... wechselhaftes Wetter, aber beständig gute Stimmung auf der Kirmes 2010 !

Trotz durchwachsenen Wetters und niedriger Außentemperaturen haben wir in diesem Jahr wieder eine stimmungsvolle und sogar von Politprominenz und Bundesligafußballern besuchte Kirmes erleben dürfen.

Den offiziellen Auftakt machte dabei der traditionelle Kirmesumzug durch das fahnengeschmückte Dorf am Samstag, 01.05.2010. Zwar hingen an diesem Abend die Wolken bedrohlich niedrig, aber das Wetter meinte es dennoch gut mit der Kirmesgesellschaft. Und so konnte nach dem erfolgreichen Ausgraben des Kirmesknochens durch die Neujunggesellen Björn Plötzer, Marcel Pley und Lukas Böhm der diesjährige Maikönig Dominic Sanz seine Maikönigin Christina Ramers trockenen Fußes im Auenweg in Empfang nehmen. Mit musikalischer Unterstützung des Musikvereins Freilingen absolvierten die beiden auf nicht gerade optimalem Tanzboden erfolgreich ihren ersten Ehrentanz. Erstmalig steuerte der Kirmesumzug in diesem Jahr danach die Lammerswiese an, wo ich als neue Ortsvorsteherin den Umzug begrüßen durfte. 

Beim anschließenden Ball auf Meiershof konnte man sich dann ganz schnell von der kalten Witterung erholen. Die "New Barbados" sorgten mit flotter und abwechslungsreicher Tanzmusik schnell für beste Feierlaune. Einen ersten Höhepunkt der Kirmes stellte der lautstarke Auftritt der Junggesellen und der offizielle Ehrentanz des Maikönigspaares mit anschließendem "Hochlebenlassen" dar, der den ganzen Saal in ausgelassene Kirmesstimmung versetzte. Und obwohl der Abend für unser "Hoheiten" sicherlich erst am frühen Morgen beendet war, ließen es sich die zwei nicht nehmen, am nächsten Tag in Amtsschärpe um 10.30 Uhr am Hochamt teilzunehmen. Hochachtung !

Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal nach der Sonntagsmesse mussten zwar die Schirme aufgespannt werden. Aber der leise Nieselregen bildete eigentlich einen passenenden äußeren Rahmen für den ergreifenden Vortrag des Musikvereins Freilingen. Erstmalig spielte nämlich Manfred Ramers zu Beginn des traditionellen Vortrages des Trauermarsches " Ich hatte einen Kameraden " ein Trompetensolo, das einem die Bedeutung dieser Kirmestradition des Gedenkens an die gefallenen und vermissten Soldaten unseres Dorfes in eindringlicher Weise bewusst machte.

Die Tradition des Kirmesfrühschoppens wurde anschließend im Saal Meiershof fortgeführt. An diesem Nachmittag wurde bei Meiershof so einiges geboten : Tanzmusik von der Borsalino-Dance-Band, Kuchenbuffet von den Junggesellen und der Auftritt des Landtagskandidaten der CDU, Klaus Voussem, der sich sogar einige Runden Kirmesbierchen abschwätzen ließ. Ob die Wirkung bis zum 9. Mai anhält, wird sich dann zeigen.

Die Feierlaune hielt jedenfalls auch am Montag, 03.05.2010 noch an. Erstmals seit einigen Jahren wurde an diesem Tag wieder ein "Hahneköppen" durchgeführt. Allerdings musste die Veranstaltung aufgrund der eisigen Außentemperaturen in den Saal verlegt werden. Dennoch hatten alle Zuschauer gehörigen Spaß, als die Junggesellen eifrig versuchten, dem von Edith Giefer kunstvoll gestalteten Stoffhahn den Kopf abzuschlagen. Und ausgerechnet einer Neuaufnahme in den Junggesellenverein, Andreas Gierden, gelang der entscheidende Hieb. Eine Hahnekönigin war dann in der ganzen Aufregung auch ganz schnell erkoren. So durfte sich Elisabeth Ramers von der begeisterten Kirmesschar beglückwünschen und von den Junggesellen, begleitet von einem Tusch des Musikvereins, die Schärpe der Hahnekönigin umhängen lassen.

