2016 sollen die ersten Maßnahmen des sog. Interkommunalen integrierten Entwicklungskonzeptes Blankenheim-Nettersheim umgesetzt werden, für das fristgerecht bis zum 31.12.2015 der Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt wurde. Mit dem Erlass des Förderbescheids wird bis zum Sommer gerechnet. Aber was steckt eigentlich genau hinter dahinter, was hat es mit dem sog. Masterplan Blankenheim auf sich und welche Rolle spielte das Blankenheim Forum bei dem ganzen Prozess. Hier einmal eine kleine Entwicklungsgeschichte zu diesem Thema, die anlässlich des Neujahrsempfanges des Café Klösterchen in Blankenheim zum Vortrag kam.

 

Blankenheim ...kann man total vergessen. Der Verkehr im Ortskern und vor allem in der Ahrstraße ist ein Chaos, überall herrscht Leerstand in den Geschäften, viele Fassaden sind heruntergekommen, das  Ortsbild wirkt trist, an vielen Stellen ungepflegt und wenig einladend auf Touristen und seit dem vergangenen Jahr ist auch noch das Freibad dauerhaft geschlossen und das Gelände verrottet vor sich hin.

Trotz seiner wertvollen Bauwerke, wie der Burg, der Kirche, den Stadttoren und dem Eifelmuseum und der Ahrquelle als Alleinstellungsmerkmal in der Region hat Blankenheim seinen Glanz als Perle der Eifel und seine Bedeutung als Zentralort in der Gemeinde mehr und mehr verloren.

Wen wundert da der Kommentar im Kölner Stadtanzeiger Anfang letzten Jahres nach der Entscheidung zur Schließung des Freibades, dass die Gemeinde außer Ruhe fast nichts mehr zu bieten habe.

Blankenheim also ein Ort der Totenstille, des Verfalls und Niedergangs, den man wirklich vergessen kann?

Nein... Ich glaube nicht und ich hoffe das auch nicht. Zwar wird wohl niemand, der mit offenen Augen durch Blankenheim geht, eine Spur Wahrheit bei den gerade aufgezeigten Mängeln von der Hand weisen wollen.

Aber Blankenheim hat eigentlich, abseits der Mängel ein beachtliches historisches Erbe vorzuweisen. Dieser Ort hat nach wie vor einiges zu bieten, aber...man muss sich über eines im Klaren sein: es ist fünf vor zwölf, es muss sich etwas tun.

Bei all den Problemen und Mängeln ist jetzt, hier und heute, Handeln und nicht Klagen und Jammern angesagt, denn wie sagte schon Karlheinz Karius, ein erfolgreicher Werbeberater:

Mit jeder Stunde, in der wir darauf verzichten, über etwas zu jammern, gewinnen wir 60 Minuten, etwas zu ändern. Es liegt also an uns selbst, was wir aus Blankenheim machen, wie wir mit den Problemen umgehen und wie sich dieser wunderbare Ort und damit auch die gesamte Gemeinde zukünftig entwickelt.

Dies dachten sich dann jedenfalls auch die Mitglieder des Blankenheim Forums. Diese Gruppe aus engagierten, ehrenamtlich wirkenden Bürgern hat sich zusammengefunden, nachdem in Blankenheim zwischen 2010 und 2012 in einem intensiven Bürgerbeteiligungsprozess das Blankenheim Leitbild 2025 unter dem Motto „Mit Tradition und Energie in die Zukunft“ entwickelt worden war.

Das Blankenheim Forum wollte und will die Projektergebnisse des Leitbildprozesses nicht als Ergebnis im Raum stehen lassen, sondern konkret zum Umsetzung beitragen.

Dazu wurden verschiedene Kontakte geknüpft, vor allem zur Technischen Hochschule Aachen und dem Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Landesplanung, unter der Leitung von Herrn Prof. Rolf Westerheide. Prof. Westerheide war es auch, der in Zusammenarbeit mit Uli Wildschütz vom BüroRaumPlan in Aachen den Leitbildprozess begleitet und zum Erfolg geführt hatte und dem Blankenheim und seine Probleme von daher schon bestens bekannt waren.

(Foto © Ulrike Luecke-Bongartz, links Prof. Rolf Westerheide, rechts Uli Wildschütz)

Aber gerade Prof. Westerheide wurde in der Vergangenheit nicht müde zu betonen, dass Blankenheim mit seiner im letzten Jahr gefeierten 900-jährigen gräflichen Tradition ein Juwel, reich an historisch bedeutsamen Bauten und erhaltenswürdiger Bausubstanz sei, mit ungeahnten, vor allem auch touristischen Entwicklungspotentialen.

