beim anschließenden Ball auf Meiershof konnte man sich dann ganz schnell von der kalten Witterung erholen. Die "New Barbados" sorgten mit flotter und abwechslungsreicher Tanzmusik schnell für beste Feierlaune. Einen ersten Höhepunkt der Kirmes stellte der lautstarke Auftritt der Junggesellen und der offizielle Ehrentanz des Maikönigspaares mit anschließendem "Hochlebenlassen" dar, der den ganzen Saal in ausgelassene Kirmesstimmung versetzte. Und obwohl der Abend für unser "Hoheiten" sicherlich erst am frühen Morgen beendet war, ließen es sich die zwei nicht nehmen, am nächsten Tag in Amtsschärpe um 10.30 Uhr am Hochamt teilzunehmen. Hochachtung !

Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal nach der Sonntagsmesse mussten zwar die Schirme aufgespannt werden. Aber der leise Nieselregen bildete eigentlich einen passenenden äußeren Rahmen für den ergreifenden Vortrag des Musikvereins Freilingen. Erstmalig spielte nämlich Manfred Ramers zu Beginn des traditionellen Vortrages des Trauermarsches " Ich hatte einen Kameraden " ein Trompetensolo, das einem die Bedeutung dieser Kirmestradition des Gedenkens an die gefallenen und vermissten Soldaten unseres Dorfes in eindringlicher Weise bewusst machte.

Die Tradition des Kirmesfrühschoppens wurde anschließend im Saal Meiershof fortgeführt. An diesem Nachmittag wurde bei Meiershof so einiges geboten : Tanzmusik von der Borsalino-Dance-Band, Kuchenbuffet von den Junggesellen und der Auftritt des Landtagskandidaten der CDU, Klaus Voussem, der sich sogar einige Runden Kirmesbierchen abschwätzen ließ. Ob die Wirkung bis zum 9. Mai anhält, wird sich dann zeigen.

Die Feierlaune hielt jedenfalls auch am Montag, 03.05.2010 noch an. Erstmals seit einigen Jahren wurde an diesem Tag wieder ein "Hahneköppen" durchgeführt. Allerdings musste die Veranstaltung aufgrund der eisigen Außentemperaturen in den Saal verlegt werden. Dennoch hatten alle Zuschauer gehörigen Spaß, als die Junggesellen eifrig versuchten, dem von Edith Giefer kunstvoll gestalteten Stoffhahn den Kopf abzuschlagen. Und ausgerechnet einer Neuaufnahme in den Junggesellenverein, Andreas Gierden, gelang der entscheidende Hieb. Eine Hahnekönigin war dann in der ganzen Aufregung auch ganz schnell erkoren. So durfte sich Elisabeth Ramers von der begeisterten Kirmesschar beglückwünschen und von den Junggesellen, begleitet von einem Tusch des Musikvereins, die Schärpe der Hahnekönigin umhängen lassen.

Mit dem frisch gekürten Hahnekönigspaar ging es dann nahtlos zur Häusertaufe über. Zuerst stand die Taufe bei unserer letztjährigen Maikönigin, Sonja Lüttgen an. Sie hatte sich spontan bereit erklärt, die Häusertaufe auszurichten, nachdem die Suche nach einem dritten Täufling sich in diesem Jahr etwas schwierig gestaltet hatte. Nach einem gekonnten Vortrag von Markus Ramers, der an diesem Tag wieder die nötigen Vorinformationen über die jeweiligen Täuflinge lieferte, wurde ihre Doppelhaushälfte von dem von ihren Eltern gebauten Haus auf den Namen "Haus Sonja" getauft, während die andere Hälfte den Namen Haus Sabine bekam. Diese Namensgebung war insofern naheliegend, da beide Töchter der Bauherren je eine Haushälfte zugesprochen bekommen haben. Anschließend zog der ganze Tross zum Neubau von Sabine und Klaus Reiferscheid weiter . Eigentlich wollten die beiden das Haus gerne nach der alten Flurbezeichnung für das Grundstück taufen. Aber den Namen "Am Katzenweiher" hatten sich vor Jahren schon Petra und Walter Schmitz für ihr darunter liegendes Haus ausgesucht. In Anlehnung an ihren Nachnamen einigte man sich dann auf den Taufnamen "A Riefisch". Bei der Taufe wurde dann angemerkt, dass ebenso wie die Hausherrin auffällig viele Bewohner dieser Straße ursprünglich aus Dollendorf stammten und die Nachbarschaft vielleicht deshalb so gut funktioniere.  

