"Bald kommt der Frühling..." In wenigen Wochen fangen die heimischen Vögel wieder an zu brüten. Meisen, Spatzen und Co. freuen sich besonders, wenn sie in unseren Gärten Nistkästen finden, in die sie direkt mit ihrem Nest einziehen können. Eigentlich war geplant, zusammen mit Freilinger Kindern im Bürgerhaus im Rahmen eines "Workshops" Vogelhäuschen zu bauen. Dafür haben wir bereits mehrere Bausätze für verschiedene Nistkästen von der Biologischen Station Euskirchen im Rahmen des LEADER-Projektes „Na-Tür-lich Dorf“ bekommen. Diese Gemeinschaftsaktion ist aber leider zur Zeit wegen Corona nicht möglich. Daher möchten wir die verschiedenen Bausätze einfach zu den Familien nach Hause bringen, wo sie vor Ort zusammengebaut und verziert werden können. Wer hat Lust, mitzumachen?

(Rotkehlchen - Foto: Frank Derer; sie nutzen sog. Halbhöhlen zum Brüten)


Unsere einheimischen Wildvögel haben es zum Teil wirklich nicht einfach. Durch immer kleiner werdende Grundstücke fehlen oft große Bäume und der natürliche Lebensraum ist für viele Vögel sowie Insekten stark reduziert. Ritzen und Löcher als Nistmöglichkeit gibt es immer weniger. Daher kann man durch die Anbringung von passenden Nisthilfen ganz einfach aktiven Naturschutz auch im eigenen Garten praktizieren und zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen.

Das möchten wir von Seiten des Vereinskartells unterstützen.

Geplant war eigentlich, im Bürherhaus einen "Workshop: Nistkastenbau für Kinder" anzubieten. Dabei wollten wir gemeinsam mit Kindern und Eltern Nistkästen mittels spezieller Bausätze bauen und die Vogelhäuschen wenn gewünscht auch noch anmalen. Außerdem wollten wir (mit Hilfe unseres neuen Beamers im Bürgerhaus) noch jede Menge Informationen darüber vermitteln, welche Vögeln in unseren Gärten leben, welche Vorlieben hinsichlich der Nistkästen bestehen, was beim Aufhängen der Häuschen zu beachten ist und einges mehr. All dies sollte mit Unterstützung der Biologischen Station Euskirchen erfolgen, die solche dörflichen Aktion im Rahmen des LEADER-Projektes "Na-Tür-lich Dorf" unterstützt. 

 

Ziel von "Na-Tür-lich Dorf" ist die Stärkung der regionalen Artenvielfalt in der LEADER-Region Eifel, wobei Umweltbewusstsein und Identifikation mit der regionalen, dörflichen Flora und Fauna dabei wichtige Teilschritte sind. Dazu werden zusammen mit den Menschen vor Ort individuelle Kleinprojekte gestartet, für die in unserer Region Jennifer Thelen als Projektleiterin im Kreis Euskirchen beratend und mit Sachmitteln unterstützend zur Seite steht. 

Unsere geplante Gemeinschaftsaktion ist aber leider zur Zeit coronabedingt nicht möglich. Daher haben wir beschlossen, die von der Biologischen Station freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellten Bausätze für die Nistkästen jetzt einfach in die Familien zu verteilen, damit diese zu Hause den neuen "Wohraum" für unsere gefiederten Freunde bauen und gestaltet können.

Denn die Zeit drängt. Bereits Ende Februar starten die ersten Arten mit dem Nistbau und sind daher bereits jetzt auf der Suche nach einer geeigneten Brutstätte. 

Wer sich gerne an unserem "Home-Workshop" beteiligen möchte, sollte sich schnell bei uns melden, entweder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 02697 /7117 oder 0162/4278139 (Simone Böhm), da nur eine begrenzte Anzahl an Nistkästen zur Verfügung stehen („Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“).

Die fertigen Nistkasten können im eigenen Garten aufhängt werden. Falls es keine passenden Stelle zu Hause gibt, hängen wir die Häuschen gerne auch an anderer geeigneter Stelle auf. Spätestens bis Anfang März sollten die Nistkästen hängen, damit sich unsere gefiederten Freunde noch an ihr neues Heim gewöhnen können.

Die Bausätze bekommt man kostenlos zur Verfügung gestellt. Die einzige Bedingung ist, dass uns ein oder gerne auch mehrer Fotos von der heimischen Aktion geschickt werden, vor allem davon, wo das neue Häuschen angebracht wurde. 

Also, schnell melden und mitmachen!

