Fehlt nur noch Sommerwetter - am Freilinger See ist alles für den Start der kommenden Badesaison bereit. Auch die für die Rettungswacht an sonnigen Tagen zuständige DLRG steht parat, die sich für ihren Einsatz auch noch prominente Unterstützung mit ins (Rettungs-) Boot genommen hat: Landrat Markus Ramers. Als Freilinger mit engen Beziehungen zum Freilinger See hat er am Samstag, 15. Mai in einer kleinen offiziellen Feierstunde die Schirmherrschaft über den Bezirk Kreis Euskirchen der DLRG übernommen, nicht zuletzt, um damit noch einmal die besonderen Verdienste der ehrenamtlichen Wasserretter zu würdigen und auf die Bedeutung des Vereins aufmerksam zu machen. 

 

"Landrat müsste man sein, dann bekommt man einen Regenschirm und wird mit dem Motorboot über den See gefahren", so der Kommentar des kleinen Finn zu den Aktionen der DLRG am Freilinger See. Eigentlich war er am Samstag, 15. Mai mit den Ehrenamtlern des Musikvereins Freilingen damit beschäftigt, in einem langen Graben ein Abwasserrohr von den Grillhütten bis hin zur Anschlussstelle an der Seebar zu ziehen. Doch die Ansammlung von Rettungsfahrzeugen, Rettungsschwimmern und einigen wenigen geladenen Gästen hatten ihn neugierig gemacht, so dass er als Zaungast lieber einige Zeit beobachtete, was sich da unter den Schirmen der Seebar und am offiziellen Rettungssteg der DLRG abspielte.

"Der Landrat übernimmt dafür auch eine wichtige Aufgabe", wurde ihm von der Ortsvorsteherin von Freilingen erklärt, die ebenfalls zu dem Termin geladen war. So erfuhr Finn, dass der Landrat Schirmherr über die DLRG werde, womit er einerseits die Bedeutung der Wasserrettung betonen und würdigen wolle, aber auch verspreche, diese andererseits auch nach besten Kräften selbst zu unterstützen. 

Und dass die DLRG je Unterstützung verdient hat, für ihre weitreichenden Aufgaben aber auch gebrauchen kann, konnte man von Matthias Wessels erfahren, der als Leiter des DLRG Bezirks Euskirchen die kleine Feierstunde zur offiziellen Wacheröffnung 2021 und Übernahme der Schirmherrschaft durch den Landrat eröffnete. 

"Die DLRG ist mit fast 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Wir haben hier im Kreis Euskirchen insgesamt über 1400 Mitglieder. In jedem Ort ist die DLRG einer der größten Vereine überhaupt", führte der Bezirksleiter aus. Darunter seien natürlich viele Kinder, die bei der DLRG schwimmen lernten, da es eine ganz wichtige Teilaufgabe des Vereins sei, Kindern in qualifizierten Kursen das schwimmen beizubringen. Denn dies sei trotz der angebotenen Wasserrettung natürlich der sicherste Schutz vor dem Ertrinken. 

Es gäbe leider immer noch zu viele, die nicht richtig schwimmen könnten. Man schätze, dass zur Zeit 40 bis 50 % der Deutschen nicht sicher schwimmen würden. Und sicher schwimmen bedeute nicht, das Seepferdchen-Abzeichen zu besitzen, sondern in der Lage zu sein, 200 m schwimmen zu können, als Beispiel in Freilingen ungefähr einmal vom Bootssteg zum anderen Seeufer.

Da wird schnell deutlich, wie wichtig der Wasserrettungsdienst als weitere wichtige Aufgabe der DLRG ist, wenn sich an heißen Sommertagen tausende Badegäste an den Seen im Kreis Euskirchen tummeln. Im Wasserrettungsdienst der DLRG sind ungefähr 30 Leute aktiv (darunter 10 Taucher), die sich in drei Teams von 5,6 Leuten engagieren. Davon sind jeweils drei am See vor Ort, und zwar an allen Tagen, an denen das Wetter schön ist und zum Baden einlädt. 

"Dort auf dem Steg sieht man die Rettungsschwimmer, die für hunderte Leute sichtbar ihren Dienst leisten. Es gibt aber auch viele Mitglieder im "BackOffice", die genauso wichtig sind und auf die auch einmal aufmerksam gemacht werden muss", betonte Matthias Wessels weiter. Diese sorgten u.a. dafür, dass die Kasse stimme, da die DLRG wie ein Sportverein organisiert sei und das meiste komplett selbst finanziert werden müsse.

Das gilt vor allem für die Ausrüstung. Denn auch wenn die Mitglieder ehrenamtlich tätig sind, müssen die Rettungsgeräte und "Einsatzmittel" selbst beschafft werden, wie z.B. das Rettungsbrett für den Einsatz bei mittleren Entfernungen auf dem See. 

Ein Rettungsboot z.B. kostet ca. 6000 € und muss aus eigenen Mitteln finanziert werden. Dafür ist man natürlich auf zahlreiche, große wie kleine Spenden angewiesen, was wiederum eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit erfordert. 

Und diese zu unterstützen, hat sich dann auch der Landrat zur Schirmherrschaft bereit erklärt. 

