Die Alte Schule erwacht aus ihrem Dornröschenschlaf....oder besser gesagt, wird kräftig wachgerüttelt, denn was Fabian Giefer und Manuel Sanz mit ihren Unterstützern und Helfern seit Anfang August im Rahmen des Umbaus der Alten Schule im Herzen von Freilingen bereits geleistet haben, kann sich wirklich sehen lassen. Hier ein erster umfangreich bebilderter Zwischenbericht. Sehr interessant!

 

Es ist kaum zu glauben, was sich schon alles getan hat in der Alten Schule, seitdem Fabian Ende Juli mit der Bürgermeisterin Jennifer Meuren den Notarvertrag unterschrieben hat. Natürlich standen in den ersten Wochen vor allen Dingen Abriss- und Entsorgungsarbeiten an, alles wunderbar fotografiert und dokumentiert von Manuels Freundin Jenny, so dass man einen wunderbaren "vorher-nachher" Eindruck gewinnen kann. 

Nur Tage nach dem offiziellen Kauf stand ein erster Container vor der Tür, der sich in Windeseile füllte (sogar noch nachts). Berge von Brettern lagen in den ersten Tagen immer mal wieder vor der Tür, wurden aber wie zahlreicher anderer Bauschutt  auf einem Traktoranhänger geladen und direkt entsorgt. 

"Ich weiß nicht, wie viel Bauschutt wir hier bisher rausgeholt und wie viele Karren wir weggefahren haben. Aber hier bleibt wirklich nicht viel liegen. Entweder wird es sofort entsorgt oder mitgenommen. Irgendeiner kommt immer vorbei und kann etwas gebrauchen", beschreibt Fabian die muskelkraftfordernden Aufräumarbeiten mit einem Augenzwinkern und man merkt ihm an, dass ihm diese staubigen und anstrengenden Vorarbeiten durchaus gefallen haben bzw. immer noch gefallen. Eine fröhliche Baustelle!

Das gilt auch für Manuel, der von der Aussicht auf die Eröffnung seines ersten eigenen Restaurants wie beflügelt wirkt, auch wenn es bis zur Eröffnung sicherlich noch einige Zeit dauern wird.

Die beiden liegen zwar mit den groben Vorarbeiten im Zeitplan, aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass es mit den nachfolgenden "Spezialarbeiten" nicht so einfach wird. Die Handwerker für Strom und Heizung werden wohl erst Anfang 2022 ihre Arbeiten beginnen, da es verständlicherweise jetzt an vielen Orten viel anzupacken gibt. "Bis dahin haben wir aber auch noch ein bisschen was zu tun", führt Fabian lächelnd an. 

Wir, das ist neben Fabian und Manuel hauptsächlich auch Manuels Cousin Kevin Plötzer. "Es kommen zwischendurch viele Leute, die uns spontan helfen, wofür wir uns auch herzlich bedanken. Aber eigentlich sind wir zu dritt", beschreibt der Fußballprofi die Einsatztruppe vor Ort, die das Haus quasi in die Rohsubstanz versetzt. Und auch Manuel ist erstaunt und erfreut, wie viele Leute ihre Hilfe anbieten.

Auch viele ältere Leute kommen vorbei, spinksen hinein und interessieren sich für den Fortschritt des Projektes. Die zwei Freunde nehmen sich für jeden Zeit, berichten stolz von ihren bisherigen Arbeiten und beantworten freundlich alle Fragen. Und sie hören, obwohl sie eigentlich nicht viel Zeit haben, auch geduldig zu, denn viele der älteren Besucher fangen an, von ihren ganz persönlichen Erinnerungen zu erzählen.

Sie schwärmen von der eigenen Schulzeiten in dem einen großen Klassenzimmer, in dem mehrere Schuljahrgänge untergebracht waren oder sie berichten davon, wie sie selbst einmal beim Umbau, einer Renovierung oder sonstigen Arbeiten am Gebäude mitgewirkt haben.

"Vor einer Woche habe ich in Blankenheim jemanden getroffen, der mich gefragt hat, ob wir die alte Treppe erhalten würden. Er konnte sich noch gut daran erinnern, wie er als Kind auf dem langen Geländer runtergerutscht ist", erzählt Manuel schmunzelnd.

(Treppenhaus vorher)

(Treppenhaus nach den ersten Arbeiten)

Ja, auch ich erinnere mich ...an kleine Theateraufführungen der Kindergarteneltern vor gebannten Kinderaugen im damals als "Turnhalle" genutzten Raum. Froschkönig und Rumpelstilzchen, das waren noch Zeiten... jetzt basteln hier Fabian und Manuel an der großen "Bühne" für das geplante Restaurant, in jeder freien Minute, die sie hier in ihrer Freizeit zusammen kommen können. Ein wahres Abenteuer. 

Auf größere Schwierigkeiten sind sie allerdings bei der Umsetzung ihrer Pläne bisher glücklicherweise nicht gestoßen. Eine Überraschung erlebten sie nur mit den Auswüchsen einer Birke, die sich auf einem kleinen, inzwischen abgerissenen Zwischendach zwischen Haupthaus und Anbau gepflanzt hatte. Die Wurzeln hatten unter Putz verdeckt die halbe Außenmauer des "Saals" durchzogen und für eine erhebliche Wandnässe gesorgt, die jetzt nach Freilegung der Wand mit Bautrocknern aus den Bruchsteinen beseitigt werden muss. Das mindert aber nicht die Begeisterung der beiden für das alte Gebäude, nicht nur für die freigelegten Mauern.

