Am Mittwoch, 1. Juni 2016 stellt die Gemeinde Blankenheim ab 19.00 Uhr im Saal der Gaststätte Meiershof in Freilingen erstmals in einem größeren Rahmen das erarbeitete Gestaltungskonzept zur Verbesserung der Infrastruktur am Freilinger See vor. Zu dieser Bürgerversammlung sind alle Bürger  ganz herzlich eingeladen.

See-Rundweg-1

(Foto: Erwin Mungen)

Die Gemeinde Blankenheim bemüht sich seit Jahren neben der Investorensuche darum, das touristische Angebot am Freilinger See zu verbessern. In der Vergangenheit scheiterte dies im wesentlichen an haftungsrechtlichen Fragen hinsichtlich eines Badebetriebes, einer fehlenden Gesamtkonzeptionierung und einer passenden Förderkulisse. Doch das soll sich nun endlich ändern.

Bereits Ende Mai 2015 entschied der Ausschuss für Gemeindeentwicklung mit mehrheitlichem Beschluss, mit einem vorgelegten Gestaltungskonzept einen wesentlichen Schritt in Richtung Weiterentwicklung der Infrastruktur am Freilinger See zu machen.

Zuvor war in mehreren Sitzungen vom eigens eingerichteten Arbeitskreis Freilinger See in Zusammenarbeit mit dem Institut für Freizeit- und Tourismusberatung GmbH (ift) ein Eckpunktepapier erstellt worden, mit dem die Investoren- und Betreibersuche durch entsprechende Werbe- und Marketingmaßnahmen forciert werden sollte. Ziel war es dabei vor allem, einen klar definierten Rahmen für die touristische Entwicklung des Freilinger Sees zu schaffen und Vorgaben für Investorengespräche zu setzen, z.B. was die Architektur und Dimensionierung einer baulichen Maßnahme betraf.

Weiterhin war vorgesehen, dass eine weitere Entwicklung der touristischen Infrastruktur beschlossen werden sollten, um die Attraktivität des Sees weiter zu steigern.

Das Eckpunktepapier wurde bereits im Dezember 2012 vom Rat beschlossen. Der einstimmige Ratsbeschluss umfasste überdies die Erstellung eines Grobkonzeptes durch ein Planungsbüro.

Im Juni 2013 wurde die Resort Development AG mit der Erstellung eines Grobkonzeptes zur touristischen Entwicklung des Freilinger Sees beauftragt. Die Ergebnisse des erstellten Tourismuskonzeptes wurden im Dezember 2013 zunächst dem Arbeitskreis zur Beratung und im April 2014 dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt.

Nach Vorstellung des Konzeptes und anschließender Diskussion wurde beschlossen, dass die Gemeinde Blankenheim auf die aktive Bewerbung zur Umsetzung eines Feriengroßprojektes am Freilinger See verzichtet. Ziel für den Freilinger See sollte danach vorrangig eine der Landschaft angepasste Hotelanlage sein, wobei die Vorgaben des Eckpunktepapiers eingehalten werden sollten.

Unabhängig von der Suche nach einem Investor für die Bauflächen des Freilinger Sees war man jedoch weiterhin darum bemüht, die Attraktivitätssteigerung des Gewässers voran zu treiben.

In einer weiteren Sitzungen des Gemeindeentwicklungsausschusses im November 2014 wurde daher entschieden, ein Konzept zur Attraktivierung des Freizeitangebotes am Freilinger See in Zusammenarbeit mit der ift GmbH zu erstellen, das Grundlage für ein Leaderprojekt bzw. eine Leaderförderung sein sollte.

Im Vorfeld sollte dazu eine Abstimmung mit der GVV Kommunal-Versicherung erfolgen, wie ein ordnungsgemäßer Badebetrieb am See organisiert werden könnte, bei dem die Aufsichts-und Verkehrssicherungspflichten in einem überschaubaren finanziellen Rahmen eingehalten werden könnten.

Das von der ift GmbH für einen entsprechenden Förderantrag erstellte Konzept sieht einen Ausbau generationsübergreifender Sport-, Gesundheits-, Spiel- und Aktivangebote rund um den Freilinger See vor.

KonzeptFreilingerSee

Geplant wurde u.a. eine hochwertige Basisinfrastruktur für Taucher (Unterwasser-Aquapark, Tauchsteg, Umkleide und Sanitärbereich), eine Wasserspiellandschaft, eine Beach-Volleyball-Anlage, ein naturnahes Klettergerüst und ein Wassertretbecken. Überdies ist der Bau eines Erlebnis-Steges mit Holzdock als Seeterrasse für die Nutzung durch Gastronomie und eine ausgeweitete Möglichkeit für einen Kanu- und Tretbootverleih und die Anlage einer in das Gelände modulierten Seeterrasse in das Konzept aufgenommen worden.

Im März 2015 traf sich dann der Arbeitskreis in einem Ortstermin am Freilinger See, bei dem das von der ift GmbH erarbeitete Konzept vorgestellt wurde und der Deutschen Gesellschaft für Badewesen zur Fertigung einer gutachterlichen Stellungnahme zur Klärung der Frage übergeben wurde, ob und wie die Planungen sich haftungsrechtlich auswirken.

Das umfassende rechtliche Gutachten wurde Mitte Mai 2015 der Gemeinde übermittelt. Es stellt klar, dass unter Berücksichtigung gewisser Vorgaben die im Konzept vorgesehenen Maßnahmen entsprechend der aktuellen Richtlinien zur Anlage einer sog. offenen Badestelle umgesetzt werden können.

Dabei wird dann für einen abgegrenzten Bereich des Freilinger Sees ein offizieller Badebereich eingerichtet. Eine ständige Beaufsichtigung des Badebetriebes ist für die Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht nicht erforderlich.

Es wurde gutachterlich festgestellt, dass das Vorhandensein von Liegeweisen, Parkplätzen, Toiletten, Duschen, Umkleidekabinen, einer Gastronomie, eines Spielplatzes, Beachvolleyballfeld etc. an Land nichts an der Einstufung als zulässige Badestelle ändert (s. auch die öffentliche Vorlage Nr. 76/2015)

Die gesamten Ergebnisse der Planungen hinsichtlich der Entwicklung des Freizeit- und Erholungsschwerpunktes Freilinger See sollen nun auch in einem größeren Rahmen der Bevölkerung im Rahmen einer Bürgerversammlung präsentiert und ausführlich vorgestellt werden.

Die Informationsveranstaltung findet statt am Mittwoch, 1. Juni um 19.00 Uhr im Saal der Gaststätte Meiershof.

Im Anschluss an die Vorstellung des Gestaltungskonzeptes besteht unter dem Punkt Verschiedenes für die Freilinger Bürger noch die Möglichkeit, verschiedene Anlliegen bezüglich der Ortslage vorzutragen.

 

 

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