"Was lange währt, wird endlich gut..." - dies gilt auch und besonders für die Sanierung der Ortsdurchfahrt (K41) in Lommersdorf, die am Samstag, 25. November im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Landrat, Vertretern der Kreisverwaltung und Gemeinde Blankenheim, beteiligten Firmen und natürlich der von der 3 1/2 Jahre dauernden Sanierungsphase betroffenen Bevölkerung offiziell freigegeben wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

 

Es hat sich einiges getan in Bezug auf die Ortsdurchfahrt in Lommersdorf, auch wenn die Anwohner dafür einiges an Geduld aufbringen mussten.

Denn in den letzten 3 1/2 Jahren wurde die 1,75 km lange Ortsdurchfahrt (K41) für insgesamt 4,5 Mio. Euro umfassend erneuert, wobei u.a. auch die Straßenbeleuchtung auf den neuesten Stand gebracht und das Thema Bürgersteige angegangen wurde.

Mit dem Ergebnis kann man am Ende der langen Bauphase nun wirklich zufrieden sein. 

Das sah auch Landrat Markus Ramers so, der im Rahmen der offiziellen Freigabe des Sanierungsprojektes bei einer kleinen Feierstunde am Samstag, 25. November vor zahlreichen Gästen und Dorfbewohnern für die Eröffnungsworte zuständig war. 

"Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Lommersdorf gehört zu den größten Straßenbaumaßnahmen, die wir als Kreis Euskirchen in den letzten Jahren bewältigt haben. Es war ein langer Zeitraum, aber ich glaube, das Ergebnis kann sich insgesamt sehen lassen. Wir haben um den Brunnen herum das ortstypische Kopfsteinpflaster erhalten, wir haben die Fahrbahn erneuert und wir haben vor allem die Sicherheit für die Fußgänger erhöht, weil wir in vielen Bereichen zum ersten Mal einen Gehweg eingerichtet haben. Und den Satz kann ich mir als Freilinger nicht verkneifen, auch der Weg nach Freilingen ist sicherer geworden bis hin zur Kreuzung und darüber hinaus und das ist eine sehr gute Sache", führte er in seine Ansprache an. 

Solch eine große Baumaßnahme sei immer mit einer Menge Einschränkungen für die Bevölkerung verbunden. Er habe über den gesamten Zeitraum selbst bei der Fahrt mit seinen Kindern zum Kindergarten alle Umleitungsstrecken mitgemacht und miterleben müssen. Das sei nicht nur für die Anwohner, sondern auch die Anlieger der Nebenstraßen aufgrund des dort erhöhten Verkehrs mit Belastungen verbunden gewesen. 

"Das war sicherlich keine einfache Zeit, daher an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön", bedankte er sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und Durchhaltevermögen. 

Ein trauriger Punkt sei sicherlich gewesen, als die alte Kastanie am Brunnen aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste, da der Baum für Lommersdorf ortsbildprägend gewesen sei und damit eine besondere Bedeutung für die Bevölkerung gehabt habe.

"Wir haben einen neuen Baum hier gepflanzt. Der braucht noch ein paar Jahre, aber ich bin mir sicher, dass die Lommersdorfer ihn hegen und pflegen werden, damit der Platz hier wieder so aussieht wie früher", merkte er zur Situation rund um den Brunnen wehmütig an. 

Aber noch etwas anderes wurde bei den Anwesenden bei seinen Dankesworten an alle Verantwortlichen, die bauausführende Firma Backes und in sonstiger Weise Beteiligten schmerzlich in Erinnerung gerufen. 

"Ich möchte noch erwähnen, dass gerade auch Herbert Daniels als langjähriger Ortsvorsteher sich immer besonders für die Belange des Ortes eingesetzt und die Kommunikation gepflegt und ich finde es traurig, dass er heute diesen Tag der Einweihung nicht miterleben kann. Aber ich glaube, es ist in seinem Sinne, dass wir heute in diesem Rahmen gemeinsam die Freigabe feiern".

