Kein freier Stuhl... war am Samstag, 30. November im Saal vom Meiershof beim traditionellen Barbara-Konzert mehr zu finden, so viele Gäste waren der Einladung des Musikvereins Freilingen gefolgt. Und die zahlreichen Besucher wurden an diesem Abend wie immer dann auch mit einem höchst unterhaltsamen Konzert belohnt, auf dem man u.a. die Uraufführung der eigens für die Internetseite komponierten Marschs "Wir in Freilingen" zu hören bekam. Ein überaus gelungener Konzert-Abend!

 

Das war ganz nach dem Geschmack des Musikvereins und auch des räumlichen Gastgebers "Käsper": ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal von Meiershof. Sogar die Plätze an den Stehtischen und vor der Theke waren restlos und sogar prominent besetzt, u.a. vom stellvertretenden Landrat Markus Ramers, der an diesem Abend nach zahlreichen Terminen dankbar für ein Heimspiel in Freilingen war. 

Selbst das Spendenglas, das der Musikverein für diese grundsätzlich eintrittsfreie Veranstaltung aufgestellt hatte, war bis an den Rand gefüllt, worüber sich dann wiederum der Kassierer des Musikvereins Michael Hermanns freute. Wohlgelaunt übernahm er im Anschluss an seinen Posten am Empfang die Anmoderation des bunten musikalischen Programms. 

Das vielfältige Konzert konnte sich aber auch wirklich sehen bzw. "hören" lassen.

Nach den Begrüßungsworten vom Vereinsvorsitzenden Manfred Ramers wurde der musikalische Abend mit dem "Torgauer Marsch" eröffnet.

Danach folgte die Interpretation des Bette Midler Songs "The Rose", bei dem Nachwuchsmusiker Louis Schnichels einen hörenswerten Soloauftritt übernahm.

Anschließend wurde das Publikum mit einem Medley aus "Mary Poppins" in die Welt der Musicals entführt. Bei "Free und Happy" konnte man sich dann an den besten und bekanntesten Melodien von Bert Kaempfert erfreuen, u.a. Strangers in the night", Sweet Caroline und "A swinging safari".

Bei dem Titel "My Secret Lovesong" konnten sich die Gäste davon überzeugen, wie gefühlvoll ein Blechblasinstrument klingen kann. Mit seinem Solo bewies Jörg Schramm, dass er nicht nur die "Trompete fortissimo" beherrscht, sondern auch dem Flügelhorn wunderbar weiche und gefühlvolle Klänge entlocken kann. Ein wahrer Ohrenschmaus!

 

Danach wurde zur Freude vor allem der zahlreichen älteren Gäste der Saal in die Schlagerzeit der Anfang Sechziger Jahre versetzt. Bei dem Arrangement der Freddy Quinn Hits wie u.a. "Seemann", "Die Gitarre und das Meer" und "Dort, wo die Blumen blühen" wurde entsprechend kräftig im Publikum mitgesungen. 

Bei der beliebten Polka "Wir sind Kinder von der Eger" von Ernst Morsch, bei dem Heike und Guido Riethmeister den Gesangspart übernahmen, war anschließend auch beim Dirigat von Franz-Josef Strick nicht zu übersehen, wie beliebt dieses Stück bei den Musikern ist.

Den Abschluss der ersten Programmhälfte bildete der 92. Regimentenmarsch von Johann Nowotny, einem 6/8 Marsch aus der Zeit der österreichischen K.u.K. Militärtradition. Danach hatten die Musiker erst einmal eine kurze Pause verdient. 

Zu Beginn der zweiten Hälfte des Konzerts wurde eine Premiere geboten. Der Musikverein brachte den Marsch "Wir in Freilingen" zur Uraufführung, den der Dirigent selbst komponiert hatte. Die Idee zum Titel des Stücks war ihm gekommen, als er im letzten Jahr von Simon Hellenthal für die Freilinger Internetseite interviewt worden war. Was für eine Ehre für WiF! Denn welche Plattform kann schon mit einem eigenen, ihr gewidmeten Marsch aufwarten?

Nach den anschließenden kurzen "Abschieds-Ansprachen" von Bürgermeister Rolf Hartmann und der Ortsvorsteherin, konnten sich die Gäste an der überaus beliebten Polka "Böhmischen Traum" von Norbert Gälle erfreuen. Es folgte eine weitere Polka mit dem Titel "Ohne Liebe geht es nicht", bei der Heike und Guido Riethmeister wieder ihr Gesangstalent unter Beweis stellen konnten.

Bei dem folgenden schwungvollen Udo Jürgens Medley kam wieder das Publikum zum Zuge, das bei so bekannten, mitreißenden Titeln wie z.B. "Mit 66 Jahren", "17 Jahr, blondes Haar" und "Griechischer Wein" natürlich erneut textsicher mitzusingen wusste. 

