Ein voller Erfolg...war die erste Freilinger Kirmes nach zwei Jahren coronabedingter Pause, die einiges zu bieten hatte. Nach dem Abschied der bisherigen Wirtsleute "Käsper" und Ingrid Schwarz aus dem Gastwirtschaftsbetrieb von Meiershof stand das Organisationsteam Jana und Peter Reiferscheid vor der großen Herausforderung, die Kirmes erstmalig vollständig in der Regie des Vereinskartells Freilingen zu organisieren. Dank der großen Unterstützung aus der Bevölkerung konnten die Freilinger trotz aller neuen Umstände eine rundherum gelungene, traditionelle Kirmes feiern, mit Altbekanntem, aber auch einigen Premieren. Einfach wunderbar! Hier ein bebilderter Rückblick...

 

Das hätten manche Skeptiker wohl nicht für möglich gehalten: die erste Kirmes nach zweijähriger Zwangspause und in eigener Verantwortung des Vereinskartells Freilingen hat Gäste wie Organisatoren begeistert. Es hat aber letztlich auch alles wunderbar gepasst. 

Symbolisch eröffnet wurde die Kirmes am Samstag, 30. April bei bestem Frühlingswetter mit dem Aufstellen des Maibaums auf dem Dorfplatz mit tatkräftiger Unterstützung von Altgesellen, Ewigjunggebliebenen und Freilinger Neuzugängen.

Nach dem feierlichen Hochamt in der Kapelle und der Gefallenenehrung am Ehrenmal startete der Kirmesumzug dann vom Marienplatz aus.

 

An altbekannter Stelle grub erstmalig der Freilinger Nachwuchs den traditionellen Kirmesknochen aus.

Dieser musste diesmal nur wenige Meter durch das Dorf getragen werden, erstmalig zur Ortsvorsteherin Judith Maur.

Für den Ehrentanz bei ihrem Einstand erklärte sich spontan Markus Ramers bereit, dem man die Vorfreude auf die Kirmes regelrecht anmerken konnte. 

Anschließend zog die Kirmesgesellschaft in den Saal von Meiershof ein, den wir für die Kirmes dankenswerter Weise von Käsper und Ingrid zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Dort sorgte die Tanzband "De Schlengele" für beste Unterhaltung und viel Stimmung.

Man konnte zahlreichen Gästen förmlich anmerken, wie sehr dieses gemeinsame Feiern in den letzten beiden Jahren gefehlt haben. Als Dank für ihren besonderen Einsatz für die Freilinger Kirmes wurden Jana und Peter im Laufe des Abends von den starken Ex-Junggesellen samt Bank in die Höhe gehoben und für ihre Mühen geehrt. Da fiel das Fehlen eines Maikönigspaares fast gar nicht auf. 

Sonntags konnte man es sich auf dem Spätschoppen an einem ausgesprochen umfangreichen Kuchenbuffet mit 25 Kuchen schmecken lassen. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die zahlreichen Kuchenspenden. 

Der Musikverein Freilingen sorgte dankenswerter Weise im Saal für die passende musikalische Unterhaltung.

Die Kleinsten konnten sich beim Kinderschminken verschönern lassen oder an der "Süßigkeitenbar" bedienen.

Montags stand nach traditioneller Art die Häusertaufe mit dem "Taufkomitee" Nico Ohrem und Max Hierlwimmer als Redner und Thomas Renner als "Pastor" auf dem Programm. Treffpunkt für alle Teilnehmer war selbstverständlich der Meiershof.

Um 15.00 Uhr begab sich die Kirmesgesellschaft zunächst in die Steinstraße zu Evi und Max Hierlwimmer. 

Eigentlich wollten die beiden ein altes Haus in Freilingen kaufen und renovieren. Aber nach vier Absagen beschlossen sie 2016, ein neues Haus im regionaltypischen Baustil der alten Eifelhäuser zu bauen. Das Grundstück in der Steinstraße, stolze 2763 m2, wurde hart erkämpft und 2018 gekauft. Der Spatenstich für das Haus erfolgte im Januar 2020 und schon im Sommer 2021 konnte die mittlerweile 4 Hierlwimmers das Haus endlich beziehen. Denn quasi parallel zur Bauplanung erfolgte bei den beiden auch noch die Familienplanung. Im November 2017 kam nämlich Tochter Marlene auf die Welt. Im Juli 2020 folgte kurz nach dem Richtfest Tochter Elise. Und weil man im Garten eine wunderbare Aussicht hat und auch die alte Feldscheune am Grundstücksende im Blick hat, wurde das Haus auf den Namen „Zur Dreisch-Schüür“ getauft.