Das Gewölbe im Keller, die groben Steinfliesen im Flur, die alten, zutage getretene Holzböden im "Klassenzimmer" und in der ersten Etage, die eindrucksvolle, massive Holztreppe, die nahezu unbeschadet die letzten Jahrzehnte überstanden hat, das sichtbar gemachte Fachwerk in der ersten Etage, der völlig intakte alte Dachstuhl, die eindrucksvollen großen Rundbogenfenster, die wunderbare große Holztür am Eingang zum Klassenraum...die beiden können sich für all dies begeistern.

 

Man spürt, wie viel Spaß ihnen die anstrengenden Aufräumarbeiten bereiteten und wieviel Herzblut in diesem Projekt steckt...und einiges an Heimatverbundenheit. Denn beiden ist bewusst, dass gerade auch die ältere Bevölkerung hofft und leise erwartet, dass "ihre Schule" im großen und ganzen so erhalten bleibt, wie man sie kennt. Ein im wahrsten Sinne historischer Auftrag, den die beiden aber gerne angenommen haben und auf dem auch ihr ganzes Konzept fußt.

Das wird zusammen mit einer Architektin erarbeitet, die ebenfalls ganz begeistert ist von dem Gebäude.

"Alt trifft Neu", beschreibt Manuel ihre Vorstellung von der Einrichtung und Gestaltung des Restaurants. "Der Charme der alten Schule soll weitestgehend beibehalten und mit ein paar modernen Sachen kombiniert werden", führt er weiter aus. Er ist überzeugt, dass sie eine gesunde Mischung hinbekommen, das erkennt man auch an der Vorgehensweise bei der Kernsanierung.

Die beiden Freunde führen mich durch das Gebäude. Die Räume sind nicht mehr wieder zu erkennen. Als ich das letzte Mal vor der Veräußerung in der alten Schule war, wirkten die Wände vergammelt. Es roch damals überall nach Moder und ungesunden Verfallszuständen welchen Ursprungs auch immer. Alles wirkte heruntergekommen, leblos, verloren, nicht nur durch den vielen herumliegenden Müll.

Jetzt zeigt sich überall das wahre Innenleben des Gebäudes: massive historische Substanz, die alles andere als abbruchreif ist. Überall strömt durch die gekippten Fenster Frischluft herein, die Räume wirken nach dem Abriss der Zwischenwände lichtdurchflutet und man hat das Gefühl, das Haus will zeigen, wie überlebensfähig und -willig es ist. Es riecht nach neuem Leben, nach Aufbruch in eine wunderbare Zukunft.  

Erwartet werden bei der Sanierung keine größeren Hürden mehr. Der Brandschutz wird eine wesentliche Rolle spielen, aber auch hier ist man zuversichtlich, alles unkompliziert in den Griff zu bekommen. Die beiden Hobbyrestauratoren wirken richtig glücklich mit ihrem Bauprojekt.

Glück haben sie vor allem auch mit dem Anbau, der nach der Entrümpelung, Trocknung und Dachsanierung wieder gut im Schuss ist.

Die zwei sind froh, diesen zusätzlichen Raum einplanen zu können. Dort soll nämlich die Küche hinein, die nach einem Durchbruch aus dem alten Teil vom Haupthaus zugänglich gemacht werden soll, da ansonsten der Platz nicht gereicht hätte. Man merkt, dass Manuel es kaum erwarten kann, hier sein eigenes Restaurant zu eröffnen. Die Motivation und Vorfreude auf die neue Wirkungsstätte sind riesengroß.

Vorfreude ist auch bei vielen Freunden, Bekannten und Beobachtern des Umbaus zu spüren. Das positive Feedback nach den ersten Berichten in der lokalen Presse ist überwältigend, erst recht nach dem vergangenen Wochenende. Da konnte man im TV auf Sky ein Interview mit Fabian verfolgen, in dem er von der begeisterten Moderatorin auf die Aktivitäten Fabians außerhalb des Spielfeldes angesprochen worden war. Dabei wurden sogar Fotos der Alten Schule und der Umbauarbeiten eingeblendet, um die neuesten Ambitionen und die handwerklichen Fähigkeiten des Fußballers bildlich zu belegen.

"Nach dem Interivew kam viel Rückmeldung. Ich glaube, wenn wir eröffnen werden wir schon ein Platzproblem bekommen, dann können wir schon direkt anbauen", scherzt Fabian. 

Aber bis dahin ist es dann doch noch ein weiter Weg.

Aber, der Anfang und die ersten wesentlichen Schritte sind gemacht und die Stimmung ist hervorragend, vor allem abends nach getaner Arbeit, wenn man sich dann noch mit Familie und Freunden um die Feuertonne vor der alten Schule trifft und bei einem leckeren Getränk im anheimelnden Schein des flackernden Feuers den Traum vom neuen Restaurant in Freilingen weiterspinnt...ein Traum, der Tag für Tag ein Stückchen mehr Realität wird. 

Wir wünschen Fabian und Manuel weiter viel Spaß und gutes Gelingen bei ihren Renovierungsarbeiten und weiteren Planungen.

Im Frühjahr 2022 werden wir dann noch einmal intensiver hinter die Tür der "Alten Schule" schauen und erkunden, was sich bis dahin wieder alles neues getan hat. Man darf gespannt sein...

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