Nach 35 Jahren sind Marianne und Robert Polak mit dem Betrieb des Kiosks am Freilinger See "in Rente" gegangen. Nachfolger sind aber erfreulicherweise schon gefunden: Cetin und Kebire Erdogan, die ab der Saison 2019 für das kulinarische Angebot direkt am Freilinger See zuständig sind. Und sie haben sich unter dem Titel "Freilinger See Bar" einiges für die Gastronomie am See vorgenommen.

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„So einen Sommer habe ich in der Eifel noch nicht erlebt. Normalerweise fängt es doch mit Beginn der Sommerferien an zu regnen.“

Cetin Erdogan lacht als er das sagt. Zusammen mit seiner Frau Kebire führt er seit April 2017 das Restaurant „Waldläufer“ auf dem Freilinger Campingplatz.

Der zweitheißeste Sommer seit Aufzeichnung ließ Cetin mit der Sonne um die Wette strahlen. Auf der Terrasse des Waldläufers herrschte oft bis in die späten Abendstunden Hochbetrieb. „Aufgrund der extremen Trockenheit durfte auf dem Campingplatz nicht mit offener Flamme gegrillt werden. Mit dem Grillverbot habe ich jedoch nichts zu tun“, sagt die kurdische Frohnatur. Aufgegeben haben Kebire und er ihr im 7. Bezirk von Wien gelegenes Lokal „Mantibar“. Insbesondere Kebire pendelt häufig zwischen der österreichischen Hauptstadt und der Eifel.

Warum der Weg zurück zum Freilinger See? „Ich liebe einfach die Ruhe hier. Zudem sind die Menschen hier lockerer“, erklärt Cetin und ergänzt: „Ich kenne hier einfach viele Familien und Stammgäste.“ Kein Wunder, schließlich hatten seine Frau und er den Waldläufer vor dem Gang nach Wien bereits von 2003 bis 2014 geführt.

Wer in den vergangenen Wochen eine Runde um den Freilinger See gedreht hat, dem sind gegebenenfalls die Umbau- und Abrissarbeiten an dem direkt am See gelegenen Kiosk aufgefallen. Das ist das neueste Projekt der Eheleute Cetin. 35 Jahre lang hatten Marianne und Robert Polak den Kiosk geführt, ab 2019 übernehmen Kebire und Cetin das Ruder. „Bisher war das ein Kiosk. Das, was wir hier vorhaben, würde ich eher als High-Quality-Imbiss bezeichnen. Wir werden viele einheimische Produkte anbieten. Es wird zum Beispiel Biokaffee und Biotee geben“, berichtet Kebire.

Erklärtes Ziel der beiden ist, sich vom Badebetrieb am See unabhängig zu machen. Im Außenbereich sind Überdachungen von 100 bis 150 Sitzplätzen angedacht. „Der naturverbundene Gast lässt sich durch schlechtes Wetter nicht abschrecken“, sieht Kebire auch Wanderer und Fahrradfahrer als potenzielle Gäste.

Ihr Mann möchte auch ein jüngeres Publikum ansprechen: „Es wird eine Bar mit Theke geben, die über eine Lauffläche von rund acht Metern verfügt. Unser Ziel ist, diesen Imbiss über die Region hinaus bekannt zu machen.“ Diese Bar hat auch schon einen Namen: "Freilinger See Bar". 

Woher nehmen die beiden in Zeiten des Sterbens von zahlreichen Gastronomiebetrieben den Mut, einen zusätzlichen Betrieb zu übernehmen und viel Geld zu investieren? „Wir sehen hier schon Potenzial. Das Interesse an dieser Region wächst stetig. Das zeigt zum Beispiel der Eifel-Hero-Triathlon, der am 29. Und 30. Juni 2019 hier am See stattfinden wird. Das wird ein Großereignis“, erklärt Cetin.

Wie ist der Stand der Umbauarbeiten? „Wir sind gut vorangekommen. Die Innenarbeiten sind fast fertig. Wir warten auf die Lieferungen der Bar und der neuen Küche und darauf, dass die Gemeinde die Arbeiten am Dach in Angriff nimmt“, erklärt Cetin. Eröffnet werden soll der Imbiss nächstes Jahr zu Ostern.

Ab dem 01. November gehen Kebire und Cetin in die Winterpause. Der Waldläufer wird an Silvester öffnen und dann im Frühjahr 2019 wieder.

WiF wünscht auf jeden Fall schon jetzt viel Erfolg!

 

 

Freilinger Infobox

  • Dienstag, 25.12.: Hochamt in der Pfarrkirche Lommersdorf, 10.30 Uhr
  • Mittwoch, 26.12.: Festmesse in der Kapelle Freilingen, 10.30 Uhr

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