"Hast du einen Garten, dann hast du alles, was du brauchst" - das gilt vor allem in diesem Jahr, in dem die meisten mehr oder weniger freiwillig den Urlaub auf "Terrassien und Gartanien" verbringen werden. Aber wie genau sehen die Erholungsorte hinter den Hausfassaden aus? Das möchten wir in unserer kleinen Gartenserie erkunden, mit der wir einige Privatgärten in Freilingen vorstellen, die zum Teil "im Verborgenen" liegen, es aber in jedem Fall wert sind, einem größeren Publikum vorgestellt zu werden. Im 4. Teil erkunden wir den Garten der Familie Hierlwimmer, der auch schon im Rahmen der Dorfbereisung beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" die Bewertungskommission ausgesprochen begeistert hat. Sehr beeindruckend und interessant, nicht nur für Gartenfreunde!

 

Verschiedene internationale Wetterdienste sind sich einig: auch im Corona-Jahr 2020 steht uns wohl ein Hitze-Sommer bevor.  

Gerade an heißen, sonnigen Tagen kann sich jeder glücklich schätzen, der sich zu Hause ein grünes schattiges Plätzchen im eigenen Garten suchen kann, in dem man die Hitze ertragen und die Zeit genießen kann. Einen solchen "Rückzugsgarten" nennt die Familie Hierlwimmer ihr Eigen - ein Refugium, das vor allem durch hohe, schattenspendende Bäume und viel beruhigendes Grün hervorsticht.

Der "alte" Garten liegt eingebettet zwischen historischer Bausubstanz in Freilingen und ist durch eine große Buchenhecke zur Straße abgegrenzt. Ein großer Rundbogen bildet einen Zugang, der durch ein eisernes Tor nebst Glocke versperrt ist und hinter dem sich Tradition und Geschichte erahnen lassen. Schon auf den ersten flüchtigen Blick ein Garten, der zum Verweilen einlädt... 

 

4. Der "Historien-Garten" - die generationsübergreifende Wohlfühloase von Andrea und Peter Hierlwimmer

Meine Gartenbesuche im Rahmen der kleinen Gartenserie von WiF sind wahrlich vom Glück bzw. im wahrsten Sinne von der Sonne beschienen, da jedes Mal traumhaftes Wetter herrscht, wenn ich zum Erkundungsgang durch das private grüne Wohnzimmer eingeladen werden. 

Beim Besuch im Garten der Familie Hierlwimmer wird dann auch erst einmal Platz in der Sonne genommen und es sich ein weinig gemütlich gemacht, bevor wir den kleinen Spaziergang beginnen. Denn das Thema "Sitzplatz" hat eine ganz besondere Bedeutung für die Gartenbesitzer. 

Insgesamt 6 "Plätzchen" können sich Andrea und Peter in ihrem grünen Refugium aussuchen.

Für jede Tageszeit und jeden Sonnenstand, ja sogar für jede Jahreszeit steht ein passender Aufenthaltsort oder besser Ruheort zur Verfügung, wobei die ein oder andere Sitzgelegenheit dann doch mangels Tragfähigkeit nur zur Dekoration dient, als "Pseudositzecke", wie Andrea sagt.   

Offensichtlich spielen Gemütlichkeit und Entspannung, Muße und Genuss eine große Rolle in diesem Garten. 

Dieser Garten strahlt aber auch tatsächlich schon auf den ersten Blick eine wohltuende Ruhe und grüne Eleganz aus, was nicht zuletzt an dem sehr alten Obstbaumbestand liegt.

Zum Teil umspielt von kleinen Buchsbaumrondellen prägen die Bäume die Struktur des Gartens, umgeben von saftigem, großzügigem Grün.

Dieser Rasen hat seinen Namen wirklich verdient. Früher war hier nur eine sich selbst überlassene Obstwiese zu finden. Für die Pflege des Grüns ist Peter zuständig, der mir erklärt, dass er einfach nur regelmäßig mäht und den klein gehäckselten Rasenschnitt liegen lässt. "Mulchmähen", eine moderne Art der Rasenpflege, heißt das im Fachjargon und wird in der Gartenpraxis immer beliebter. 

Durch diese Technik werden beim Rasenmähen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen muss der Grasschnitt nicht entsorgt oder kompostiert werden, zum anderen schützt und düngt er den Rasenboden sofort und nachhaltig, so dass auch auf teuren Dünger weitgehend verzichtet werden. Der Rasen erhält eine dichtere Grasnarbe, das Gras wird kräftiger und das Grün satter. Das Ergebnis überzeugt, vor allem mit Aussicht auf immer trockener werdende Sommer!