Markus Ramers zeigte sich erfreut, zusammen mit der DLRG die Badesaison offiziell eröffnen zu können, bei "herrlichstem Badewetter," wie er augenzwinkernd anfügte angesichts 10 Grad Außen- und geschätzten 15 Grad Wassertemperatur. Er unterstrich in seinem Grußwort, wie wichtig die Arbeit des DLRG im Kreis Euskirchen sei, und das seit vielen Jahren. Er sei am See groß geworden und habe hier schwimmen gelernt. Auch heute noch käme er oft und gerne mit seiner Familie an den See, zumal die Gemeinde Blankenheim viel in die Infrastruktur (z.B. Spielplatz, Wasserspielbereich) investiert und das Gelände noch attraktiver für Kinder und Familien gestaltet habe. Dabei sei es für alle Besucher ein ganz wichtiges Gefühl von Sicherheit zu wissen, dass die DLRG hier vor Ort sei und bei Unfällen im oder am Wasser bereit stünde.

"Die Mitglieder der Wasserrettung sind unheimlich engagiert und bestens ausgebildet", lobte er die Ehrenamtsarbeit. Die Arbeit der DLRG würde in den nächsten Monaten und Jahren noch wichtiger, da viele Kinder in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie und der eingeschränkten Kursangebote nicht schwimmen gelernt hätten. Andererseits würden viele Menschen aufgrund der eingeschränkten Reisemöglichkeiten zu Hause bleiben bzw. die Eifel besuchen, so dass es wie im letzten Jahr voll werden würde an den Seen und in den Freibädern im Kreis. 

"Ich war sehr davon beeindruckt, wie die DLRG mit der veränderten Situation während der Pandemie umgegangen ist und alles geleistet hat, z.B. auch durch ihren Einsatz und ihre Mithilfe im Impfzentrum Marmagen mit den anderen Hilfsorganisationen", führte der Landrat weiter aus. Allein im Monat März hat die DLRG bereits über 790 ehrenamtliche Dienststunden im Impfzentrum geleistet. Das zeige, dass die DLRG viel mehr sei als "Schwimmen", sondern eine Hilfsorganisation, die unverzichtbar sei und gebraucht werde. 

Er bedankte sich bei allen, die sich seit Jahren bei der DLRG einsetzten, ermutigte aber auch alle, dies weiter zu tun und dabei zu bleiben.

"Ich glaube, dass ein solcher Termin wie heute ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung ist. Ich bin persönlich sehr stolz, dass ich für diesen Termin diese schöne rote Jacke (Anm. der Red.: passend zu seinen roten Schuhen) kurz tragen darf und freue mich, dass ich auch als Landrat die DLRG begleiten und beschützen darf", beschrieb er sein neues Amt als Schirmherr. Er wollte mehr als nur eine ideelle Unterstützung leisten, sondern wolle als Ansprechparntner auch für die DLRG da sein, wenn er gebraucht werde, unkompliziert und auf kurzem Weg. 

Als Dankeschön für die Bereitschaft der Übernahme der Schirmherrschaft bekam der Landrat dann zum einen passenderweise einen Regenschirm der DLRG in die Hand gedrückt.

Anschließend durfe er zudem noch an einer Patrouille auf dem Motorrettungsboot der DLRG teilnehmen und sich dann vom Wasser aus die Demonstration der Rettung eines Ertrinkenden anschauen, natürlich mit entsprechender Ausstattung und unter genauer Aufsicht vom Leiter der Einsatzabteilung und Bootsführer, René Loben.

(Patrouille mit Landrat: v.re. Jakob Fritz, René Loben und Markus Ramers)

(Probe-Rettung mit Rettungsbrett: Deniz Kloster (auf dem Brett) und Simon Büddig bei 10 Grad Außentemperatur)

Anschließend wurden an Land noch erste Hilfe Maßnahmen an einer Übungspuppe demonstriert.  

Die Schirmherrschaft wurde zum Schluss noch durch die Unterschrift offiziell bestätigt, wobei der Landrat schmunzelnd bemerkte, dass er eines im letzten halben Jahr gelernt habe: seinen Namen zu schreiben.

(Matthias Wessel, Leiter der DLRG Bezirk Euskirchen mit Landrat Markus Ramers bei der offiziellen "Urkundenunterzeichnung")

Zusammen mit der Ortsvorsteherin, die im übrigen die Urkunden für das DLRG erstellt hatte, wurde die Urkunde dann feierlich an die DLRG übergeben. 

Bei so viel beschirmten Ehrenamtsengagement kann die neue Badesaison ja denn jetzt starten, wenn sich denn irgendwann noch das passende Badewetter einstellt. 

Die Wasserqualität lässt übrigens laut der jüngst veröffentlichten Gewässerkarte von NRW nichts zu wünschen übrig. Danach weisen die 82 ausgewiesenen Badegewässer mit 108 Badestellen in Nordrhein-Westfalen, an denen während der Badesaison regelmäßig Untersuchungen der Wasserqualität stattfinden, laut Umweltministerium Nordrhein-Westfalen eine hohe Wasserqualität auf. Auch der Freilinger See hat danach wieder eine ausgezeichnete Bewertung bekommen.

Man kann sich also am und im Freilinger See sicher fühlen und den Aufenthalt dort in vollen Zügen genießen...dank der DLRG und des guten Wassers! 

Wir bedanken uns ebenfalls ganz herzlich für das große, vielfältige ehrenamtliche Engagement der DLRG und wünschen der Wasserrettung am Freilinger See schon jetzt eine schöne, sonnige und ruhige Badesaison 2021!

Weitere Informationen zur DLRG im Kreis Euskirchen unter folgendem Link: DLRG Bezirk Kreis Euskirchen 

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