Beim nächsten Haus, was auf der Taufliste stand, war man sich zwar zunächst uneins, was den Namen angeht. Zur Diskussion stand u.a. die Bezeichnung Haus Sternblick, weil man aufgrund der besonderen Bauweise einen wunderbaren Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel hat. Schließlich einigte man sich aber mit den Eigentümern Patrick und Sabrina Koethe auf die Bezeichnung "Birrejaade". Dieser Hausname kam den beiden in den Sinn, weil früher viele Birnbäume auf dem Grundstück standen, von denen aber auch nach dem Neubau noch einige übrig geblieben sind, wie man unschwer im Frühjahr an der Blütenpracht erkennen kann.

Nach der Häusertaufe zog die zwischenzeitlich auf eine beachtliche Größe angewachsene Kirmesgesellschaft geschlossen in den Saal von Meiershof ein, wo man zunächst im Rahmen der von den Täuflingen gesponserten Freibieraktion weiter feierte. Dafür bekamen dann alle Täuflinge und natürlich auch Maikönigs- und Hahnekönigspaar mit musikalischer Unterstützung der "Borsalino-Dance-Band" einen Ehrentanz gewidmet. Die drei Besseler Brüder sorgten dann auch, nicht zuletzt dank der großzügigen Spenden an diesem Abend, für einen lange andauernden, stimmungsvollen Ausklang der Kirmes.

Zwar hat das Wetter sich in diesem Jahr nicht gerade von seiner sonnigsten und wärmsten Seite präsentiert. Aber wir Freilinger haben dennoch wieder einmal bewiesen, dass wir alle zusammen immer noch ausgiebig und kräftig Kirmes feiern können, auch wenn die Rahmenbedingungen vielleicht nicht ganz so optimal sind.

Ich hoffe, dass wir diese Tradition auch im kommenden Jahr in dieser Weise aufrecht erhalten können und bedanke mich bei allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen der Kirmes beigetragen haben, insbesondere dem Musikverein Freilingen für ihre musikalische Unterstützung an allen Tagen, dem Junggesellenverein Freilingen für das unfallfreie Aufstellen des Maibaumes, die Organisation des Kuchenbuffets und der Häusertaufe und dem Team um Käsper und Ingrid für ihren unermüdlichen Thekendienst.

 

 

  

 

 

 

 

Am 1. Mutter-Kind Treffen nahmen insgesamt 7 Frauen mit ihren Kindern teil, die sich bei Kaffee, Tee und Kuchen über die alltäglichen Dinge des Mutterdaseins austauschten. Bei dieser ersten Zusammenkunft ging es in erster Linie um das gegenseitige Kennenlernen. Die Mütter verstanden sich sofort gut und auch die Kinder kamen nicht zu kurz und hatten ihren Spaß. Auf einer Krabbeldecke vergnügten sich die Kleinsten unter ihnen mit mitgebrachten Spielsachen, die sie unter sich austauschten.

Der nächste Termin soll von der Uhrzeit etwas variabler gestaltet werden. Durch Mittagsschläfchen der Kleinen und Termine mancher Mütter ist es nicht zu vermeiden, dass jemand erst später zu der Gruppe stößt, was aber den Ablauf des Nachmittags nicht stört.
Es wurde auch angeregt, bei guter Wetterlage vielleicht das ein oder andere Treffen mit den Kleinen nach draußen zu verlagern. Dies soll aber rechtzeitig bekannt geben werden. Insgesamt verlief sehr der Nachmittag sehr abwechslungsreich und die Zeit verging wie im Flug.

 

Entsprechend freuen sich schon alle auf den nächsten Termin am 29.April 2010, Beginn ca. 15:30 Uhr. Jeder, auch derjenige, der beim letzten Mal leider nicht teilnehmen konnte,  ist herzlich willkommen.

 

Volles Haus und voller Erfolg !!!