Danach ging es weiter zu Andre Schmickler in der Blankenheimer Straße. 

Sein geschichtsträchtiges Haus hat er bereits vor 8 Jahren erworben, und zwar ohne vorherige Besichtigung im Rahmen einer Zwangsversteigerung. Die Überraschung beim ersten Betreten der Räume war groß, der Geruch nach monatelangem Leerstand eher abweisend und der Zustand im Innern nicht gerade ansprechend. Doch Andre ließ sich trotz erster Bedenken nicht abschrecken und schaffte nach und nach in gut zwei Jahren mit vielen guten Ideen für sich und seinen Sohn Justus ein ansehnliches Zuhause in diesem historischen Gemäuer. 

Denn bereits 1988 wurde das Haus von Hubert Riethmeister samt Tanzsaal, Stall und Scheune als Gastwirtschaft „Retmeistesch“ erbaut. Damit hatte dann auch das Freilinger Unterdorf seine Kneipe, im Oberdorf gab es ja bereits den Meiershof. Ende des 19. Jahrhunderts übernahm Nikolaus Luppertz das Gasthaus und prägte fortan den neuen Namen und die weitere Tradition der Wirtschaft. Hier wurde tatsächlich parallel zum Meiershof Kirmes gefeiert, die Tanzgesellschaften pendelten sogar aus beiden Sälen zwischen Luppertz und Meiershof hin und her. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Gastwirtschaft unbenannt und hieß fortan „Zum weißen Röss’l“.  Die Gaststätte wurde unter wechselnden Wirten dann bis 1982 betrieben. Im Andenken an die fast hundertjährige Tradition wurde dann das Haus auch wieder auf den Namen "Zum weißen Röss'l" getauft. 

Danach zog der inzwischen auf einen stattlichen Umfang angewachsenen Kirmeszug weiter, angeführt von der Kirmesfahne, die zwischenzeitlich sogar von der höchsten Verwaltungsspitze des Kreises Euskirchen getragen wurde. Eine Premiere für Markus Ramers, der vorher noch nie als Fahnenträger für den Verein zum Einsatz gekommen war, jedenfalls nicht mit der neuen Fahne.

Es ging dann zum Neubau von Irene und Erwin Mungen in der Reetzer Straße.

Die beiden haben 20 Meter unterhalb ihres bisherigen Hauses, quasi auf dem Parkplatz der ehemaligen Versicherungsagentur Mungen ihr neues altersgerechtes Eigenheim gebaut bzw. bauen lassen. Im Spätsommer 2020 wurde das alte Eigenheim verkauft und parallel das neue geplant. Alles klappte trotz Pandemie reibungslos. Anfang Dezember 2020 wurde die Bodenplatte fertig gestellt. Am 8. März 2021 rückte der Bautrupp an und bereits drei Monate später konnte das Haus bezogen werden. Da das Grundstück früher Garten- bzw. Ackerland vom Jännes Haus, also dem Stammhaus der Familie Mungen in der Seestraße war, lag es auf der Hand, das neue Haus in Erinnerung an die Familiengeschichte von Erwin „Jännes-Jeerschte-Jaade“zu taufen. 

Danach musste sich der Kirmestross nur wenig Meter weiter die Straße hoch bewegen, weil die neuen Besitzer des ehemaligen Hauses von Irene und Erwin sich ebenfalls dazu entschlossen hatten, an der diesjährigen Häusertaufe teilzunehmen.

Die Familie Baldus aus Brauweiler, bestehend aus Vanessa und Max sowie den Kindern Oscar und Lotta besuchten im April 2020 ihre Freunde aus gemeinsamen Pfadfinderzeiten in der Eifel, die in Freilingen ein Grundstück gekauft und neu gebaut hatten, nämlich Jenny und Micha Lischka. Micha schwärmte den beiden von den Vorzügen des Landlebens vor und erzählte nicht ganz ohne Hintergedanke, dass der Mann, der ihnen ihr Grundstück in der Mittelstraße verkauft habe, nämlich Erwin Mungen, jetzt auch sein eigenes Haus verkaufen wolle. 