Ich frage mit Blick in die hohen Baumwipfel nach dem Alter des Gartens und Andrea und Peter erzählen, dass diese ehemalige Streuostwiese zwischen zwei alten Bauernhäusern nebst Stall und Scheune gelegen hat.

Die Beiden sind 1988 in ihr Haus gezogen, das um das Jahr 1850 errichtet wurde. 1990 haben sie Stall und Scheune ausgebaut, wobei dann leider ein großer Teil der alten Gemäuer abgerissen werden musste, weil die Substanz zu schlecht war. Ein Rest der alten Scheune konnte allerdings erhalten bleiben.

Und der abgerissene Teil des ehemaligen Bauernhofes ist auch nicht vollständig verschwunden, sondern wartet noch auf seinen Einsatz oder hat bereits ein neues Plätzchen im Garten zugeteilt bekommen.

So auch die Steine in der kleinen Trockenmauer, die den Sitzplatz neben dem Wintergarten einrahmt und auch einer freundlichen Dame einen Sitzplätzchen in der Sonne bietet.

Im Hintergrund nimmt man wohltuendes Wasserplätschern wahr. Das stammt von einem großen Quellstein, der in einem gepflasterten Bereich seinen Platz gefunden hat.

"Diesen Teil des Gartens haben wir von einem Gartenbauer anlegen lassen, vor rund 20 Jahren. Er hatte damals die Idee, die vier Elemente Wasser, Wind, Feuer und Erde durch bestimmte Gestaltungselemente umzusetzen", berichten die beiden.

Der Quellstein, der übrigens mit einem Autokran in den Garten gehoben worden sei, symbolisiere das Wasser. Auf einen Teich habe man bewusst verzichtet, wegen der Gefahr, die von tieferen Gewässern in einem Garten für Kinder ausgehe. Daneben wurde die Feuerstelle platziert. Der ganze Bereich ist zudem von speziellen Gräsern umgeben, erklären mir die zwei weiter.  

Den Rest des ca. 1300 m² großen Gartens haben die beiden dann aber Stück für Stück selbst weiter entwickelt, nach ganz eigenen Regeln.

"Bei uns gilt im Hinblick auf die Gartenpflanzen das Gesetz des Stärkeren: wer sich durchsetzt, bekommt auf Dauer seinen Platz", erklärt Andrea, ihres Zeichens Rechtsanwältin lachend und führt an, dass sie heute in Bereitschaft im Home-Office sei und deshalb ihr Handy mit auf den Rundgang nehmen müsse, falls ein Gespräch eingehe.

Was für ein schöner Arbeitsplatz, denke ich und betrachte die große Weinrebe am Haus, die augenscheinlich ihren dauerhaften Platz "erkämpft" hat.

"Ja, der Weinstock hat sich prächtig entwickelt", führt Peter an. Er sei mit speziellen Befestigungshilfen aus dem Weinbau an der Hauswand angebracht worden, nachdem sich andere Techniken als nicht so langlebig herausgestellt hätten. "Jetzt trägt die Rebe jedes Jahr Unmengen an Trauben. Daran erfreut sich die ganze Familie", ergänzt er lächelnd. 

Damit sind wir bei einem weiteren wichtigen Thema im und bezüglich des Gartens: Familie. Denn bei der Gestaltung des Gartens sind ganz offensichtlich immer die Bedürfnisse der verschiedenen Generationen berücksichtigt worden, der Garten ist quasi mit den Kindern "gewachsen". 

"Früher hatten wir hier eine große Schaukel und einen großen Sandkasten stehen. Der Garten diente vor allem auch als Spielbereich für die Kinder", erklärt Andrea. Als die Kinder dann ausgezogen seien, habe sich auch der Garten wieder verändert.

Man erkennt aber unschwer, dass jetzt offenbar die dritte Generation wieder im Garten "eingezogen" ist. Ein kleiner Sandkasten hat seinen Platz in der Nähe des Hauses gefunden. An einem starken Ast hängt eine Babyschaukel.

"Da sitzen aber zur Zeit nur die Puppen unserer Enkelin drin", lacht Andrea und weist bei unserem folgenden Rundgang auf deren kleine "Räuberhöhle" an einem dicht umwucherten Baumstamm hin. 