Mit dem frisch gekürten Hahnekönigspaar ging es dann nahtlos zur Häusertaufe über. Zuerst stand die Taufe bei unserer letztjährigen Maikönigin, Sonja Lüttgen an. Sie hatte sich spontan bereit erklärt, die Häusertaufe auszurichten, nachdem die Suche nach einem dritten Täufling sich in diesem Jahr etwas schwierig gestaltet hatte. Nach einem gekonnten Vortrag von Markus Ramers, der an diesem Tag wieder die nötigen Vorinformationen über die jeweiligen Täuflinge lieferte, wurde ihre Doppelhaushälfte von dem von ihren Eltern gebauten Haus auf den Namen "Haus Sonja" getauft, während die andere Hälfte den Namen Haus Sabine bekam. Diese Namensgebung war insofern naheliegend, da beide Töchter der Bauherren je eine Haushälfte zugesprochen bekommen haben. Anschließend zog der ganze Tross zum Neubau von Sabine und Klaus Reiferscheid weiter . Eigentlich wollten die beiden das Haus gerne nach der alten Flurbezeichnung für das Grundstück taufen. Aber den Namen "Am Katzenweiher" hatten sich vor Jahren schon Petra und Walter Schmitz für ihr darunter liegendes Haus ausgesucht. In Anlehnung an ihren Nachnamen einigte man sich dann auf den Taufnamen "A Riefisch". Bei der Taufe wurde dann angemerkt, dass ebenso wie die Hausherrin auffällig viele Bewohner dieser Straße ursprünglich aus Dollendorf stammten und die Nachbarschaft vielleicht deshalb so gut funktioniere.  

Beim nächsten Haus, was auf der Taufliste stand, war man sich zwar zunächst uneins, was den Namen angeht. Zur Diskussion stand u.a. die Bezeichnung Haus Sternblick, weil man aufgrund der besonderen Bauweise einen wunderbaren Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel hat. Schließlich einigte man sich aber mit den Eigentümern Patrick und Sabrina Koethe auf die Bezeichnung "Birrejaade". Dieser Hausname kam den beiden in den Sinn, weil früher viele Birnbäume auf dem Grundstück standen, von denen aber auch nach dem Neubau noch einige übrig geblieben sind, wie man unschwer im Frühjahr an der Blütenpracht erkennen kann.

Nach der Häusertaufe zog die zwischenzeitlich auf eine beachtliche Größe angewachsene Kirmesgesellschaft geschlossen in den Saal von Meiershof ein, wo man zunächst im Rahmen der von den Täuflingen gesponserten Freibieraktion weiter feierte. Dafür bekamen dann alle Täuflinge und natürlich auch Maikönigs- und Hahnekönigspaar mit musikalischer Unterstützung der "Borsalino-Dance-Band" einen Ehrentanz gewidmet. Die drei Besseler Brüder sorgten dann auch, nicht zuletzt dank der großzügigen Spenden an diesem Abend, für einen lange andauernden, stimmungsvollen Ausklang der Kirmes.

Zwar hat das Wetter sich in diesem Jahr nicht gerade von seiner sonnigsten und wärmsten Seite präsentiert. Aber wir Freilinger haben dennoch wieder einmal bewiesen, dass wir alle zusammen immer noch ausgiebig und kräftig Kirmes feiern können, auch wenn die Rahmenbedingungen vielleicht nicht ganz so optimal sind.

Ich hoffe, dass wir diese Tradition auch im kommenden Jahr in dieser Weise aufrecht erhalten können und bedanke mich bei allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen der Kirmes beigetragen haben, insbesondere dem Musikverein Freilingen für ihre musikalische Unterstützung an allen Tagen, dem Junggesellenverein Freilingen für das unfallfreie Aufstellen des Maibaumes, die Organisation des Kuchenbuffets und der Häusertaufe und dem Team um Käsper und Ingrid für ihren unermüdlichen Thekendienst.

 

 

  

 

 

 

 

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