Historische Ereignisse und Fakten sowie jede Menge Tradition standen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Freilinger Kirmes, die vom 2. bis 4. Mai 2015 bei optimal passendem Kirmeswetter von den Freilinger Bürgern und Gästen gefeiert wurde und von der der Freilinger Haus-und Hoffotograf Rolf Dülsner über 250 tolle Fotos gemacht hat, die jetzt veröffentlicht wurden. 

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Ihren optischen Start hatte die diesjährige Veranstaltung dabei samstags mit dem Schmücken und Aufstellen des Kirmesbaumes durch den Junggesellenverein Freilingen, wobei die interessierten Zuschauer wieder freundlicher Weise mit gekühlten Getränken und Gegrilltem versorgt wurden.  

Die Junggesellen ließen es sich natürlich auch in diesem Jahr dann auch beim abendlichen Kirmesumzug nicht nehmen, den obligatorischen Kirmesknochen an altbekannter Stelle am Ortsausgang Richtung Stausee auszugraben. 

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Mit dem frisch beschrifteten Kirmessymbol voran bewegte sich die zwischenzeitlich zu einem beachtlichen und damit rekordverdächtigen Umzug angewachsene Kirmesgesellschaft mit ihrem diesjährigen Maikönig Meik Hanisch voran zur Maikönigin Lena Hellenthal, wo der Musikverein Freilingen zum traditionellen Kirmestanz für die beiden aufspielte. Der "Anhang" konnte sich derweil das ein oder andere (zum Teil im Thermo-Mix liebevoll selbstgemachte) Schnäpschen bzw. Bierchen gönnen.

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Danach kehrte der Umzug bei der Ortsvorsteherin in der Lammerswiese ein, die sich inzwischen zum sechsten Mal über einen schönen Blumenstrauß des Junggesellenvereins, ein Ständchen des Musikvereins, eine gut gelaunte Kirmesschar und wieder einmal wachsende "Bierbäume" freuen konnte.

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Im Saal von Meiershof konnte dann für den Rest des Abends kräftig das Tanzbein geschwungen. Mit der "New Barbados Showband" hatte Käsper wieder einen guten Griff bewiesen, denn die 7 Mann bzw. Frau starke Truppe sorgte mit flotter und abwechslungsreicher Tanzmusik schnell für beste Feierlaune.

Einen ersten Höhepunkt der Kirmes stellten dann der offizielle Ehrentanz des Maikönigspaares mit anschließendem "Hochlebenlassen" dar, der den ganzen Saal in ausgelassene Kirmesstimmung versetzte.

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Zur vorgerückten Stunde wurde dann sogar noch eine originalgetreue "Dirty-Dancing" Performance geboten, bei der die Sängerin, getragen vom begeisterten Publikum, im Liegen "The Time of my life" aus dem Kino-Klassiker sang, was von einigen Kirmesfreunden im Laufe der Veranstaltung natürlich kopiert werden musste. 

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Aber auch die besinnliche Seite der Kirmes durfte an diesem Wochenende nicht fehlen: das stille Gedenken am Ehrenmal mit der traditionellen Kranzniederlegung nach dem feierlichen Hochamt am Kirmessonntag, begleitet durch die Freiwillige Feuerwehr und den Musikverein. Beim Spielen der Nationalhymne kam regelrecht Ehrfurcht auf.

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Eine andere Kirmestradition, nämlich der Frühschoppen wurde anschließend im Saal Meiershof fortgeführt. Obschon es am Kirmessonntag regnete, hätte das Wetter nicht besser sein können. Denn aufgrund der eher nassen Witterung versammelten sich die Kirmesfreunde alle im Saal, der damit bestens gefüllt war und die richtige Kirmesstimmung aufkommen lies. Und bei der abwechslungsreichen Tanzmusik von "Roland" konnte dann auch munter getanzt werden. 

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Aber auch, wer weniger dem Tanzen als den kulinarischen Genüssen zugeneigt war, kam an diesem Nachmittag voll auf seine Kosten. Denn neben jeder Menge Bier konnte man sich auch mit Kuchen reichlich eindecken: rund 20 Kuchen hatten die Junggesellen dank der freundlichen Kuchenspenden im Angebot und konnten damit aufgrund einer üppigen Auswahl für jeden Geschmack etwas bieten.

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Die Feierlaune hielt dann auch noch montags für die weiteren traditionellen Veranstaltungen an, für die sich dann passend wieder frühlingshaftes, sonniges Wetter einstellte. Am frühen Nachmittag wurde zunächst wieder ein "Hahneköppen" durchgeführt. Bei der Konstruktion des Hahn-Nachbaus hatte sich die "Kirmeszubehörspezialistin" Roswitha Hermeling wieder besonders viel Mühe gegeben. Die Junggesellen sprachen ihr dafür vor der Kirmesschar einen herzlichen Dank aus und überreichten ihr für ihr Engagement einen bunten Blumenstrauß.  

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Beim diesjährigen Hahneköppen kam es dann zu einem zweifach historischen Ereignis: den alles entscheidenden Schlag konnte nämlich Lukas Hellenthal dem Stoffhahn versetzen. Er konnte damit nicht nur seinen im vergangenen Jahr errungenen Hahnekönigtitel verteidigen, sondern damit gleichzeitig auch die zweite "Königsehre" in das Haus Hellenthal holen.