 

Am Wochenende vom 26.03. bis 28.03.2010 durfte die Theatergruppe des Dorfverschönerungsvereins Freilingen drei Mal vor  ausverkauftem Haus spielen. Dabei schien das von der Gruppe ausgewählte Stück „Das Loch in der Wand“ wieder mal ein Volltreffer gewesen zu sein. Auf der Bühne ging es so turbulent zu, dass auch „blaue Augen“ und durch Handtaschen- und Regenschirmstockschläge verursachte Verletzungen nicht ausblieben, denn Bürgermeister Nägele (Siegfried Bonzelet) hat im eigenen Hause nicht allzu viel zu sagen. Seine resolute Ehefrau Elisabeth (Rita Ramers) führt ein strenges Regiment, dem sich Josef nur durch ausgiebige Wirtshausbesuche mit seinen Gemeinderäten Toni (Heinz Ramers) und Bauer Gustl (Hubert Schneider), entziehen kann.

Die Tochter des Hauses, Brigitte Nägele (Jana Reiferscheid), möchte Musik studieren und wird von  Lehrer Baldouin (Peter Reiferscheid) in die hohe Kunst des Geigenspielens eingeweiht.

Bei den Nägeles wohnen außerdem Josefs Vater, Opa Sebastian (Hans-Georg Hellenthal), der die ganze Familie mit seinen Späßen zur Weißglut treibt, und als guter Geist des Hauses die Magd Katharina (Helga Kremer).

Josef droht der Verlust seines Bürgermeisteramtes, weil der Ort eingemeindet werden soll. Da kommt der adlige Großindustrielle Willibald von Reichenbach zu Wildenstein (Norbert Schnichels) gerade recht, der ein Grundstück erwerben und darauf eine Fabrik mit 400 Mitarbeitern errichten will. Doch ausgerechnet die Feldwiese des alten Junggesellen Fiedel (Dietmar Faber), Opas Freund, soll es sein, der keinen Quadratmeter Land hergibt. Bürgermeister Nägele und seine Gemeinderatskumpanen Toni und Gustl hecken deshalb einen perfiden Plan aus, um Fiedel das Grundstück abzuluchsen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Halbweltdame Desiree (Verena Biesen), die den   Junggesellen verführen soll. Doch Opa Sebastian durchkreuzt die Pläne, weil er durch das Loch in der Wand alles mitbekommt und Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Nach turbulenten Verwicklungen wendet sich alles zum Guten: Die Gemeinderäte erhalten ihre wohlverdiente Strafe, drei neuen Paare sehen einer glücklichen Zukunft entgegen und Bürgermeister Nägele bleibt in Amt und Würden.

 

Souffliert haben Rita Hellenthal und Regina Koll. Für die Maske verantwortlich waren  Brigitte Schneider und Dagmar Birk-Schröder. Regie führte Heinz Ramers.

  

Hier noch eine persönliche Anmerkung von mir :

 

Es war einfach wieder einmal wunderbar! Ich selbst habe die Premiere am Freitag besucht und die Stimmung hätte nicht besser sein können. Selten habe ich eine Theateraufführung erlebt, bei der so viel und so herzhaft gelacht wurde. Aber das Stück bot ja auch genügend Szenen, die die Lachmuskeln aufs Äußerste strapazierten. So wurde z.B. schon zu Beginn des ersten Aktes dem verkaterten Bürgermeister von seiner aufgebrachten Gattin der Stuhl unter seinem Gesäßteil weggezogen, so dass dieser unsanft auf seinem Allerwertesten landete. Im weiteren Verlauf der Darbietung fiel der armen Magd ein mit Wasser gefüllter Eimer auf den Kopf, der schüchterne Geigenlehrer wurde gepeinigt und geknebelt und mit Unmengen Schnaps gefügig gemacht, der Opa, der die meiste Zeit mit langer Unterhose bekleidet über die Bühne "schluffte",  musste sich mit der anrüchigen Desiree die Couch bei einem Nickerchen teilen und bei einer munteren Prügelszene bekamen einige Herren ordentlich blaue Flecken verpasst. Einer von vielen Höhepunkten war sicherlich der Auftritt von Toni, dem Mitstreiter des Bürgermeisters im Gemeinderat,  in  Lederleggins und den Stöckelschuhen der Halbweltdame. Bei dem Anblick der "rotgelockten Schönheit"  wurde sogar der ansonsten so vornehme Herr von Reichenbach schwach, was dann auch in einer wilden Tischszene endete. Bei so vielen Turbulenzen war dann bis kurz vor Schluss überhaupt nicht auszumachen, wie das Ende sich für die einzelnen Akteure entwickeln würde. Aber letztlich fanden sich dann doch die richtigen Paare. Auch der Haussegen beim Bürgermeister war wieder hergestellt, nachdem seine Frau dem Opa zuvor auf Knien Besserung gelobt hatte.

