"Gut Ding will Weile haben"- Dieses bekannte Sprichwort gilt auch für die Sanierung des Platzes an der Kapelle in Freilingen, der zum sog. Marienplatz gehört, wie der gesamte Straßen- und Wohnbereich an dieser dominanten Verkehrsfläche in Freilingen heißt. Der größte Teil, die Pflasterung der Fläche, ist nun endlich dank der großen Unterstützung durch die Freilinger Bevölkerung fertig gestellt worden. Jetzt fehlt nur noch die Gestaltung der Grün- und Beetflächen. 

 

Das dauert aber...", hat wohl manch einer gedacht, der die Arbeiten am Marienplatz nach Bekanntwerden der Pläne beobachtet hat.

Nachdem im Oktober 2016 nach rund zweijähriger Sanierungs- und Umbauphase zunächst die Ortsdurchfahrt durch Freilingen fertig gestellt worden war, sollte eigentlich zeitnah die Umgestaltung des Marienplatzes zwischen Kapelle und ehemaligen Jugendheim realisiert werden, dessen Eigentümerin die Kirchengemeinde ist.

Die Planungen dafür wurden im September 2017 der Gemeinde vorgestellt, da das Vorhaben mit Fördergeldern des Bundes unterstützt werden sollte. Kommunalinvestitionsförderungsgesetz NRW, so der offizielle Name des Fördertopfes des Landes, aus dem in der Vergangenheit schon verschiedene, große wie kleine Maßnahmen in der Gemeinde realisiert worden sind.

Die Planungen wurden federführend von Norbert Bichler, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender der Pfarrgemeinde Philippus und Jakobus Lommersdorf/Freilingen initiiert, ausgearbeitet und zusammen mit dem Dorfverein für Brauchtum und Kultur Freilingen bei der Verwaltung eingereicht.

Im September wurde das Vorhaben im Ausschuss mittels einer Power-Point-Präsentation vorgestellt, die Judith Maur erarbeitet hatte (s. Bericht).

Nach Vorstellung der Pläne und Erläuterung der Kosten und Umfänge des Eigenanteils stimmte der Ausschuss der Maßnahme mit einer Fördersumme von insgesamt 16.454 € einstimmig zu. Eigentlich sollte das Projekt dann 2018 umgesetzt werden, und zwar zeitgleich mit dem geplanten Neuanstrich der Kapelle, der durch die Kirchengemeinde finanziert werden sollte. 

Im Frühjahr 2018 wurde die Kapelle dann tatsächlich eingerüstet und gestrichen, so dass das Gebäude seit dem Neuanstrich wieder im neuen Glanze erstrahlte.

Die Sanierungen am Platz zogen sich allerdings dagegen hin, nicht zuletzt auch, weil anstelle des Dorfvereins letztlich das Vereinskartell als Partner im Nutzungsvertrag mit der Kirchengemeinde einsteigen sollte, der für den Förderbescheid und die Ausführungen abgeschlossen und von der Bistumsleitung abgesegnet werden musste. Im Oktober 2020 kam es dann endlich zur Unterzeichnung der vertraglichen Vereinbarung.

Dieser Vertrag sieht in der Präambel vor, dass es das gemeinsame Ziel der Vertragsparteien ist, den Marienplatz als Begegnungsstätte auf Dauer für den Ort Freilingen zu erhalten und damit sowohl die kirchliche Arbeit als auch das damit untrennbar verbundene kulturelle Leben der Vereins- und Dorfgemeinschaft zu fördern und dauerhaft zu erhalten. Der Fertigstellungstermin für das Projekt und Vertragsbeginn sollte laut Vertrag noch im Jahr 2020 sein. 

Damit waren die vertraglichen Voraussetzungen seitens der Kirche für die Umsetzung der Maßnahme geschaffen. Nach der Überwindung weiterer formaler Hürden im Hinblick auf die öffentliche Förderung erhielt das Vereinskartell Freilingen dann im August 2021 endlich den erforderlichen offiziellen Bewilligungsbescheid für die Förderung durch die Gemeinde Blankenheim.

Im Herbst 2021 wurde dann mit den ersten Arbeiten begonnen. Die baufällige Kirchenmauer, die den Platz bisher noch Osten zur Wohnbebauung abgegrenzt hatte, wurde abgerissen, der Untergrund der Marienplatzes wurde geprüft und für die weiteren Arbeiten vorbereitet und die erforderlichen Vergleichsangebote wurden eingeholt, um das erforderliche Baumaterial bestellen zu können. Auch wurden die ersten Schnüre gespannt und Gräben gezogen. 

