Förderverein 'Burgruine Arenberg" zeigt Ausstellung im Gemeindehaus Aremberg

 

(Dr. Volker Reppke (l.) mit Erz und der Vorsitzende Bernd Stratmann mit einer Takenplatte, davor das Wappen der Herzöge von Arenberg.Foto: UM)

Ein kulturelles Ereignis der ganz besonderen Art wird zur Zeit in Aremberg geboten : die Ausstellung „Bergbau an der Ahr" im Gemeindehaus Aremberg, die bereits am vergangenen Samstag, 7. September offiziell eröffnet wurde und an 3 weiteren Terminen ihre Pforten für interessierte Besucher öffnet.

Sie stützt sich inhaltlich auf eine Arbeit des Historikers Dr. Peter Neu aus Bitburg, der wiederum auf die Geschichte des Hauses Arenberg in einer Reihe von Archiven neben dem in Edingen (südlich von Brüssel) zurückgriff.

Das Konzept entwarf der Mineraloge Dr. Volker Reppke in Abstimmung mit dem Förderverein unter Vorsitz von Bernd Stratmann. Die Ausstellung gibt in erster Linie einen Überblick über den Bergbau in Aremberg, Antweiler und Lommersdorf sowie über die Hütten an der Ahr - Antweiler Hütte, Ahrhütte und Stahlhütte - und deren Produkte wie Handwerksgeräte, Takenplatten, Eisenöfen aus dem 18. Jahrhundert. Selbstverständlich werden auch Proben des damals geschürften Erzgesteins gezeigt.

Seit rund anderthalb Jahren - mal mehr, mal weniger intensiv - bastelte der Förderverein Burgruine Arenberg an einer Ausstellung und Dokumentation über den Bergbau in der Region rund um den Stammsitz der Arenberger. Das Ergebnis der Arbeit präsentiert der Förderverein unter dem Titel "Erzbergbau und -Verhüttung der Arenberger in der Eifel" an den geannten Terminen, unter anderem am kommenden Sonntag, 15. September im Gemeindehaus in Aremberg, genannt nach Dr. Erik Herzog von Arenberg.

Grundlage der Eisenverarbeitung an der Ahr bildeten die reichen Eisensteinlager in diesem Raum Schon um 1550 stießen Erzgräber in unmittelbarer Nähe der Burg Arenberg auf vorzügliche Erze.

Das belegt eine Urkunde vom 18. August 1549. Damals räumte ein Vorfahre der jetzigen, in der Nähe von Brüssel residierenden Herzöge von Arenberg, Johann von Ligne-Arenberg, einer Gewerkschaft das Recht ein, den Berg rund um die Burg bergmännisch zu nutzen. Schleidener Berg- und Eisenfachleute halfen bei der Erschließung neuer, ergiebiger Erzfelder in der Nähe von Lommersdorf. So begann eine erfolgreiche Suche nach Blei-, Kupfer- und Silbererz vor allem bei Antweiler (Ahr) und Aremberg.

Bis ins 18. Jahrhundert hinein produzierten die von den Herren von Arenberg errichteten Hütten an der Ahr zunächst Kugeln für kriegerische Auseinandersetzungen, später dann vor allem Stab- und Kanteisen sowie Öfen, Takenplatten und Töpfe.

Bergbau und Hüttenwesen erlebten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Die ehemaligen Hütten- und Eisenwerke -Reitwerke genannt- erlebten in der napoleonischen Zeit zu Beginn des vorigen Jahrhunderts einen ungeahnten Aufschwung im Rahmen der Rüstungsindustrie. Das Eifeler Eisen ging auf Pferdefuhrwerken nach Andernach und von dort per Schiff in die Gewehrfabriken von Lüttich. Noch im Krieg 1870/71 war das Schloss des ersten Repetiergewehrs, mit dem als einzige die französische Armee ausgerüstet war, Eifeler Eisen".

Die interessante Ausstellung ist für Besucher am 15. und 29. September und 6. Oktober, jeweils von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Infobox

  • Fr, 17.11.2017: Kranzniederlegung anl. Volkstrauertag, nach der Messe um 19.00 Uhr
  • Sa, 2.12.2017: Barbara-Konzert des Musikvereins, Saal Meiershof um 20.00 Uhr

Letzte Kommentare

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