Und genau dieser Opa war letztlich Drahtzieher und Urheber aller Verwicklungen, da er dank des Lochs in der Wand zu jeder Zeit über alles informiert war.  Er hatte es faustdick hinter den Ohren und schreckte trotz oder vielleicht sogar wegen seines Alters vor keinem Mittel zurück, so dass am Ende alles nach seinen Vorstellungen geregelt wurde. Womit dann auch wieder einmal bewiesen worden ist, dass man "das Alter" nicht unterschätzen sollte. 

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitwirkenden der Theatergruppe Freilingen recht herzlich für diesen wunderbaren Abend bedanken. Bei der Länge des Stücks und der Ausstattung des wieder einmal gelungenen Bühnenbildes ist kaum zu erahnen, wie viel Arbeit in der Vorbereitung einer solchen Aufführung steckt und wie viel Zeit für die Proben aufgewendet wurden.

Nach so einer gelungenen Darbietung freuen wir uns jetzt schon auf die Theaterspielzeit 2011 !!!

 

 

 

 

 

 

 

Super !!!!

 

Dass war die einhellige Meinung am späten Abend des Karnevalfreitags auf die Frage, wie denn die diesjährige Karnevalssitzung in Freilingen war. Ob jung oder alt, bei dieser abwechslungsreichen und unterhaltsamen Veranstaltung kam wahrlich jeder auf seine Kosten. Denn es passte wirklich alles an diesem Abend im voll besetzten Saal der Gaststätte Meiershof  zusammen.

Schon die Anmoderation unserer langjährigen und erfahrenen „Sitzungspräsidentin“ Dagmar Birk-Schröder war eine gelungene Einstimmung auf die folgenden Auftritte. In einem wie immer aufwendigen und  selbst geschneiderten Kapitänskostüm schickte sie die MS Meiershof auf große Fahrt durch den karnevalistischen Abend, den sie in bewährter Weise gekonnt moderierte.

Zur Überraschung aller wurde dann erst einmal das Freilinger Prinzenpaar alias Jana und Peter Reiferscheid an Bord genommen. Die beiden neuen Verantwortlichen  und Organisatoren des Freilinger Karnevals hatten es sich trotz stressiger Vorbereitungen nicht nehmen lassen, einen eigenen Auftritt als Prinzenpaar zu organisieren. Von den Blaumeisen auf die Bühne geleitet sorgten die beiden trotz anfänglicher Nervosität schnell für beste Stimmung im Saal. Prinz Peter I. wies zwar darauf hin, dass sie aufgrund der allgemeinen Sparzwänge und leerer Kassen nur eine Sparvariante königlicher Totalitäten seinen und folglich ohne Gefolgschaft und alte Kamellen erschienen seinen. Dennoch verteilten sie großzügig Strüßcher und eigenhändig angefertigte Orden und präsentierten sich in ihren aufwendigen Kostümen zur Freude des ganzen Saals wahrlich majestätisch. 

Der folgende Auftritt der Freilinger Blaumeisen steigerte die gute Laune im Saal auf einen ersten Höhepunkt. Unter der professionellen Leitung von Gabi Schnichels hatten Corinna Caspers, Elisabeth Ramers, Anna Ramers, Christina Ramers, Anne Kremer, Eva Kremer, Sabrina Bonzelet, Vanessa Mai, Ines Mauel, Maren Mauel, Victoria Göbel, Carolin Schröder, Isabel Schröder, Annika Wassong und Alina Rosenow in monatelangen, mühevollen Proben einen sehenswerten und anspruchsvollen Tanz einstudiert, der nur so gespickt war mit komplizierter Choreografie und tänzerischer Akrobatik. Für diesen Auftritt gab es dann natürlich die erste Rakete des Abends.