Da lag ja wohl nichts näher, als auf dieses eingearbeitete und von Blankenheim begeisterte Team zurück zu greifen. Auf Initiative des Blankenheim Forums wurde dann das Projekt „Revitalisierung des historischen Ortskerns Blankenheim“ gestartet.

In diesem Projektrahmen setzten sich dann Studenten der RWTH Aachen mit Unterstützung der Gemeinde in umfassender Weise mit dem Ortskern, seiner städtebaulichen Struktur, seinen historischen Kostbarkeiten und seinen Entwicklungsmöglichkeiten auseinander. Das schlafende, etwas heruntergekommene Dornröschen sollte, nach eingehender Untersuchung, wach geküsst werden.

Heraus kam dabei der sog. Masterplan, eine umfassende Bestandsaufnahme und Analyse verbunden mit einer Ideensammlung zur Umgestaltung Blankenheims. Dieser Masterplan (Teil 1, Teil 2) wurde im Dezember 2014 im Rathaus den politischen Gremien und im Februar 2015 im Eifelmuseum auch der Bevölkerung vorgestellt.

Sehr umfangreich, mit vielen Ideen und Plänen, Projekten und vor allem finanzintensiven Vorschlägen und Anregungen

Dieses Planwerk sollte die Grundlage für weitere professionelle Planungen im Rahmen einer Städtebauförderung und die anzustrebenden notwendigen politischen Entscheidungen sein. Aber er zeigte auch vor allem eines auf: alle struktur- und bestandsverbessernden bzw. erneuernden Maßnahmen würden viel, viel Geld kosten.

(Auszug aus dem Masterplan)

Also, mangels Geld in der ohnehin gebeutelten Gemeindekasse zum Scheitern verurteilt und damit eigentlich nur für die Schublade geeignet?

Nein, diese umfangreiche Planung und Projektsammlung sollte eben nicht das Schicksal so mancher Gutachten, Konzepte und Pläne in der Gemeinde teilen und nach Veröffentlichung wieder still und heimlich verschwinden und in Vergessenheit geraten.

Vielmehr sollte dieser Masterplan nach dem Willen des Blankenheim Forum und aller politischen Entscheidungsträger die Grundlage für die notwendige Handlungsoffensive sein. Denn eines war allen klar, es muss wirklich etwas passieren und mit dieser Planungsgrundlage konnte nun endlich etwas passieren.

Und so beschloss der Gemeinderat im Dezember 2014 ausgehend vom Blankenheim Forum und letztlich auf einem Antrag der FDP aufbauend einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, mit der Bezirksregierung Köln nach einem geeigneten Förderprogramm für die notwendigen Umgestaltungsmaßnahmen in Blankenheim Ausschau zu halten.

Eines war dabei unstrittig: bei den erforderlichen und ins Auge gefassten Maßnahmen musste das schon ein großer, gut gefüllter Fördertopf mit Aussicht auf Erfolg und damit auf tatsächlichen Geldsegen sein.

Fündig wurde man dann letztlich im Fördertopf für kleine Städte und Gemeinden bei der speziellen Förderung gemeindeübergreifender Zusammenarbeit im Rahmen eines sog. Interkommunalen integrierten Entwicklungskonzeptes.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

Ausgangspunkt ist, dass sich die Städtebauförderung in Nordrhein-Westfalen auf Städte und Kommunen konzentriert, die mit einem umfassenden, themenübergreifenden Konzept den Problemen und Missständen begegnen wollen, sog. Integriertes Handlungskonzept.

Diese Handlungskonzepte sind in NRW seit 2008 eine verpflichtende Grundlage für alle Förderprogramme der Städtebauförderung, damit gilt also grundsätzlich keine Förderung ohne umfassende Planung, da nur damit auch tatsächlich eine nachhaltige Aufwertung oder Umstrukturierung eines Gebietes erwartet werden könne.

Das integrierte Handlungskonzept ist dabei ein mehrjähriges, ressortübergeifendes Entwicklungskonzept für einen räumlich begrenzten, zusammenhängenden Bereich.