So wurde der Kontakt zu Erwin hergestellt und tatsächlich ein Besichtigungstermin vereinbart. Den jungen Eltern gefiel nicht nur die Gegend, sondern auch das Haus auf Anhieb. Vor allem Max war schnell klar, welches Potential und welch geringer Sanierungsbedarf in dem 40 Jahre alten, aber top gepflegten Haus steckte: viel, viel Platz, praktisch 100 m2 für jedes Familienmitglied, großer Garten, überschaubare Renovierungsarbeiten. Anfang Juli 2021 stand dann der endgültige Umzug nach Freilingen an. Es wurden schnell weitere Freundschaften geknüpft und dank der vielen Angebote hier im Ort fühlten die beiden sich schnell heimisch und endgültig angekommen, ja regelrecht geborgen.

Mit Blick auf das neue Eifeler Heimatgefühl wurde das neue Heim auf den Namen „Jehööschnis“ getauft. Natürlich erhielt auch Familie Baldus, wie alle anderen Täuflinge, eine neu gestaltete Taufurkunde des Vereinskartells.

Als letzte Station stand der Neubau von Jenny und Micha Lischka in der Mittelstraße auf dem Programm der Taufgesellschaft.

 

Die zwei stammen ursprünglich aus dem Rhein-Erft-Kreis stammen, Micha aus Pulheim und Jenny aus Kerpen. Da die Grundstückspreise in der alten Heimat sehr hoch waren und die beiden sowieso eher „Landeier“ sind, stand schnell fest, dass sie den Kölner Raum Richtung Eifel verlassen wollten.

Auf dem Weg zum Nürburgring waren sie zwar häufiger „am Blitzer“ auf der L115 an Freilingen vorbeigefahren und anderem auch in einmal Freilingen gelandet. Die Gegend gefiel ihnen, weshalb sie mehrere Grundstücke in der Gemeinde besichtigten. Als sie vor dem Grundstück hier in Freilingen standen, wussten beide sofort: „Perfekt, das wird unser neues Zuhause“. Wen wundert diese Entscheidung. Ihren Entschluss, auf das Land zu ziehen, haben die beiden auch noch zu keinem Zeitpunkt bereut und sind mit ihren beiden Katzen Sally und Leo sehr glücklich in Freilingen. Ganz spontan haben sich die beiden auf den Namen „Mucki“ geeinigt. Das ist nicht etwa der Name einer weiteren Katze, sondern der beiderseitige Kosename. Und wo zwei Muckis unter einem Dach wohnen, bietet sich dieser Name natürlich dieser Kosename auch für die neue Behausung an.

Nach der Häusertaufe zog die komplette Kirmesgesellschaft, klein wie groß in den Saal von Meiershof ein, wo es für alle Gäste zunächst Freigetränke und einen Ehrentanz für alle "Täuflinge" gab.

Roland sorgte für die musikalische Unterhaltung und betonte seinerseits, wie froh er sei, nach so langer Zeit wieder Musik machen zu dürfen. Da durfte natürlich auch der Abklatsch des Blangemer Juh-Jah nicht fehlen, der schon fast traditionell von den üblichen Verdächtigen vorgeführt wurde.

Insgesamt konnte zum Abschluss eine ausgesprochen positive Bilanz der Kirmespremiere gezogen werden, an der Jana und Peter wie bereits erwähnt einen wesentlichen Anteil haben. Begleitet von Dankesworten von Siegfried Bonzelet bekamen die beiden dann auch selbstverständlich ein kleines Dankeschön vom Vereinskartell überreicht. 

Ein großes, großes Dankeschön geht an alle Helfer und Unterstützer aus Freilingen, die sich spontan bereit erklärt haben, den Verein bei seiner ersten offiziellen Kirmes so tatkräftig unter die Arme zu greifen und damit einen großen Anteil am Erfolg dieser Veranstaltung zu verzeichnen haben. Ohne die vielen fleißigen Hände wäre die Durchführung der Kirmes nicht möglich gewesen. 

Und so zeigte sich am Ende auch Käsper sehr zufrieden mit der Kirmes 2022, bei der er erstmals seit Jahrzehnten entspannt als Gast und nicht als Wirt teilnehmen durfte. Er fand dann für seinen Nachfolger in der Hauptorganisation auch gleich einen neuen passenden Namen: "Meiesch Hoff Pitter". Das trifft es wohl auf den Punkt!

Mehr Anerkennung vom  "Vorgänger" geht nicht...

Wir freuen uns schon auf die Kirmes 2023!

Übrigens, wer noch schöne Schnappschüsse von der diesjährigen Kirmes hat, darf diese gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  senden, damit wir diese in unser Fotoarchiv stellen können. Danke!

Freilinger Infobox

  •  Di 24.05.: Puppentheater,  16.00 Uhr im Bürgerhaus 

 

 

 

 

 

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