Anschließend erfuhr man von Mc Chris alias Christoph Berners in originaler Schottenverkleidung allerhand über den Geiz der schottischen Landsleute. Dabei verriet er allerdings nur zum Teil, was er denn unter seinem Schottenrock an diesem Abend trug. In jedem Fall lenkte er das „Sitzungsschiff“ mit seinen gekonnt vorgetragenen Witzen in heiteres Fahrwasser und wurde mit großem Applaus für seinen Auftritt belohnt. Danach zeigten die „Broicher Böschmüs“ aus Schleiden-Broich mit drei verschiedenen Gardetänzen, darunter ein akrobatischer Mariechentanz, ihr Können.

Vom „Einbürgerungskomitee“ konnte man anschließend erfahren, welche Kenntnisse man denn haben muss, um als Freilinger eingebürgert zu werden. So wurde die „Stockstelze“ Irmgard Dülsner auf ihrer Nordic-Walking-Tour von der Ortsvorsteherin (Claudia Hellenthal) und dem Bürgermeister Hartmann (Markus Böhm) aufgehalten und zusammen mit einigen charakteristischen Dorfvertretern  ( Hans-Georg Hellenthal alias Simon Quadt, Dietmar Faber alias „Kellich Jüppchen“) und dem ehemaligen Ortsvorsteher Franz-Josef Giefer ( Siegfried Bonzelet) und seiner Frau Edith (Rita Ramers) zu allerlei Freilinger Besonderheiten befragt. Bei dieser Darbietung war unverkennbar, dass zum Teil altbekannte Größen der Freilinger Theatergruppe auf der Bühne standen und mit ihrem Sketch Unterhaltung vom Feinsten boten. Sogar der Bürgermeister Rolf Hartmann selbst, der bis 22.30 Uhr der Sitzung höchstpersönlich beiwohnte, war von seinem Double auf der Bühne ausgesprochen angetan.

 

Die Tanzgruppe „Hot Pants“ aus Lommersdorf sorgte anschließend mit einer flotten tänzerischen Darbietung für eine mitreißende Abwechslung im Sitzungsverlauf. In dem von Rita Hellenthal und Simone Böhm vorgetragenen „Hotline-Sketch“ konnte man dann miterleben, wie eine ältere Dame im Umgang mit dem Computer verzweifelte und nach erfolgloser Hilfesuche bei einer eher uninteressierten und letztlich genervten Dame von der Servicehotline den Computer unsanft  zum Teufel jagte und den zu schreibenden Brief lieber wieder altbewährt mit der Schreibmaschine schrieb.

Die anschließende Showeinlage der Freilinger Tanzgruppe um  Kerstin und Michael Scholl, Anja und Wilfried Radermacher, Andrea und Peter Hierlwimmer, Jutta und Markus Jüngling, Esther Schwarz und Silvia Berners setzte gekonnt verschiedene Titel des King of Pop  Michael Jackson tänzerisch auf der Bühne um. Dass ausgerechnet die Männer der Truppe mit gruseligen Masken die Monster aus dem bekannten Thriller-Video mimen mussten, kam sicherlich nicht von ungefähr. Besonders beeindruckend war die Tanzeinlage der Nachwuchsgrößen Mirco Scholl, Lukas Hellenthal und Robin Klütsch, die auf absolut professionelle Weise den berühmten Moonwalk des im letzen Jahr verstorbenen Künstlers präsentierten, nicht nur zur lautstark geäußerten Freude und Begeisterung der zahlreichen Jugendlichen im Saal.

Danach stand wieder ein Redebeitrag auf dem Programm. Als Scheng und Schengche“ (Vater Martin und Sohn Markus Plützer aus Ripsdorf) machten die beiden auch zur Freude der zahlreichen FC-Fans im Saal ihre Witzchen über den 1.FC Köln und Schalke 04. Aber auch die UWV-Fraktionskollegen von Martin Plützer bekamen ihr Fett weg.