 

Und hier noch einige Tipps rund um die Nistkästen im heimischen Garten: 

(Junge Blaumeise - Foto: NABU/Rita Priemer)

 

  • Zeitpunkt: Optimal ist es, wenn man bereits vor dem Winter den Nistkasten aufhängt. Vor allem in Jahren mit strengem Frost werden die Nisthilfen von vielen Insekten und Vögeln als Schutz genutzt. Vor allem Meise und Kleiber nutzen die Nistmöglichkeit gerne als warmen Schlafplatz. Weiter schauen sich die Vögel bereits im Vorjahr nach möglichen Nistplätzen um. Bis spätestens März sollten neue Nistkästen in jedem Fall hängen.
  • die heimischen Vogelarten benötigen unterschiedliche Nisthilfen. Die Tiere sind wählerisch was die Größe des Einfluglochs anbelangt. Vor allem Meisen bevorzugen kleinere Einfluglöcher. Je nach Vogelart variiert der Durchmesser des Fluglochs. Somit legen Sie mit dem Kasten fest, welcher Vogel sich bei Ihnen im Garten einnistet. Gartenrotschwänze z.B  lieben ovale Einfluglöcher, die gut 4,8 cm hoch und 3,2 cm breit sind.

           Als Richtlinie bei künstlichen Nisthilfen gelten folgende Größen der Einfluglöcher:

  •           26 bis 28 mm Blaumeise, Sumpfmeise, Tannenmeise oder Haubenmeise
              30 bis 32 mm Kohlmeise, Feldsperling, Kleiber
              32 mm (bevorzugen sogenannte Nistschalen oder Mauersegler-Nistkästen) Mauersegler
              36 mm Haussperling, Trauerschnäpper
              42 bis 50 mm (der Boden sollte 20 x 29 cm groß sein) Star
  • wer seine Nistkästen selber bauen möchte, sollte folgendes beachten:
    • Verwenden Sie 20 Millimeter dicke, ungehobelte Bretter aus Fichte, Tanne oder Buche. Sperrholz oder Spanplatten sind nicht witterungsbeständig und daher ungeeignet.
    • Verwenden Sie Schrauben anstelle von Nägeln. Das erspart zusätzliches Verleimen und erleichtert es auch, den Kasten im Herbst zu kontrollieren und zu reinigen.
    • Bohren Sie vier etwa fünf Millimeter breite Löcher zur Belüftung und Entfeuchtung in den Boden.
    • Verzichten Sie auf Holzschutzmittel, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden. Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall können Sie die Außenwände mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben streichen.
    • Teerpappe auf dem Dach ist nicht sinnvoll, da der Kasten trotzdem feucht wird und die Pappe ein schnelles Austrocknen behindert.
  • Richtiges Anbringen
    • Hängen Sie Nistkästen in 2 bis 3 Meter Höhe auf (sofern in der Bauanleitung nicht anders beschrieben).
    • Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite (Westen) zeigen, noch sollte der Kasten längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein (Süden). Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist deshalb ideal.
    • Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel oder feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen.
    • Damit kein Regen eindringen kann, sollte ein Nistkasten niemals nach hinten, eher nach vorne überhängen
    • Die meisten Vogelarten bevorzugen etwas Abstand zum nächsten Kasten. Nisthilfen von gleicher Bauart sollten in Abständen von mindestens zehn Metern aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Star und Schwalben). So ist gewährleistet, dass die brütenden Tiere auch genügend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden.
    • Zum Anbringen einer Halbhöhle eignen sich geschützte, für Katzen und Marder möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen.

 

(Fot: MDR/Dörthe Gromes: verschiedene Arten von Nistkästen))

Was hilft unterstützend zum Ansiedeln von heimischen Vögeln?

Neben dem geeigneten Unterschlupf ist es wichtig, dass im Garten und der näheren Umgebung passendes Futter für die Tiere vorhanden ist.

Mit Wildgehölzen wie beispielsweise Weißdorn schaffen Sie die besten Voraussetzungen. Der Nektar der Blüten ist für viele Insekten sehr wertvoll, diese sind wiederum für Blaumeisen eine wichtige Nahrungsquelle im Sommer, im Herbst und Winter sind es die roten Beeren. Durch die Dornen sind die Vögel geschützt und fühlen sich bei der Nahrungsaufnahme sicher. Andere Arten brüten wiederum in Wildgehölzen.

Zu den sogenannten Heckenbrütern gehören u. a. die Amsel und der Grünfink. Mit Vogeltränken können Sie in heißen Phasen weitere Unterstützung bieten. Zudem sollte auch Nistmaterial zur Verfügung stehen. Deshalb gilt es, den Garten nicht zu stark reinigen, da abgestorbene Pflanzenteile, trockene Gräser und Laub gerne zum Nestbau genutzt werden.

 

 

 

 

Freilinger Infobox

 

Hier der Mitschnitt von der Dorfbereisung im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" vom 15.08.2022. Einfach anklicken!

 

 

  

 

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