Der 24jährige Freilinger Lukas Hellenthal ist hauptberuflich Techniker, gründete 2018 die Firma Blechbaron und ist Frontmann der Band “Penguin Suicide”. Als Vorsitzender des Junggesellenvereins ist er zudem im örtlichen Vereinsleben aktiv. In diesem Jahr nimmt er am 25. August zum zweiten Mal als Nachwuchskünstler bei Kunst im Garten auf dem Dorfplatz in Freilingen teil. Hier ein Interview von Simon Hellenthal mit dem vielseitig begabten Freilinger. 

WiF: Lukas, du nimmst dieses Jahr schon zum zweiten Mal bei ,,Kunst im Garten” teil. Was begeistert dich an dieser Veranstaltung?

Lukas: An der Veranstaltung begeistert mich das Interesse der Kunden, die sich nicht nur für die Produkte selber interessieren, sondern auch für die Arbeit hinter dem fertigen Produkt und den Arbeitsaufwand. Außerdem ist Kunst im Garten einfach ein guter Weg sich zu präsentieren und den Leuten zu erklären und zu zeigen, was alles in der Blechbearbeitung möglich ist.

WiF: Kurz nach deinem Debüt 2018 bei ,,Kunst im Garten” hast du die Firma ,,Blechbaron” gegründet. Was hat dich zu diesem Schritt veranlasst?

Lukas: Durch die Präsenz bei ,,Kunst im Garten” habe ich sehr schnell gemerkt, dass der Markt weitaus größer ist als nur der Familien- und Freundeskreis. Gerade Mundpropaganda ist die beste Werbung. Nach ,,Kunst im Garten” war dann so eine ansteigende Nachfrage, dass es unumgänglich war, das Ganze anzumelden.

WiF: ,,Blechbaron” ist kein gewöhnlicher Name für eine Firma. Wie entstand dieser?

Lukas: Über den Namen „Blechbaron“ habe ich mir lange Gedanken gemacht. Vor allem war mir wichtig, einen Namen auszuwählen, der sich von anderen Firmennamen abhebt und Wiedererkennungswert hat. Somit habe ich mir einige ähnliche Namen, wie unter anderem auch „Blechmann“, notiert, mich aber später dann für den Namen „Blechbaron“ entschieden. Bis heute bin ich sehr zufrieden mit der Namensfindung.

WiF: Deine Firma erstellt nach Kundenwunsch Bleche, Werbeschilder, Stelen und Lampen aus Stahl und Edelstahl. Wie kamst du auf die Idee?

Lukas: Die Idee kam grundsätzlich aus meinem alltäglichen Beruf heraus. Da ich als Konstrukteur beschäftigt bin und mich somit täglich mit CAD-Programmen auseinandersetze, fiel es mir sehr leicht, einige erste Bleche (unter anderem auch für ,,Kunst im Garten”) zu erstellen.

WiF: Hauptberuflich arbeitest du als Techniker in einer Firma, die Produktionsmaschinen für die Automobilindustrie herstellt. Ist es schwer deinen Hauptberuf und deine Firma unter einen Hut zu bringen?

Lukas: Nein, ganz im Gegenteil. Durch ,,Blechbaron” habe ich nach einigen Jahren wieder die Möglichkeit, mich handwerklich zu beschäftigen, was mir schon immer sehr viel Spaß bereitet hat. Zusätzlich ist es ein super Ausgleich zu der täglichen Arbeit im Büro. Ich würde das Nebengewerbe ,,Blechbaron” sogar eher als ,,geliebtes Hobby” bezeichnen, was auch noch einen sinnigen Hintergrund hat und ein wenig Taschengeld abwirft.

WiF: Du entwickelst laufend neue Produkte, wie zB die Stelen mit Öllampe. Woher nimmst du deine Inspiration?

Lukas: Die Inspiration kommt häufig aus dem nichts. Manchmal sitze ich einfach am PC und denke mir: „Wie würde es aussehen, wenn ...“. Woraufhin ich dann einfach drauf los konstruiere und später ein Produkt designt habe, wo ich glaube, dass es auch anderen Menschen gefallen würde. Dazu kommt der enge Kontakt zu meinen Kunden, die mir auch sehr häufig sehr gute Ideen vorschlagen oder sogar gemeinsam mit mir ein Produkt entwerfen.

WiF: Anfang 2019 ging die Website ,,www.blechbaron.de” online. Ein wichtiger Schritt für dein Unternehmen. Hast du schon Pläne für die Zukunft von ,,Blechbaron”?

Lukas: Ja, durch die Webseite habe ich jetzt auch eine für jeden zugängliche Online-Präsenz, die es jedem ermöglicht, sich über meine Arbeit zu informieren und mich zu kontaktieren, um sich ein kostenloses Angebot einzuholen. Außerdem ist für die Zukunft geplant, dass ein Onlineshop mit meinen Standardprodukten eingerichtet wird. Und bisher wird die Webseite sehr gut angenommen, was sicherlich auch mit dein Verdienst durch die Erstellung der Internetseite ist, lieber Simon.

WiF: Du bist auch musikalisch talentiert. Erst hast du in der Coverband “Contrast-Silver” gespielt und warst danach mit der Band “Penguin-Suicide” mit eigenen Songs unterwegs. Wie kommst du von der Musik zur Metallkunst?

 

Lukas: „Von der Musik zur Metallkunst“ kann man so nicht sagen, denn es war „eigentlich“ schon immer beides irgendwie da – mal mehr und mal weniger. Beide Beschäftigungen sind optimal um den Kopf vom Alltagstrott frei zu bekommen und genauso haben beide Beschäftigungen einen riesen FUN-Faktor.

WiF: 2016 landete “Penguin-Suicide” beim deutschlandweiten SPH-Bandcontest auf Platz 2. Was macht die Band zurzeit?

Lukas: Das Finale des SPH-Contests war einer unserer Höhepunkte mit Penguin Suicide. Leider auch unser bisher letztes Konzert. Das liegt daran, dass ich ziemlich direkt nach dem Finale in Montabaur nach Hannover gezogen bin, um dort meinen Techniker im Fachbereich Maschinenbau zu machen. Leider war dadurch schon ein Jahr keine Probe möglich. Als ich dann endlich wieder zurück zuhause in der Eifel war, hatte unser Bassist eine Arbeitsstelle als Kameramann angetreten, was dazu geführt hat, dass er nun dauerhaft durch Deutschland reiste. So war es bis heute nicht mehr möglich uns alle zusammen wöchentlich zu treffen um weiter Musik zu machen.Aber ganz am Rande... Es ist momentan gegebenenfalls angedacht, wieder mit den wöchentlichen Proben anzufangen, da unser Bassist vor kurzem endlich seine Arbeitsstelle gewechselt hat.

WiF: Zum Schluss noch unsere vier ,,wichtigsten” Fragen.

Lieblingsessen: Cordon Bleu

Lieblingsfilm: Iron Man

Lieblingsmusiker: Freddy Mercury

Lieblingslied: Mama von Queen

WiF: Vielen Dank für das Interview Lukas. WiF wünscht dir viel Erfolg bei ,,Kunst im Garten” und weiterhin mit ,,Blechbaron”.

Lukas: Ich möchte mich für das Gespräch bedanken. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, dass das Interesse an einem Interview bestand. Vielleicht hören wir uns nächstes Jahr nochmal wieder.

Freilinger Infobox

  • Do 29.08 : Seniorenfahrt, Abfahrt 9.00 Uhr Kapelle
  • Mo 09.09: Infoveranstaltung Thema Konsum, 18.00 Uhr Saal Meiershof

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