Integriert sind diese Konzepte also dann, wenn die Planung über einzelne bauliche Maßnahmen hinausgehen und in Verbindung mit einem entwickelten Leitbild die Stadt bzw. Kommune als Ganzes mit seinen sozialen, ökologischen und ökonomischen Strukturen in den Fokus nimmt.

Die Entwicklungsmöglichkeiten sollen dabei übergreifend gebündelt bzw. kombiniert werden, wozu verschiedene Partner in unterschiedlichen Beteiligungsprozessen eingebunden werden sollen. Das integrierte Handlungskonzept ist damit letztlich eine Art Gesamtstrategie, die sich in verschiedene Handlungsfelder auffächert.

In den einzelnen Bereichen werden dann jeweils verschiedene Maßnahmen mit Kosten-, Finanzierungs- und Zeitplanungen dargestellt und konkretisiert. Das Gesamtkonzept ist zudem auf weitere Fortschreibung, also jährliche Weiterentwicklung über mehrere Jahre angelegt.

Und wieso das ganze interkommunal ?

Die Bundesregierung hat die Sicherung der Daseinsvorsorge in den ländlichen Räumen zu einem besonderen Schwerpunkt gemacht und die Förderpolitik verstärkt darauf ausgerichtet. Das Bundesbauministerium und die Länder haben deshalb 2010 das Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" gestartet, als einen Baustein der "Initiative Ländliche Infrastruktur" des Bundes.

Ziel ist es, kleinere Städte und Gemeinden vor allem in dünn besiedelten, ländlichen Räumen im Bereich der Daseinsvorsorge für die Zukunft handlungsfähig und lebenswert zu machen. Die ländlichen Gebiete sollen ihre Versorgungsfunktion dauerhaft, bedarfsgerecht und auf hohem Niveau für die Bevölkerung der gesamten Region sichern und stärken.

Dabei sollen durch den Aspekt der interkommunalen Zusammenarbeit die Kräfte und Ressourcen verschiedener Kommunen durch gemeinsame bzw. gemeinsam entwickelte Infrastrukturangebote und die gemeinsame Festlegung von Entwicklungszielen gebündelt werden. Ganz nach dem Motto: gemeinsam sind wir stark.

In den kooperierenden Gemeinden, in unserem Fall die Gemeinden Blankenheim und Nettersheim, sollen dazu spezielle Fördergebiete räumlich abgegrenzt werden, entweder z.B. als Sanierungsgebiet oder Entwicklungsbereich. Die Festlegung des gesamten Gemeindegebietes als Fördergebiet ist dagegen nicht möglich, so dass man sich auf bestimmte Bereiche festlegen muss.

Bei einem interkommunalen integrierten Entwicklungskonzept muss daher als Fördervoraussetzung von beiden Kommunen, die zusammenarbeiten, eine überörtliche integrierte Entwicklungsstrategie gemeinsam erarbeitet werden.

Im Februar 2015 war gemeinsam ein erster Förderantrag für die Finanzierung der Idee- und Planungsphase und damit für die Erstellung des gemeinsamen Gesamtkonzeptes gestellt worden, der im September 2015 bewilligt wurde.

Parallel dazu wurden im Sommer 2015 zwei sog. Interkommunale Zukunftskonferenzen mit Mitarbeitern und Bürgern beider Gemeinden durchgeführt, um gemeinsame Ziele und Synergiebereiche für das Konzept zu entwickeln.

In Blankenheim fanden überdies im Sommer und Herbst 2015 zwei Workshops mit ca. 50 Teilnehmern statt. Dabei saßen an bunt gemischten Tischen Vertreter der Verwaltung, Politik und natürlich Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Blankenheim in der Weiherhalle zusammen und erarbeiteten auf der Grundlage des Masterplans unter fachkundiger Anleitung von Prof. Westerheide und seinem Team die Grundlagen für das erforderliche Konzept.

Dabei wurden Ergebnisse der Bestandsanalysen vorgestellt, Stärken und Schwächen des Ortskerns aufgezeigt und erste Projektideen entwickelt. Und ich kann aus eigener Erfahrung und Teilnahme bestätigen, da gab es nicht nur ein leckeres Süppchen, da wurde auch tatsächlich intensiv und lange gearbeitet.

Dafür konnte und kann sich dann das Ergebnis auch wirklich mehr als sehen lassen. Das über 50 Seiten umfassende Entwicklungskonzept für den Vertiefungsbereich kann man auf der Internetseite der Gemeinde genauer einsehen und studieren. Es lohnt sich wirklich, einmal ein Blick darauf zu werfen.

