Nachdem im Oktober 2016 nach rund zweijähriger Sanierungs- und Umbauphase die Ortsdurchfahrt durch Freilingen fertig gestellt wurde, steht eine weitere große Maßnahme an, die im Frühjahr 2018 realisiert werden soll: die Umgestaltung des Marienplatzes zwischen Kapelle und ehemaligen Jugendheim. Die Planungen dafür wurden jetzt offiziell der Gemeinde vorgestellt, die mit Fördergeldern des Bundes die Maßnahme unterstützt. 

Kommunalinvestitionsförderungsgesetz NRW, so der offizielle Name des Fördertopfes des Landes, aus dem in der Vergangenheit schon verschiedene große wie kleine Maßnahmen in der Gemeinde realisiert wurden.

Dabei handelte es sich zum einen um Projekte der Gemeinde selber, wie z.B. den Umbau der Asylantenunterkunft in der ehemaligen Grundschule Ripsdorf, die energetische Ertüchtigung des Feuerwehrgerätehaus Blankenheim und die Anschaffung eines neuen Baggers für den Bauhof. Zum anderen wurden aber auch Pläne von Vereinen in zahlreichen Ortschaften realisiert, vor allem zum Umbau bzw. zur Sanierung an Bürgerhäusern, z.B. in Dollendorf, Lommersdorf, Reetz, Rohr und Hüngersdorf. Denn mit den Fördergeldern können auch nicht-kommunale Träger gefördert werden, wobei sie dann allerdings einen Eigenanteil erbringen sollen.

Insgesamt standen der Gemeinde anfänglich rund 560.000 € zur Verfügung, mit denen zusammen mit den Vereinen bisher z.B. Dächer saniert, Toilettenanlagen neu gebaut, Vorplätze erneuert, barrierefreie Zugänge geschaffen und Fassaden saniert wurden, so dass die Gelder nahezu aufgebraucht sind. 

Nun ist auch aus Freilingen ein Antrag auf Unterstützung eines Projektes gestellt worden, das als Ziel die Sanierung bzw. die Umgestaltung des Marienplatzes zwischen Kapelle und ehemaligen Jugendheim hat. Die Planungen wurden federführend von Norbert Bichler, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender der Pfarrgemeinde Philippus und Jakobus Lommersdorf/Freilingen initiiert, ausgearbeitet und zusammen mit dem Dorfverein für Brauchtum und Kultur Freilingen bei der Verwaltung eingereicht. 

Das Projekt wurde nun am Donnerstag, 7. September dem zuständigen Fachausschuss für Gemeindeentwicklung vorgestellt. Für die Präsentation des Vorhabens hatte Norbert Bichler fachkundige Unterstützung durch Judith Maur hinzugezogen, die zur bessere Veranschaulichung eine Power-Point-Präsentation erarbeitet hatte. 

Und so sehen die Pläne für den bisherigen Marienplatz konkret aus: 

Zunächst soll der Abbruch der baufälligen Mauerbegrenzung erfolgen. Dann ist eine Bepflanzung mit einer Rotbuchen Hecke mit Lamellensichtschutz geplant, um den Marienplatz optisch abzugrenzen. 

 

Dann soll die Neugestaltung und Befestigung der Hof- und Parkfläche erfolgen, um effektive Nutzungsmöglichkeiten für den Platz zu erzielen. Dazu soll der alte Baumbestand neu eingefasst werden. Insgesamt soll die Platzfläche gepflastert werden. 

 Der alte Altar soll zudem abgebaut. An dieser Stelle ist eine zusätzliche Parkfläche geplant. 

Der Altar, der insebesondere für das Mutter-Gottesfest verwendet wird, soll direkt an der Kapelle wieder errichtet werden, allerdings in einer einfachen, abbaubaren Konstruktion. 

Zur Verbesserung des gesamten Erscheinungsbildes des Platzes, insbesondere von der Straßenansicht aus, soll noch eine Begrünung zur Straße hin erfolgen. 

