"Viel gelacht" - Nach fünfjähriger Pause konnte man am Wochenende vor Ostern im Saal von Meiershof noch einmal so richtig die Lachmuskeln trainieren. Denn bei der dreifachen Aufführung des Dreiakters "Opa, es reicht!" von Bernd Gombold, der von der neu formierten Theatergruppe Freilingen vor einem überaus gelungenen aufwendigen Bühnenbild geboten wurde, gab es reichlich zu lachen. Herzlichen Dank an alle Akteure und Beteiligten für die arbeitsreichen Probe- und Vorbereitungswochen und diese gelungene Unterhaltung!

 

"Das war das aufwendigste und teuerste Bühnenbild, das ich je gebaut habe", kommentierte Dietmar Faber seinen Beitrag im Rahmen der diesjährigen Theateraufführung in Freilingen.

Der Aufbau war so arbeitsintensiv, dass er selbst, anders als in früheren Jahren, diesmal nicht als Akteur auf der Bühne stehen konnte. Doch seine Arbeit im Hintergrund hat sich in jedem Fall gelohnt, weil sie einen großen Anteil am Erfolg der Aufführung der Theatergruppe am Wochenende vor Ostern hatte. 

Nach fünfjähriger Pause konnte die neu zusammengestellte Truppe, gemischt aus "alten Hasen und jungen Hüpfern", dreimal das erwartungsvolle Publikum begeistern und damit nahtlos an alte erfolgreiche Aufführungen anknüpfen.

Denn Theaterspielen hat in Freilingen eine jahrzehntelange Tradition und daher treue Anhänger und Freunde, die nach der Zwangspause der letzten Jahre alle überaus gespannt auf das diesjährige Stück waren. Das konnte auch die neue Regisseurin Antonia Birk bei ihren Begrüßungsworten feststellen, da auf die Frage an das Publikum, wer denn bei der letzten Aufführung 2018 bereits in den Zuschauerrängen gesessen hätte, jede Menge Hände hochschnellten. 

Das lange Warten sowohl für die Theaterfreunde als auch für die Akteure hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Denn die zahlreichen Gäste, die an den drei Abenden in den jeweils ausverkauften Saal strömten, bekamen einen unterhaltsamen Dreiakter geboten, bei dem sowohl die "Neuzugänge" als auch die bekannten Gesichter der Theatergruppe in ihren jeweiligen Rollen mehr als überzeugen konnten. 

Dabei ging es vor allem zwischen dem gewieften "Opa Karl", gespielt in gewohnter Manier von Siegfried Bonzelet und seiner überaus sparsamen und energischen Schwiegertochter, ebenfalls dargestellt von einem Theaterprofi (Jana Reiferscheid), sehr hitzig und wortreich zu  ("Die braucht keinen Zahnarzt, sondern einen Frisör für ihre Zähne").

Nach Meinung der geizigen Magda ist ihr Schwiegervater ein verschwenderischer und fauler Lump, weil er sich an Handy, Laptop und Motorrad erfreut, anstatt bis zum Umfallen auf dem Hof mitzuschuften, wie sie es von ihrem armen gescheuchten Ehemann Paul, dargestellt vom alten "Theater-Hasen" Hans-Georg Hellenthal, verlangt.

Aber der gewitzte Opa hat noch viele tolle Ideen, sodass ständig „Feuer unterm Dach“ auf dem Hof der Familie Schnäbele ist. Das Motorrad samt Beiwagen hat Opa dann auch nur deshalb angeschafft, weil er mit Oma Lena nach Italien, an den Ort der einstigen Hochzeitsreise, fahren will.

Mit Laptop und Handy hält er Verbindung zu seiner Enkeltochter Sylvi (Neuzugang Jenny Klasen), die dieser Tage von einem Auslandstudium in Italien zurückerwartet wird.

Oma Lena, herrlich "verwirrt" verkörpert von Theaterneuling Patricia Wassong-Van de Walle, ist schon ziemlich vergesslich und strapaziert mit ihrem geistigen Durcheinander schon ganz gewaltig die Nerven des Versicherungs- und Staubsaugervertreter Friedhelm Friedlich (sehr schick und am Ende sehr "angeschickert" Max Hierlwimmer).

Sie reizte die Lachmuskeln des Publikums bis auf Äußerste, weil sie den schon fast zu bemitleidenden Mitarbeiter der "Rexa Korrupta Gesellschaft" ständig mit einem Zeitungsverkäufer verwechselt und letztlich so zur Verzweiflung treibt. Denn er bekommt weder eine Versicherung noch seinen "Saugomat 3000" so richtig an die "Frau" gebracht, und das trotz aller bemühter Werbeslogans ("der Vati regelt das Papier, derweil putzt Mutti das Revier"). Da kann ihm nur noch mit ein paar Likörchen von Oma geholfen werden. 