Der anschließende Auftritt des Blankenheimer Prinzenpaares Prinz Udo I. und seiner Lieblichkeit Alexa brachte dann mit den traditionellen „Jecke Böhnche“ den Saal so richtig zum Singen, da ja wirklich jeder in jeder Verfassung in der Lage ist, die Nationalhymne des Blankenheimer Karnevals:Juja Krebbel en de Botz. Wä dat net hätt, dä es nix notz“ mit einzustimmen. Der Prinz berichtete in seiner Ansprache auch von seiner Prinzenwette, die er sang- und klanglos verloren hatte, da die Prinzessin es tatsächlich geschafft hatte, am Weiberdonnerstag über 80 jecke Weiber im Schlossblick in Blankenheim zusammen zu trommeln. Als Gegenleistung muss er jetzt am Veilchendienstag auf dem Ahle Möhne-und Heereball mit dem gesamten Elferrat den Schwanensee im Tütü aufführen.

Die Tänzerinnen und Tänzer der Tanzgruppe „Blau-Weiß-Absturz“ von Blankenheimerdorf brachten im Anschluss daran mit ihrer „Hüttengaudi“ den Saal auf Hochtouren. Bei ihrem fetzigen Tanz, gespickt mit akrobatischen und mit komplizierten Hebefiguren, mussten die in die Lüfte gehobenen Damen allerdings stellenweise ihren Kopf einziehen oder in die Deckenluke ausweichen, die unser Wirt Käsper vorausschauend offen gelassen hatte.

Den absoluten Höhe- und Schlusspunkt setzten dann nach gut 4 Stunden Programm (ohne Pause !) die „Grazien“ vom Männerballett. Unter der Leitung von Verena Biesen legten Markus Ramers, Philipp Jüngling, Siegfried Bonzelt, Denis Schwarz, Markus Böhm, Andreas Biesen, Mario Schwarz und Denis Scholl zu einem flotten Mix verschiedener Rhythmen einen absolut sehenswerten Tanz auf die Bühne. Da blieb der lautstarke Ruf nach einer Zugabe natürlich nicht aus, dem die Herren gerne Folge leisteten.

Und die Stimmung im Saal brach nach der Sitzung nicht etwa ab. Im Gegenteil, zu der Live-Musik des Duos „T(w)o Smile“, die schon während des Programms mit Ein-und Ausmärschen und Tuscheinlagen für die musikalische Untermalung der Auftritte gesorgt hatten, konnten dann alle Jecken noch einige Stunden das Tanzbein schwingen, so dass die Veranstaltung noch lange weiter ging. 

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen herzlich bedanken, die an dem großen Erfolg der Karnevalssitzung mitgewirkt haben, sei es im Hintergrund, bei der Organisation oder auf der Bühne. Ein besonderes Dankeschön gebührt dabei Ingrid und Käsper. Sie haben uns nicht nur dankenswerter Weise einen bunt geschmückten Saal zur Verfügung gestellt, sondern mit ihrer durchorganisierten Bewirtung wieder dafür gesorgt, dass keine Kehle trocken blieb und bis in den frühen Morgen weiter gefeiert werden konnte.

 

Ich freue mich, dass so viele Freilinger der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt sind (und das überwiegend sogar in tollen Kostümen ! ) und hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder eine so tolle Karnevalsveranstaltung mit so vielen einheimischen Talenten erleben werden.

Driemol Frillinge ……..

 

(Bilder folgen)

Freilinger Infobox

  • Mi 31.07 - So 04.08.: Sportwoche der SG Oberahr/Lommersdorf, Sportplatz Reetz 
  • Sa 03.08 - So 04.08.: Kinder- und Sommerfest im Feriendorf Freilingen
  • So 04.08.: MTB Tour mit Team Kettenfett 
  • Mo 05.08-So 11.08: Bierwoche, Biergarten der Gaststätte Meiershof 

Allgemeine Termine

25 Jul
10 Aug
Wacholderfest in Alendorf
10.08.2019 - 11.08.2019
20 Aug
Markt in Ripsdorf
20.08.2019 15:30 - 18:00

Marktplatz

Fam.
( / Ich verkaufe)

Fam.
10.07.2019

Wer hat Lotte gesehen?
( / Ich suche)

Wer hat Lotte gesehen?
17.06.2019

Letzte Kommentare

  • Administrator, 4 Wochen her Lesen
    Einfach einmal unter der angegebenen...
  • Max Mustermann, Mittwoch, 19. Juni 2019 Lesen
    Gibt es dieses Studio überhaupt (noch)?!
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    Vielen Dank an alle, die mit gesucht haben ?

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©: Uve Schüler

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