Die Kosten für die Umgestaltung des Parkplatzes belaufen sich auf rund 25.000 €. Für die Neugestaltung der Begrenzungsmauer wurde ein Betrag von rund 12.000 € in Ansatz gebracht, so dass sich Gesamtkosten von rund 37.000 € ergeben. Von den angesetzten Unternehmerleistungen können durch Erbringung von manuellen Eigenleistungen ca. 19.000 € selbst getragen werden. Der finanzielle Eigenanteil beträgt 1.646 €. Damit ergibt sich insgesamt eine Eigenleistung von rund 56 % für die Maßnahme. 

Da Kirchengemeinde Eigentümerin des Grundstückes ist, muss als Voraussetzung für die Förderung zudem ein Nutzungsvertrag über einen Zeitraum von 15 Jahren mit der Kirche abgeschlossen werden, um die langfristige Nutzung der Fläche garantieren zu können.

Der Förderbescheid beläuft sich letztlich auf eine Summe von 16.454,00 € aus dem Fördertopf. 

Nach Vorstellung der Pläne durch Judith Maur und Erläuterung der Kosten und Umfänge des Eigenanteils durch Norbert Bichler stimmte der Ausschuss der Maßnahme einstimmig zu, so dass das Projekt im Frühjahr 2018 umgesetzt werden kann. 

Die Neugestaltung des Platzes erfolgt dann zeitgleich mit dem Neuanstrich der Kapelle. Diese Maßnahme war eigentlich bereits für diesen Sommer geplant. Die Gelder dafür sind auch bereits durch die Kirchengemeinde frei gegeben. Allerdings war aufgrund der allgemeinen Auftragslage kein Unternehmer für den Anstrich in diesem Zeitraum zu gewinnen, so dass jetzt beide Projekte parallel laufen sollen. 

"Mein ehrgeiziges Ziel ist es, sowohl die Neugestaltung des Platzes als auch den Anstrich der Kapelle bis zur Kirmes im nächsten Jahr fertig zu stellen. Schauen wir mal", so Norbert Bichler. 

Falls die Maßnahme begonnen, bis dahin aber noch nicht beendet sein sollte, ist dies aber auch nicht weiter tragisch. Auch 2016 wurde schon bewiesen, dass trotz der damaligen Baustellensituation in würdiger Weise am Kriegerdenkmal der Kirmeskranz niedergelegt werden konnte.

Hauptsache ist doch, dass die Planungen stehen, die Finanzierung gesichert und der Umsetzungszeitraum ins Auge gefasst ist. Dann kann grundsätzlich losgelegt werden. 

Und eines steht jetzt schon fest: auch diese Umbaumaßnahme wird dann durch ein entsprechendes Einweihungsfest gebührend gefeiert.

Denn dass sich der Marienplatz für verschiedene Aktionen als "Veranstaltungsort" anbietet, nicht nur kirchlicher Natur wie Fronleichnamsandacht und Mutter-Gottes-Fest, ist ja schon einige Male bewiesen worden (z.B. Krimilesung, Einweihungsfest K41).

Man darf gespannt sein!

An dieser Stelle schon einmal ein herzliches Dankeschön an Norbert Bichler und Judith Maur für ihren Einsatz!

 

 

 

 

Infobox

  • Fr, 17.11.2017: Kranzniederlegung anl. Volkstrauertag, nach der Messe um 19.00 Uhr
  • Sa, 2.12.2017: Barbara-Konzert des Musikvereins, Saal Meiershof um 20.00 Uhr

Letzte Kommentare

  • Meiershof , 3 Tage her Lesen
    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Eurer...
  • Stefan Kniesburges, 3 Tage her Lesen
    Herzlichen Glückwunsch der ganzen...
  • Meiershof , 1 Woche her Lesen
    Herzlich willkommen im " Leben" Henry!...
  • WiF, 3 Wochen her Lesen
    Der Wahrheitsgehalt des Berichts ist...
  • Nico, 3 Wochen her Lesen
    Das erste Foto ist ein Axolotl und kein Olm.

Werbung