(Auszug aus dem Zwischenbericht des interkommunalen integrierten Entwicklungskonzept)

Dieses Gesamtkonzept ist dann noch einmal intensiv in einem Workshop des Rates Mitte Oktober vorgestellt und diskutiert worden. Dabei wurden auch Kostenschätzungen und Prioritätenvorschläge auf den Tisch gelegt. Und auch hier kann ich ihnen aus eigener Erfahrung und Teilnahme bestätigen, auch die politischen Vertreter haben sich intensiv und lange mit dem Konzept auseinandergesetzt.

Im Dezember 2015 war es nach vielen Sitzungen und intensiver Vorarbeit dann endlich soweit: für die Laufzeit von sechs Jahren, nämlich 2016 bis 2021 ist das Gesamtkonzept beschlossen worden.

Auf der Grundlage des Masterplans wurden damit die Handlungsziele, der Maßnahmenkatalog als auch der Finanzierungsrahmen festgelegt. Festgelegt, da für den Förderantrag wie beschrieben erforderlich, wurde dabei auch das betreffende Sanierungsgebiet.

Mit diesem Gesamtpaket konnte dann Ende Dezember seitens der Verwaltung der eigentliche Antrag auf Städtebauförderung gestellt werden.

Und dieser Antrag ist ziemlich dick geworden. 500 Seiten umfasst er insgesamt und betrifft ein mögliches Investitionsvolumen von rund 27 Millionen für den gesamten Förderbereich der Gemeinde Blankenheim. Dafür sollen dann je nach Projekt bis zu 70 % Fördermittel fließen. Der Förderantrag gliedert sich in zwei Komplexe.

Der erste Teil betrifft den Vertiefungsbereich Bildungslandschaft, also den Gesamtschulbereich, der auch vorrangig die geforderte interkommunale Zusammenarbeit betrifft. Hierbei soll die gemeinsame Gesamtschule Blankenheim-Nettersheim modernisiert und den neuesten Anforderungen der Pädagogik angepasst werden. Dazu sollen an beiden Standorten der Schule in Blankenheim und Nettersheim jeweils rund 7,5 Millionen im Laufe der nächsten Jahre investiert werden.

Der zweite Teil des Förderantrages bezieht sich dann auf den Sanierungsbereich im Ortskern Blankenheim. Der Förderbereich umfasst dabei die Ahrstraße bis zum Seniorenheim Hülchrath, das Rathaus, der Bereich des ehemaligen Freibades und das Burggelände.Hier sind dann insgesamt städtebauliche Maßnahmen in einer förderfähigen Summe von 19,7 Millionen Euro vorgesehen bzw. geplant.

Die Planungen betreffen dabei die Erhaltung und denkmalgerechte Sanierung und damit Inwertsetzung stadtbildprägender Bauten, z.B. des alten Konsums mit Hilfe einer Denkmalbereichssatzung, um auch private Sanierungen und Fassadenerneuerungen zu erreichen. Hier sind auch Überlegungen zum Rückbau störender bzw. problematischer Bauten angestellt worden.

Gefunden werden soll auch eine Losung der Verkehrsfrage mit einem Ausbau und einer Aufwertung der Ahrstraße als verkehrsberuhigtem Bereich mit speziellen, attraktiven Sitzplätzen und Aufenthaltsräumen, z.B. an der Pumpe.

Der öffentliche Raum soll insgesamt aufgewertet werden durch neue Attraktionen und Veranstaltungsformate, z.B. im Hinblick auf Kunst, Handwerk und Antiquitäten aber auch durch die Neugestaltung des Raums um das Blankenheimer Alleinstellungsmerkmal, die Ahrquelle. Die Quelle und letztlich auch der Verlauf der Ahr durch Blankenheim sollen freigelegt und damit touristisch aufgewertet werden.

Ein Projektfeld ist natürlich auch das Rathaus Blankenheim, das ortsbildpassend um- bzw. neugestaltet werden soll, auch im Hinblick auf Barrierefreiheit und energetische Sanierung.

Als Schwerpunkt der Planungen sticht auch das Gesamtkonzept zur Erneuerung des Weiherparks für alle Generationen und damit der Rückbau und Neunutzung des Freibadgeländes heraus.

Auch der Bereich Burg Blankenheim ist mit einer geplanten Revitalisierung der Gartenanlagen und einer neuen Wegeverbindung Weiher – Burg in Umgestaltung einbezogen.