"Das ist japanischer Knöterich", bekomme ich als Antwort auf die Frage, was das denn für eine hochwüchsige Pflanze sei, die an zahlreichen Stellen im Garten zu finden ist. Der vorherige Mieter des Hauses habe ihn gepflanzt und er würde sich im ganzen Garten ausbreiten, wenn man ihn nicht im Zaum hielte.

Der japanische Staudenknöterich ist eine Zierpflanze aus Asien, die durch ihr schnelles Wachstum und ihre Zähigkeit beeindruckt. Sie kann sogar in Gemüsegerichten verarbeitet oder als Heilpflanze eingesetzt werden. Wegen ihrer enormen Wuchskraft (bis zu 3 m hoch) und Ausbreitung kann sie sich aber auch zu einem Problemfall im Garten entwickeln.

Bei aller Offenheit gegenüber neuen kulinarischen Genüssen lehne ich das Angebot eines Ablegers dankend ab, zumal ich mit wuchernden Pflanzengeschenken bereits Erfahrungen in meinem eigenen Garten gemacht habe. 

Den Vorschlag von Andrea, in Freilingen doch noch einmal, wie schon vor einigen Jahren eine Pflanzenbörse im Herbst oder Frühjahr zu veranstalten, nehme ich dagegen gerne auf. Sie selbst bekomme öfter Ableger von ihren Freundinnen aus deren Gärten oder verschenke Pflanzen aus ihrem Beet. Viele hätten doch im Ort einen Garten, in dem die ein oder andere Blume mehrfach vorkäme, die man an andere Hobbygärtner abgeben bzw. tauschen könne. Das finde ich auch und notiere mir die Idee für den nächsten Veranstaltungskalender, nach dem Corona-Jahr. 

Von einer anderen Idee bin ich ebenso begeistert: einer kleinen roten Ziegelsteinwand nebst Fenster am Ende einer Hecke an der Grenze zum Nachbargrundstück. Wie man denn auf die Idee gekommen sei, möchte ich wissen. 

"An dieser Stelle stand vorher ein wucherndes Geißblatt an einem Gerüst, dass sich übermäßig auszubreiten begann. Als wir den Wildwuchs 2015 entfernt haben, ergab sich ein Loch in der Hecke, das wir aber nicht einfach mit Palisaden schließen wollten", erzählt Andrea. Da man vom Abriss des alten Gemäuers ja viele Steine aufbewahrt hätte, habe man überlegt, aus den roten Ziegeln des Stallbodens eine kleine Wand zu bauen besser gesagt, bauen zu lassen, nämlich von ihrem Vater.

Der hatte sich anfangs geweigert, eine Ruine zu erstellen, da er auch noch ein altes Stallfenster verarbeiten sollte, nach genauen Vorstellungen der beiden Gartenbesitzer im "Vintage-Stil". Nachdem er seinen Protest aufgegeben hatte, wurde das Projekt dann doch noch umgesetzt, zumal er noch die alten Mauertechniken beherrscht.

Denn der Bau eines sog. Segmentbogenfensters setzt schon eine gewisse Kenntnis und Erfahrung voraus. Das Ergebnis spricht für sich. Dass er mit seinem Mauerwerk regelrechter Trendsetter ist, hat er sich wohl damals nicht vorstellen können, denn Gartenruinen als bloßer Hingucker oder auch als Rahmen für Sitzplätze sind seit einiger Zeit der Renner in der Gartengestaltung. Verschiedene Anbieter bieten sogar komplette Sets bzw. Bausätze samt nachgebildetem alten Fenster an. Da kann man sich doch glücklich schätzen, wenn man sogar Originalteile verbauen kann.  

"Das sieht so original aus, dass manche Gartenbesucher tatsächlich vermuten, dass dies Überreste eines alten Stalls wären", fügt Peter schmunzelnd hinzu und ich überlege für mich, wo eine solche "Ruine" denn bei mir im Garten noch ein passendes Eckchen finden könnte, so begeistert bin ich von diesem Bauwerk, in dem das alte historische Gemäuer quasi weiterlebt. 

Begeistert bin ich auch von einer anderen "Wiederverwertungsidee": die Inszenierung von alten Türstürzen.