Die Hochwassersituation im Sommer 2021 auch rund um die Kapelle in Freilingen herum hatte allerdings zwischenzeitlich erste Bedenken aufkommen lassen, ob eine großflächige Pflasterung und damit eine vollflächige Versiegelung des Marienplatzes noch sinnvoll sei.

In einem Ortstermin von Vereins- und Kirchenvorstandsvertretern und der Ortsvorsteherin wurde daher kurzfristig die Ausführungsplanung so angepasst, dass sie den Anforderungen sowohl für die geplante Nutzung als aber auch mit den Anforderungen an eine ökologisch verantwortbare Versiegelung und letztlich auch der Fördervoraussetzungen entsprach. Diese Änderungen, die im Wesentlichen eine verringerte Pflasterfläche und ein Vergrößerung der Beet- und Grünbereiche, aber auch eine geschwungene Randsteinführung vorsah, wurden zeitnah in einer Sitzung des Kirchenvorstandes abgesegnet, so dass die Ausführungen dann angepasst weiter gehen konnten. 

Im Februar und März wurden die wesentlichen Vorarbeiten für die Pflasterung unter der Bauleitung von Michael Scholl und Siegfried Bonzelet vorgenommen.

Anfang April konnten diese Arbeiten dank der Unterstützung einiger ehrenamtlicher Helfer abgeschlossen werden, so dass Ende April die Randsteine gesetzt werden konnten, wieder mit zahlreichen Helfern.

Sorgar die Bürgermeisterin Jennifer Meuren ließ es sich nicht nehmen, die Baustelle am zweiten Wochenende im Mai höchstpersönlich zu besuchen, um sich über die Fortschritte zu informieren und die Ehrenamtler mit mitgebrachten Teilchen zu versorgen. 

Nach weiteren Vorbereitungsmaßnahmen konnte der Platz am Freitag, 20. und Samstag, 21. Mai dann endlich abschließend gepflastert werden.

 

Obschon ausgerechnet für den Freitag schwere Unwetter vorhergesagt waren, hatten die Arbeiten offenbar kirchlichen Beistand, da die eigentlichen Verlegearbeiten auf den Punkt fertig gestellt werden konnten, bevor dann doch der große Regen einsetzte und den Helfern nach 8 Stunden harter Arbeit bei schon fast hochsommerlichen Temperaturen den ersehnten Feierabend bescherte.

 

Samstags wurden dann noch die restlichen Schneide- und Einkehrarbeiten durchgeführt. Auf Vorschlag der Pflasterer wurde dann in der Mitte des Platzes noch ein Natursteinkreis eingefügt, um die Pflasterfläche optisch aufzuwerten. 

Als nächstes wird im Bereich der Sakristei noch ein befestigtes Rondell angelegt, um dort bei kirchlichen Veranstaltungen einen mobilen Altar aufstellen zu können. Um die Kirche und das ehemalige Jugendheim werden noch Randsteine zur Beetfläche gesetzt, um einen Spritzschutz zu gewährleisten und die Bereiche sauber abzugrenzen. Zum Schluss erfolgt die Anlage der Beete und die Bearbeitung und Einsaat der Grünflächen. Alle Anpflanzungen können aber mit Blick auf die fortgeschrittene Jahreszeit aber voraussichtlich erst im Herbst vorgenommen werden.

Zumindest ist jetzt aber die Parkfläche gepflastert und fertig gestellt, so dass der Platz als solcher wieder begeh- und befahrbar ist. Dies kommt auch den Nutzern der Bücherbude zugute, die jetzt über eine gepflasterte Zuwegung die Buchausleihe erreichen können. 

Damit ist alles in allem schon einmal ein großer Schritt in Richtung Fertigstellung des Marienplatzes erreicht. 

An dieser Stelle schon einmal ein ganz, ganz herzliches Dankeschön an die vielen Helfer und vor allen Dingen Michael Scholl und Siegfried Bonzelet, ohne die dieser "Zwischenstand" nicht erreicht worden wäre. 

Wir freuen uns jetzt schon auf die endgültige Fertigstellung und die offizielle Einweihung der neuen Begegnungsstätte an der Kapelle!

Übrigens, auch bei dieser Aktion kam das Freilinger TischleinDeckDich zum Einsatz, um mit Bechern, Tellern und Besteck die notwendige "Versorgung" aller Helfer zu gewährleisten. Sehr praktisch!

 

 

 

 

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