Dies soll hier nur ein Auszug der vielen weiteren Planungen und Projekte sein, die entwickelt worden sind und die man sich alle im Internet im Zwischenbericht zu Gemüte führen kann.

Das ist schon sehr anspruchsvoll und ambitioniert, das sehen selbst die Planer so.

Aber eines muss man sich bei der in den Raum gestellten Investitionssumme von rund 27 Millionen Euro alleine für Blankenheim (zusammen mit Nettersheim kommt man auf ein Investitionsvolumen von über 45 Millionen Euro), klar sein:

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen nicht alle direkt im nächsten Jahr umgesetzt werden, sondern erstrecken sich auf einen Umsetzungszeitraum von 8 Jahren, also bis 2023. Was wann wie in welchem Jahr realisiert wird, bedarf dann jedes Mal einer konkreten Planung und Entscheidung im Gemeinderat.

Mit dem Förderantrag und dem eingereichten interkommunalen integrierten Entwicklungskonzept sind jetzt erst einmal nur die erforderlichen Formalitäten für eine öffentliche Förderung erfüllt.

Die Arbeit fängt also eigentlich jetzt erst wirklich an.

Und, wie geht es jetzt weiter ?

Es heißt natürlich jetzt nicht, dass nun der Antrag gestellt ist und jetzt erst einmal wieder nichts passiert. Im Gegenteil. Denn bereits für 2016 sind dann auch direkt konkrete Maßnahmen ins Auge gefasst, die sofort bzw. direkt nach Bewilligung des Förderantrages auch umgesetzt werden sollen.

Für den Ortskern ist ein Verkehrs- und Gestaltungsgutachten geplant, mit dem die Verkehrs- und Aufenthaltssituation in der Ahrstraße endlich entschärft werden soll. Für das Freibadgelände soll ein Wettbewerb für den geplanten Park der Generationen durchgeführt werden, um hier verschiedensten Interessen und Ansprüchen gerecht zu werden.

Außerdem soll eine sog. Gemeindeentwicklungsgesellschaft gegründet werden, um notwendigen Grunderwerb zu ermöglichen. Diese Entwicklungsgesellschaft würde dann einen speziellen Verfügungsfond erhalten, mit dem dann auch verschiedene Aktivitäten und Marketingmaßnahmen im Ortskern finanziert werden könnten.

Auch soll für ein Quartiers-, Leerstands- und Immobilienmanagement, sowie die Bauberatung qualifiziertes Personal eingestellt werden, was die notwendigen weiteren Planungen fachgerecht betreuen kann

Ein Schwerpunkt des Projektes wird es auch sein, private Investitionen für die notwendigen Gebäude- und Fassadensanierungen an privaten Gebäuden zu erreichen. Dazu sollen in diesem Jahr Bürgerinformationsveranstaltungen und Beratungsprojekte starten.

Für den Bildungsbereich sind ebenfalls schon erste konkrete Maßnahmen für die Gesamtschule vorgesehen, damit die Schule den neuesten pädagogischen Anforderungen einer Ganztagsschule gerecht werden kann. So soll schon 2016 z.B. eine Frischküche installiert werden, die Aula multifunktional umgebaut und die Sanitäranlagen saniert werden.

Und wann kann mit der Bewilligung des Förderantrages gerechnet werden, so dass dann auch tatsächlich die Fördergelder für diese Vorhaben nach Blankenheim fließen?

Im ersten Quartal dieses Jahres ist eine Begehung mit dem Bauministerium in Blankenheim geplant. Hierbei sollen einzelne Projekte vorgestellt werden, damit das Ministerium eine Einschätzung des Fördervorhabens vornehmen kann. Ein Förderbescheid für das Gesamtkonzept kann nach Aussagen der Bezirksregierung im Sommer 2016 erwartet werden.

Die Verwaltung versucht aber, für die drängenden Maßnahmen, insbesondere was den Bau der Mensa in der Gesamtschule betrifft, einen frühzeitigen Maßnahmenbeginn zu erreichen. Diesbezüglich kann dann förderungsunschädlich losgelegt werden, ohne dass der Bescheid abgewartet werden muss.

Da bleibt zum Schluss eigentlich nur eines zu sagen: Packen wir’s an.

 

Infobox

  • Do 03.05: BürgerDIALOG, Treffpunkt Bürgerhaus 18.00 Uhr

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