Andreas Bornhold wohnt und arbeitet eigentlich im Norden des Kreises Euskirchen. In den letzten 18 Monaten hat er aber einen Großteil seiner Zeit im Südkreis verbracht, und das nicht etwa, weil ihm die Landschaft in der Nordeifel so gefällt, sondern weil ihn seine Arbeit hierhin verschlagen hat: Andreas Bornhold ist Bautechniker beim Kreis Euskirchen und war bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt Freilingen verantwortlicher Ansprechpartner des Kreises für die bauausführende Firma und die betroffenen Anlieger. Grund und Anlass genug, ihm nach Abschluss der Maßnahme ein paar Fragen bezüglich der Straßensanierung, seinen Erlebnissen und Erkenntnissen zu stellen.

Bornhold

(Fotoausschnitt eines Fotos von Felix Lang/pp/ Agentur ProfiPress)

Am Ende wäre es wohl fast günstiger gewesen, man hätte ihm eine kleine Unterkunft vor Ort verschafft, so viele Stunden hat Andreas Bornhold, staatlich geprüfter Bautechniker mit langjähriger praktischer Erfahrung und seit Jahren Mitarbeiter des Kreises Euskirchen im Geschäftsbereich V - Bauen, Umwelt, ÖPNV und Abfall, Abt. 66 - Tiefbau und Abfallentsorgung am Ende der Sanierungsmaßnahme K41 in Freilingen verbracht. 

Auch er wird nach 18 monatiger Bauphase froh darüber sein, dass die Straße am 5. November offiziell (s. Bericht)  wieder für den Verkehr freigegben wird. Im Rahmen eines kleinen Interviews mit WiF hat er sich zu der Sanierungsmaßme geäußert: 

 

WiF: Sind Sie mit der Ausführung der Planung zufrieden?

A. Bornhold: Ich denke, dass die Umsetzung der Planung der Ortslage ein schönes neues Erscheinungungsbild gegeben hat, welches die Ortslage insgesamt aufwertet.

WiF: Wurde der Kostenrahmen eingehalten ( Kosten für den Kreis Euskirchen: Fahrbahn einschl. Gehwege 1.685.000 € bei 60 % Förderung aus Landeszuwendungen für Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Gemeinden. Der Gesamtauftrag aller Kostenträger belief sich auf 1.845.000,00 €)?

A. Bornhold: Ja.

WiF: Ist der Zeitplan eingehalten worden?

A. Bornhold: Nein. Aufgrund der während der Baumaßnahme zusätzlich beauftragten Leistungen in Zusammenhang mit dem vorhandenen Kanal (u.a. Umsiedlung des vor der Baumaßnahme im Kanal gefundenen Grottenolms) und der vorhandenen Wasserleitung wurde die geplante Bauzeit geringfügig überschritten.

(Anm. der Redaktion: die 1. April-Geschichte zum Grottenolm-Fund im Freilinger Kanalsystem hat auch bis in die höheren Ebenen des Kreishauses für gewisse Belustigung gesorgt. Herr Bornhold hatte sich im Vorfeld freundlicherweise bereit erklärt, diese Geschichte mitzumachen, vielen Dank noch einmal dafür)

WiF: Welche unvorhergesehenen Ereignisse gab es?

A. Bornhold: Während der Baumaßnahme wurden verschiedene geringfügige Probleme im Untergrund festgestellt, für die es aber entsprechende Lösungen gegeben hat.

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(Foto: verstärkter Aufbau in der Martinusstraße)

 

WiF: Was war die problematischste Phase/Stelle?

A. Bornhold: Ich kann mich an keine wirklich problematische Phasen bzw. Stellen erinnern.

WiF: Wie war die Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen?

A. Bornhold: Die Zusammenarbeit mit der bauausführenden Firma kann als durchweg positiv bewertet werden. Das Team der Fa. Henn hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes gegeben.

WiF: Wie war die Kooperation mit den Anliegern?

A. Bornhold: Die Kooperation der Anlieger war durch die Bank gut. Die Anlieger haben die Behinderungen durch die Baumaßnahme relativ gelassen gesehen. Mir sind keine größeren Beschwerden mitgeteilt worden.

WiF: Gab es richtigen Ärger zwischendurch?

A. Bornhold: Nein, die Baumaßnahme konnte sehr harmonisch abgewickelt werden.

WiF: Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

A. Bornhold: Die kleinen Neckereien mit Ihnen als Ortsvorsteherin und mit einigen Anliegern.

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(Foto: Herr Bornhold, links, im konstruktiven Gespräch mit einem Anlieger)

 

WiF: Wie oft waren Sie letztendlich vor Ort in Freilingen?

A. Bornhold: Im Schnitt ca. 2-3 mal pro Woche auf eine Bauzeit von ca. 18 Monaten gesehen.

WiF: Wie schätzen Sie persönlich die Wirkung der Straßenverengungen auf den Verkehr ein?

A. Bornhold: Wenn alle Anlieger, die in den Bereichen der Verengungen wohnen, ihre Autos auf den eigenen Grundstücken parken, sollten die Straßenverengungen den gewünschten Zweck der Geschwindigkeitsreduzierung erfüllen.

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(Foto:Straßenverengung auf der Martinusstraße)

 

WiF: Was möchten Sie der Dorfbevölkerung am Schluss mit auf den Weg geben?

A. Bornhold: Ich wünsche der Dorfbevölkerung weiterhin einen so guten Zusammenhalt untereinander und bedanke mich für Ihr Verständnis der Unannehmlichkeiten im Zuge der 18- monatigen Baumaßnahme.

WiF: Vielen Dank für das Gespräch und für Ihre Geduld, Gelassenheit und Kooperationsbereitschaft in den letzten 18 Monaten!

Freilinger Infobox

  • Mi 31.07 - So 04.08.: Sportwoche der SG Oberahr/Lommersdorf, Sportplatz Reetz 
  • Sa 03.08 - So 04.08.: Kinder- und Sommerfest im Feriendorf Freilingen
  • So 04.08.: MTB Tour mit Team Kettenfett 
  • Mo 05.08-So 11.08: Bierwoche, Biergarten der Gaststätte Meiershof 

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