Andrea und Peter haben vier alte Türstürze mit unterschiedlichen Höhen einfach nebeneinander positioniert. "Als wir die hier aufgestellt haben, habe ich gesagt: das stellt unsere kleine Familie dar, zwei große Steine für Vater und Mutter, zwei kleine für Sohn und Tochter", erklärt mir Andrea den Hintergedanken der Aktion. 

"Heute stimmen die Größenverhältnisse allerdings nicht mehr, da ich als Mutter inzwischen die Kleinste bin", fügt sie lachend hinzu.

Ich muss unweigerlich an den Gartenbesuch bei Claudia und Jörg Lange denken, bei dem die beiden mehrfach betont hatten, dass man nichts wegschmeißen solle, da man aus allem etwas machen könne, mit der entsprechenden Phantasie. Wohl wahr! 

Die Türstürze stammen dabei aus dem alten Haus auf dem Nachbargrundstück, genannt "Peisch" (von Pesch: Weide oder Wiese, lat. pascua), das Peter und Andrea vor Jahren erworben haben. Während man die Fachwerkscheune erhalten konnte, musste das Haus 2002 wegen der Baufälligkeit abgerissen werden.

Durch den Grundstückszuwachs hat sich allerdings dann auch der Garten vergrößert, da das angrenzende Grundstück noch einmal so groß ist wie ihr alter Garten.

Am Rande dieses Gartens, der dann tatsächlich nur aus einer Wiese besteht, haben die beiden einen "Spalierobst"-Zaun angelegt, an dem überaus viele Früchte heranreifen. "Da wird gerne im Vorbeigehen dran genascht", schmunzelt Andrea. Aber es gäbe hier so viel Obst, dass man es sowie nicht alles verwerten könne. 

Eher schwierig zu verwerten sind die Früchte des riesigen Birnbaums, der mitten auf ihrem Gartengrundstück steht. Mir fällt unweigerlich das wohl jedem aus der Schule bekannte Gedicht vom "Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" von Theodor Fontane ein, bei dem auch ein imposanter Birnbaum im Garten stand. 

"Die Birnen kann man beim besten Willen so nicht essen, da sie holzig und herb-säuerlich sind", erklärt Peter. Früher sind auch diese Holz- bzw. Wildbirnen verarbeitet worden. In Notzeiten hat man aus den Kernen sogar Speiseöl gepresst.

Ja, früher hat man ohnehin viel mehr aus der Natur verwendet und verwertet, weil man nichts anderes hatte. Da geht es uns heute doch wesentlich besser. Wir können selber entscheiden, ob und was wir im Garten anpflanzen und haben dann noch moderne, arbeitserleichternde Methoden an der Hand, wie z.B. rückenschonende Hochbeete. 

Und nach getaner Arbeit kann man den Tag bei einem schönen Glas Wein ausklingen lassen kann, was Andrea und Peter seit einigen Wochen gerne mal in ihrer neuesten Sitzecke machen.

"Das ist unsere Corona-Gedenkstätte", beschreibt Andrea lachend den kleinen gemütlichen Strandkorb, der etwas versteckt am Übergang ihrer beiden Gartenbereiche hinter dem großen Gemüsegarten steht.

Sie erzählt, dass sie Ende März Geburtstag habe. Die alljährliche Feier musste dieses Jahr aufgrund der zu diesem Zeitpunkt schon verfügten Kontaktbeschränkungen ausfallen. Daher habe man sich stattdessen neue Gartenmöbel gönnen wollen.

"Eigentlich hatten wir an neue Liegestühle gedacht, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Strandkorb in diesen Garten passt. Dann haben wir aber diese Gartenecke "entdeckt", in der früher eine Komposttonne stand", erzählt sie voller Begeisterung für ihren neuen Rückzugsort.

"In dieser leicht versteckten Ecke fügt sich der Strandkorb wunderbar ein. Von hier lässt sich der Garten in der Abendsonne vollendet genießen", schwärmt sie und man könnte glatt versucht sein, sich auch so ein bequemes Teil zuzulegen.

Dies könnte allerdings schwierig werden bzw. zur Zeit etwas länger dauern, da in diesen Zeiten viele Gartenbesitzer auf die Idee gekommen sind, sich ein solches vor allem für den Ostseestrand typische, mondän anmutende Sitzmöbelstück anzuschaffen. Vielerorts sind die Strandkörbe daher bereits ausverkauft. Aber wer suchet und warten kann, der findet. 