Mit dem Abba Revival Programmpunkt wurde dann, was die musikalischen Schwierigkeiten anging, der erste Höhepunkt des Konzertabends erreicht. Die Welthits der schwedischen Band verlangte den Akteuren das gesamte technische Können ab. So führte Michael Hermanns hierzu auch aus: "Es geht das Gerücht um, dass die Musiker bei diesem Stück stöhnen würden, weil sie nicht wüssten, wo man die Luft dafür herholen soll". Allerdings waren auch die Männer an den Schlaginstrumenten bei Titeln wie "Super Trouper"," Chiquitita" und "Waterloo" durchaus gefordert. Ein Einsatz, der sich für das Publikum in jedem Fall lohnte. 

Die anschließende 80er KULT (tour) hatten die Musiker selbst entdeckt und dem Dirigenten als Programmpunkt ans Herz gelegt. "Das ist schon ein Oberstufen-Stück, was schwer zu spielen ist. Aber ich hoffe, dass es gut geht", meinte auch der Chef am Dirigentenpult selbst zu diesem Vortrag. Aber auch dieses Hitsammelsorium, u.a. mit "Skandal im Sperrbezirk" und "1000 und eine Nacht" meisterten die Musikerinnen und Musiker zur übergroßen Freude des Publikums mit Bravour. 

Mit dem folgenden Weihnachts-Medley "Welcome Christmas" (u.a. mit "White Christmas", "Feliz Navidad" und "Last Christmas") kam dann richtig weihnachtliche Stimmung auf. Franz-Josef Strick selbst hatte aus mehreren internationalen Weihnachtsliedern ein wunderschönes Arrangement geschrieben, das ganz kurzfristig ins Programm aufgenommen worden war, weil es erst kürzlich fertig geschrieben und gedruckt worden war. Beachtlich!

Nach den Märschen "Graf Waldersee" und "Glück Auf! Der Steiger kommt" war der Abend dann auch schon wie im Flug an das offizielle Ende gelangt. Doch bekanntlich werden die Freilinger Musiker nicht ohne die obligatorischen Zugaben von der Bühne gelassen, nachdem "Willi" von der eigens mit großem Bus angereisten Delegation aus Belgien vom befreundeten Musikverein, den Königlichen Fanfaren St. Lambertus aus Eindhout wie immer noch ein paar warmherzige Worte für den Musikverein gefunden hatte.

Mit dem unausweichlichen Dauerbrenner "Auf der Vogelwiese" und der heimlichen Tiroler Landeshymne, dem auch hierzulande sehr beliebten Marsch "Dem Land Tirol die Treue" verabschiedete sich der Musikverein von seinen Gästen und wurde vom Publikum dann auch dankbar mit "Standing Ovations" von der Bühne entlassen. 

Nach dem rund 2 1/2 stündigen Programm zeigten sich alle mehr als zufrieden und begeistert. Ein wirklich mitreißendes Konzert, für das man sich nur aus vollem Herzen bedanken kann, da erkenn- und hörbar viel Arbeit dahinter steckte.

Vielen Dank an alle Akteure des Musikvereins:

Madita Lohmann, Leah Riethmeister, Julia Schnichels (Flöten);  Bettina Begon, Karina Bichler, Franz-Josef Giefer, Helga Kremer (Klarinetten); Alexander Klasen, Elisabeth Ramers, Ingrid Reifferscheid, Heike Riethmeister, Gabi Schnichels (Saxophone); Achim Kremer, Manfred Ramers, Manfred Schmitz, Louis Schnichels, Jörg Schramm (Trompeten/Flügelhörner); Daniel Ramers, Markus Hansen (Tenorhorn, Bariton); Peter Reiferscheid, Helmut Reifferscheid, Guido Riethmeister (Posaunen); Stefan Hermeling, Günter Schramm (Tuba); Jonas Lohmann, Klaus Reiferscheid und Lukas Riethmeister (Schlagzeug/Percussion).

Herzlichen Dank auch für die vielen zusätzlichen Proben und vor allem dafür, dass bei sämtlichen Veranstaltungen im Ort, bei denen ein musikalischer Rahmen gebraucht wird, alle immer bei Wind und Wetter zur Stelle sind. Das kann man nicht oft genug sagen und nicht hoch genug schätzen !

Ein großer Dank geht am Schluss natürlich noch an den Dirigenten Franz-Josef "Jupp" Strick für die hervorragende Arbeit, die er in seinem ersten Jahr beim Musikverein Freilingen bereits geleistet hat.

Dabei bedanken wir uns von WiF natürlich besonders für den uns gewidmeten Marsch, der bei den folgenden Konzerten hoffentlich noch oft zur Aufführung kommen wird. 

Wir fühlen uns geehrt!

Dann bis zum nächsten Jahr...

 

 

 

 

Freilinger Infobox

  • So. 1.12. u. 8.12.: "Hyggeliges Basarchen", jeweils 11.00-14.00 Uhr, Atelier Wolff, Steinstraße 14
  • Sa, 14.12.: "Adventszauber", ab 15.00 Uhr, am und im Bürgerhaus

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