Opa Karl stellt derweil einen Einbrecher auf frischer Tat, wird jedoch niedergeschlagen und seines Geldbeutels beraubt. Samt Beute flüchtet der Einbrecher mit Opas neuem Motorrad, landet nach einem Unfall an der Kreuzung zur L115 aber mit einem dicken Kopfverband im Krankenhaus. Da man Opas Geldbeutel bei ihm findet, scheint seine Identität klar und die Verwechslung ermöglicht Opa, jetzt so richtig zur Hochform aufzulaufen. 

Denn er erfreut sich tatsächlich bester Gesundheit, versteckt sich im Holzschuppen und spielt der geizigen Magda und ihrem Ehemann Paul allerlei Streiche. Unter anderem fürchten sie um ihr Erbe, zumal sie ein fingiertes Testament gefunden haben, in dem Opa Karl sein gesamtes Vermögen dem "Konsum" in Blankenheim vermacht hat. Und dann tritt die arme Magda zu allem Überfluss noch in einen rostigen Nagel. 

Unter dessen tauchen die Unfallopfer, die aufgetakelte und sehr geschäftstüchtige Lore (Miriam Giefer in einer sehr überzeugenden ersten Rolle in Freilingen) und ihr ständig herumkommandierter Ehemann Heinz (Christof Berners) aus der Stadt auf dem Hof auf, um vielfältige Entschädigungen einzufordern, z.B. Unterkunft mit Vollpension und Wellnessangebot und Schmerzensgeld für eine "Gehiiiirnerschütterung". Da sind sie bei Magda natürlich genau an der richtigen Stelle.

Aber auch die ungebetenen Gäste bleiben von Opas Streichen nicht verschont. 

Als Sylvi auch noch schwanger aus Italien zurückkehrt, bringt Oma Lena wieder einiges durcheinander und erzählt ihrer Schwiegertochter, der Kindsvater sei evangelischer Italiener, was Magda wieder einmal in Rage bringt. 

Dies ruft Opa auf den Plan, der Silvis Freund Thomas, der eigentlich aus Mühlheim kommt, beauftragt, einen „Italiener“ zu mimen (mit wunderbaren Akzent gespielt von "Debütant" Daniel Ramers). Der spielt seine Rolle als italienischer Gemüsehändler mit bereits vier Kindern so überzeugend, dass Magda sogar glaubt, dass ihnen jetzt die sizilianische Mafia im Genick sitzt.

Die Zustände auf dem Hof arten so sehr aus, so dass sich selbst Magda wünscht, dass Opa wieder da und alles wieder so wie früher wäre.

Der taucht dann am Ende Gott sei Dank völlig unversehrt wieder aus dem "Holzschuppen" auf. Dank einer saftigen Lebensversicherung, die natürlich nicht an den Konsum, sondern an die Enkelin gehen soll, sind alle wieder glücklich und zufrieden.  

Und die Moral von der Geschicht : zu viel Geiz lohnt sich nicht!

Es sind vielmehr Respekt und Anstand dem Nächsten gegenüber, auch wenn er schon älter und vielleicht etwas durcheinander ist, die das Zusammenleben bestimmen sollten. Wohl wahr!

Ganz herzlichen Dank für diese Einsicht und die tolle Aufführung, bei der auch die Souffleuse Brigitte Schneider eine nicht unbedeutende Rolle hatte in ihrem kleinen Holzkasten vor der Bühne hatte. 

Ein großes Dankeschön geht aber nicht nur an das Ensemble, die Regisseurin, den Bühnenbauer und Anne Albrecht als "Mädchen" für alles, sondern auch die vielen Helferinnen und Helfer im Hintergrund, in der Technik (Markus Birk) an der Theke bzw. Essensstand, beim Kartenvorverkauf (Almut Bonzelet, Brigitte Schneider und Carmens Dorfladen) oder der Pressearbeit (Claudia Hellenthal). Und natürlich auch an die Sponsoren der Eintrittskarten, Janine und Andreas Hansen. 

Wir freuen uns jetzt schon auf die Aufführung im nächsten Jahr! Denn dem Theaterpublikum in Freilingen reicht es noch lange nicht...

Noch mehr Fotos von dem tollen Theaterwochenende gibt es demnächst in der Bildergalerie zu sehen!

 

 

 

 

 

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