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Ein solches "Familien-dubble" hat es nach bisherigen Erkenntnissen zuvor noch nicht gegeben. Perfekt wurde dann die Szenerie, als dann auch noch die (Hahnekönig)King-and (Maikönigin)Queen Mum Claudia als Hahnekönigin-Ersatz für den Ehrentanz und die Entgegennahme der Schärpe einspringen musste, bis die eigentlich Auserwählte, nämlich die Freundin des neuen alten Hahnekönigs, Alina Wassong vor Ort eintraf. 

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Anschließend machte sich der ganze Tross dann samt verspätetet eintreffenden Kirmesknochen zur Häusertaufe auf.

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Erste Station war das als Überraschungstaufe angesetzte Anwesen von Martin Welker und Rhodora Manaeg am Marienplatz 4. Dort erfuhr die Kirmesgesellschaft von Lukas Hellenthal als Festredner, dass die gebürtige Bonnerin und der gebürtige Saarländer dort mit Sohn Joshua leben, der 2013 geboren wurde. Auf einer Motorradtour durch Freilingen hatten sie 2012 ihr neues Heim entdeckt, das damals zum Verkauf anstand und ausreichend viel Platz für den eigenen Traktor (Martin ist gelernter Landwirt und arbeitet auch heute noch nebenbei viel auf dem landwirtschaftlichen Betrieb des Vaters im Saarland) und jede Menge Brennholz bot. Das Haus wurde von Max Hierlwimmer, der auch in diesem Jahr wieder die Rolle des Täufers übernahm, auf den Namen "Villa Dibbelabbes“ (übersetzt aus dem saarländischen: Düppekooche) getauft.

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Danach zog der Umzug weiter zum Haus von Lorenzo und Elke Trumino in der Lommersdorfer Straße 17. Der gebürtige Italiener und die Kölnerin zogen vor 4 Jahren von Köln-Ehrenfeld in das Haus der ehemaligen Freilinger Schmiede, das sie liebevoll renovierten und in dem man viel italienische Lebensart antreffen kann. Da verwunderte es nicht, dass das Haus den Namen "Casa del sole" erhielt. 

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Da das letzte zur Taufe anstehende Haus sich auf der anderen Straßenseite befand, machte der Musikverein mit einem überschaubaren Teil der Kirmesschar nur einen kleinen Schwenker über den Brunnenweg und das Firmengelände der Firma Mungen hin zum Anwesen von Michael Göbel und Tatjana Floßdorf in der Lommersdorfer Straße 18. Die beiden leben in dem selbst erbauten Haus seit 2010, in das der selbstständige Fliesenlegermeister und die Chemikerin zahlreiche Arbeitsstunden gesteckt haben. Aufgrund der Hanglage und des überaus steinigen Untergrunds des Hauses wurde der Neubau auf den Namen "Haus am Steinhang" getauft.

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Auch wenn das Wetter an diesem Tag zum Verweilen an der frischen Luft einlud, zog die zwischenzeitlich auf eine beachtliche Größe angewachsene Kirmesgesellschaft anschließend mit Kind und Kegel geschlossen mit allen inzwischen vollständigen Königspaaren zur Kirmesabschlussveranstaltung in den Saal Meiershof ein.

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Dort wurde zunächst im Rahmen der von den Täuflingen gesponserten Freibieraktion weiter gefeiert, während "Roland" wieder für die entsprechende musikalische Unterhaltung sorgte.

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Im Laufe des Abends wurden dann nicht nur die diesjährigen königlichen Paare mit einem eigenen Ehrentanz geehrt, sondern auch dem Maikönigspaar von vor 30 Jahren gedacht: damals trugen nämlich (noch nicht geehelicht) Helmut und Ingrid Reifferscheid die symbolischen Kirmeskronen, was natürlich auch eine besondere Würdigung wert war. 

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Und selbstverständlich gab es an diesem Abend dann auch noch nach alter Freilinger Sitte die dorfeigene Variante des Blangemer Juh-Jah Tanzes zu sehen. Beteiligt wie immer die "üblichen Verdächtigen".

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Nach so viel Stimmung und guter Laune kann man in jedem Fall davon ausgehen, dass diese und die anderen Kirmestraditionen auch im kommenden Jahr wieder in gleicher Weise und hoffentlich auch wieder mit einer solch großen Beteiligung gefeiert werden.

Ich bedanke mich bei allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen der Kirmes beigetragen haben, insbesondere dem Musikverein Freilingen für seine musikalische Unterstützung an allen Tagen, dem Junggesellenverein Freilingen für die gelungenen notwendigen Organisationen rund um die Kirmes und dem Team um Käsper und Ingrid für den unermüdlichen Thekendienst.

Ein besonderes Dankeschön geht auch an Rolf Dülsner, der einmal mehr mit seiner Kamera unterwegs war und sehr sehenswerte Fotos von der Veranstaltung geschossen hat, die auch unter folgendem Link angeschaut werden können: Eifelfotograf.de oder https://plus.google.com/photos/108490438955859913674/albums/6146523673200888017?banner=pwa&authkey=CIbd_brhu6acfw

Erfreulicherweise konnte er trotz der ganzen Arbeit dann doch auch selbst die Kirmes gebühren feiern!

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Wen wundert's, denn jeder weiß ja dank der neuen Polo-Shirts des Junggesellenvereins: 

TShirt-Junggesellen

 

 

 

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