In diesem Garten findet man neben den vielen alten und zum Teil auch neu gepflanzten Obstbäumen und Beerensträuchern vor allen Dingen auch sehr viel Buchsbaumkugeln, in allen Größen. Offensichtlich lieben alle Hausbewohner inklusive der 18 Jahre alten Katze dieses Dauergrün.

Es lässt sich gut in Form bringen und ist relativ pflegeleicht. Allerdings haben Hobbygärtner immer wieder mit Schädlingsbefall besonders durch Pilze oder den Buchsbaumzünsler zu kämpfen, so dass bei vielen Neupflanzungen heutzutage zum Teil lieber auf immergrüne Nadelgehölze zurückgegriffen wird. "Da haben wir Gott sei Dank keine Probleme mit", meint Andrea. 

Keine Probleme haben die beiden offenbar auch mit dem Wachstum und der Blütenfülle ihrer Rosen. Die Kletterrose Bobbie James, eine sog. "Ramblerrose" (von englisch ramble – umherschweifen, da diese Rosen sehr starkwüchsig sind) hat einen alten Ringelottenbaum erobert und steht kurz vor dem Öffnen der zahlreichen Knospen.

"Schade, dass sie jetzt noch nicht blüht", bedauert Andrea, da sie die von ihr so geliebte Blütenpracht nicht präsentieren kann. Die Bienen können sich jedenfalls bald freuen auf die großen Büschel voller kleiner weißer, halbgefüllter Duftblüten.

Ich kann mir dafür aber jetzt schon einen Eindruck von der ebenso wunderbaren, eher moderat wachsenden romantischen Kletterrose "Rose de Tolbiac" machen. Dabei handelt es sich um eine Sonderzüchtung eigens für die Landesgartenschau 2014 in Zülpich, die die beiden auch dort erworben hatten und die mittlerweile mit ihren aprikotfarbenen dichtgefüllten Blüten die Freilinger Scheunenwand erobert hat.

An anderer Stelle erklimmt die zartrosafarbene, robuste Kletterrose "New Dawn" die Hausfassade.

"Die Rose ist meine Lieblingsblume, weshalb wir auch bei der Geburt beider Kinder als bleibende Erinnerung eine Rose gepflanzt haben", schwärmt die Gartenbesitzerin und man spürt wieder ganz deutlich, wie sehr hier alles verwachsen ist, eine harmonische Einheit aus Familie und Garten. 

Ins Auge fallen mir bei unserem Rundgang dann auch noch zwei ganz besondere Tische. Bei dem einen handelt es sich um einen alten Waschtisch, der natürlich auch aus dem alten Haus stammt und nun als Dekorationselement an der Scheunenwand eine neue Aufgabe übernommen hat.

Ganz klassisch als Ablagefläche dient dagegen der kleine "Wandertisch", der zufälligerweise ausgerechnet von Claudia und Jörg Lange stammt und bei Kunst im Garten für den eigenen Garten entdeckt worden war.

"Ja, der Tisch ist klasse. Er kann überall im Garten eingesteckt werden und wandert mit zu unseren verschiedenen Sitzplätzen herum", erzählt Andrea begeistert. 

Ich bin begeistert von dem Raumangebot und den Möglichkeiten, die der Garten bietet, um viele Tische und Stühle aufzustellen. Ein solcher Garten ist einfach prädestiniert für schöne, große Gartenfeste.

"Eigentlich hätten wir tatsächlich jetzt im Juni auch hier im Garten mit unserer Familie eine Hochzeit gefeiert. Die musste aber leider wegen Corona verschoben werden", bedauert Andrea die verpasste Feier. "Aber dann feiern wir hier eben nächstes Jahr", fügt sie an und ist sofort wieder bester Laune, als Peter das Thema Essen anspricht. 

"Heute Abend machen wir Pizza. Dann kommen die Kinder zu Besuch" erzählt er und beschreibt mir, wie wunderbar das italienische Nationalgericht auf dem Pizzastein im Gasgrill zubereitet werden kann. "Das schmeckt dann genauso wie beim Italiener", schwärmt er und ich bekomme Hunger.

Und ich stelle mir vor, wie wunderbar es sein muss, abends mit einem Stück Pizza in der Hand und einem Glas Wein im Strandkorb die letzten Sonnenstrahlen zwischen den hohen Bäumen zu genießen. Da kann man die beiden gut verstehen, wenn sie von ihrem Garten und den schönen Stunden in ihrer grünen Wohlfühloase schwärmen...

 

 

 

 

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