An der nahm auch David Dreimüller als neuer Ortsvorsteher teil, der sich sehr zufrieden mit dem neuen Dorfbild und der modernisierten Kreisstraße zeigte, die sich als “wichtige Lebensader” durch das gesamte Dorf ziehen würde. 

Achim Blindert, allgemeiner Vertreter des Landrats und zuständiger Geschäftsbereichsleiter, ging dann noch auf einige zahlenmäßige und technische Details der Baumaßnahme ein. 

Das Gemeinschaftsprojekt vom Kreis Euskirchen mit der Gemeinde Blankenheim, der Gemeindewerken und der e-regio, die Stromhausanschlüsse erneuert hat, lief unter der Federführung der Kreisverwaltung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4,5 Mio. Euro, wobei der Kreis Euskirchen mit 3,5 Mio. Euro die Hauptlast trägt. Die Gemeinde Blankenheim hat die Gehwege sowie die Kanal- und Wasserleitungen für rund 1 Mio. Euro finanziert. Das Land NRW hat das Bauprojekt mit rund 70 Prozent gefördert. 

Weiterhin gehörten zum Gesamtpaket neben der Straßenbeleuchtung und den Gehwegen auch neue Wasser-, Kanal- und Hausanschlussleitungen. Um künftige Straßenaufbrüche zu vermeiden, hat der Kreis Euskirchen Leerrohre bis in die Hofeinfahrten verlegen lassen, damit eine spätere Breitbandversorgung mit Glasfaser problemlos möglich wird.

“Jedes Telekommunikationsunternehmen hat es jetzt hier in Lommersdorf leichter, Breitband zu verlegen. Wir werden das auch noch einmal bewerben", führte Achim Blindert aus.

Eine Besonderheit der Baumaßnahme sei tatsächlich der Bereich um den Brunnen. Natursteinpflaster würde eigentlich auf einer Kreisstraße nicht verlegt und schon gar nicht im Kurvenbereichen. Die Straße so zu bauen, dass der Untergrund den Belastungen durch den Verkehr standhalte, sei daher auch schon etwas anspruchsvoller gewesen. Trotzdem würde das so in die Ortslage so hineingehören.

Die Firma Backes hat die Herausforderung jedoch bestens gemeistert.

(Foto: Fa. Backes Bau und Transporte GmbH)

"Wir sind froh, dass wir das so realisieren konnten", merkte Achim Blindert an. 

Auch er ging noch auf den neuen Baum am Brunnen ein. Man hätte die alte Kastanie gerne erhalten, aber sie sei bekanntlich schon vor der Baumaßnahme in einem schlechten Zustand gewesen. An deren Stelle sei nun eine Esskastanie gepflanzt worden, für die auch eine ausreichende leichte Bewässerungsmöglichkeit geschaffen worden sei. 

In der Höhe des Kindergartens ist zudem noch eine Grünfläche angelegt worden, die mit einem Blumenwiesensaatgut eingesät worden war. 

"Das hat offenbar nicht so richtig zum Erfolg geführt, aber ich kann Ihnen versprechen, dass wir das im nächsten Jahr noch einmal neu einsäen. Das wird dann auch eine schöne Fläche werden", versprach Achim Blindert abschließend der Dorfbevölkerung. 

Dass es an den Ortseingängen blüht, konnte man ja bereits im Frühjahr bzw. Sommer vor allem rund um das neue Ortseingangsschild erleben. Auch das wird dann im nächsten Jahr vervollständigt werden. 

Nach dem obligatorischen gemeinsamen Durchschneiden des Absperrbandes wurden die Gäste noch in das alte, gut temperierte Feuerwehrgerätehaus zu einer kleinen Feierrunde mit Kaffee und Suppe eingeladen. 

Wenn jetzt noch der "neue kleine Dorfplatz" an der Ecke Neuhofer Straße / Ringstraße fertig gestellt ist, nachdem hier ja bereits vor einiger Zeit das leerstehende Wohngebäude von der Gmeinde abgerissen worden war, könnte auch die letzte Baumaßnahme im Zuge der Straßensanierung abgehakt werden. 

Die notwendigen Beschlüsse dazu sind jedenfalls auch schon gefasst.

 

 

 

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